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Covid-19-Impfzertifikat

Digitaler Impfpass: Deutschland hinkt hinterher – „CovPass“ wirklich sicher?

Informationen über die Impfung werden im Impfpass eingetragen.
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Deutschland hinkt beim digitalen Impfpass hinterher. Wann kommt der alternative Impfnachweis und welche Sicherheitslücken gibt es? (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    vonChristina Rosenberger
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Über 40 Millionen Corona-Impfdosen sind in Deutschland schon verabreicht worden – aber der digitale Impfpass lässt weiter auf sich warten. Das hat Vor- und Nachteile...

Die Impfkampagne, die Deutschland aus der Coronakrise retten soll, ist in vollem Gange. Bisher sind bundesweit fast 10 Millionen Menschen vollständig gegen Covid-19 immunisiert und können so auch bestimmte Privilegien* genießen – wie zum Beispiel zum Friseur zu gehen, ohne vorher einen Schnelltest machen zu müssen. Doch an einem entscheidenden Punkt hinkt die Bundesrepublik noch extrem hinterher, das berichtet echo24.de*.

Die Rede ist vom digitalen Impfpass. Der lässt als bundesweite Lösung noch immer auf sich warten. Zwar soll der sogenannte „CovPass“ Ende Juni an den Start gehen, doch bis dahin gibt es noch einige problematische Punkte zu klären – unter anderem die Frage nach der Sicherheit vor Fälschungen.

Digitaler Impfpass in Deutschland: Wo liegt eigentlich das Problem?

Die großen Vorteile der digitalen Corona-Impfbestätigung scheinen absolut klar: Jeder, der einen digitalen Impfpass hat, muss seinen Papierausweis nicht mehr mit sich herumtragen – so ist das fragile Dokument geschützter und kann auch weniger schnell kaputt oder verloren gehen. Außerdem können beispielsweise Restaurantbesitzer oder Friseure ganz einfach die Immunisierung per QR-Code überprüfen – kontaktlos. Alle Fakten zum digitalen Corona-Impfausweis* hat echo24.de* in einem gesonderten Artikel ausführlich zusammengefasst.

Die größte Problematik ist nun ironischerweise, dass bereits so viele Deutsche geimpft sind. Da es den digitalen Impfnachweis für die Corona-Impfung noch gar nicht gibt, wird die Immunisierung weiterhin im gelben Papier-Impfausweis dokumentiert. Doch eben dieser deutsche Impfpass ist nicht fälschungssicher – laut echo24.de* sind mittlerweile haufenweise unechte Impfausweise im Umlauf.

Doch wie kann der Bund verhindern, dass die Fälschungen vom gelben in den digitalen Impfpass übertragen werden, wenn er endlich an den Start geht? Schließlich sollen dann alle bisherigen Covid-19-Impfungen von Arztpraxen, Impfzentren oder Apotheken auf den neuen digitalen EU-Impfausweis übertragen werden. Darin sieht sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein Problem.

Digitaler Corona-Impfpass in Deutschland: Ein fälschungssicher Impfpass wäre so einfach

Die Hacker-Vereinigung „Chaos Computer Club“ (CCC) meint, die Verantwortung für die entstandene Sicherheitslücke liegt ganz klar beim Gesundheitsministerium. Gegenüber dem Tagesspiegel sagte CCC-Sprecher Matthias Marx, man hätte den Eintrag in die gelben Impfausweise von Anfang an besser gegen Fälscher schützen müssen.

Das hätte man auch besser lösen können – mit Hologrammaufklebern etwa, mit geprägtem Papier, mit Materialien, die sich nicht jeder auf Amazon zusammenklicken kann.

Matthias Marx, Chaos Computer Club

Marx erklärte: „Das hätte man auch besser lösen können – mit Hologrammaufklebern etwa, mit geprägtem Papier, mit Materialien, die sich nicht jeder auf Amazon zusammenklicken kann.“ Denn der deutsche Impfausweis war vor der Pandemie gar nicht darauf ausgelegt, fälschungssicher zu sein – erst jetzt ist er praktisch zum „Ticket in die Freiheit“ geworden. Als Eintrittskarte für Shopping, Reisen, Restaurantbesuche oder Kulturveranstaltungen.

Digitaler Corona-Impfpass in Deutschland: Einige Gegenden bereits mit Lösungen

Doch während Bund und EU weiter an ihrem digitalen Impfausweis feilen, gibt es bereits in einigen deutschen Gegenden versuchsweise digitale Impfpässe. In Altötting in Bayern beispielsweise erhalten Geimpfte schon seit einiger Zeit eine weiße Plastikkarte mit Informationen zur Impfung, einem Foto und einem QR-Code und können damit Freiheiten genießen, in Ebersberg – ebenfalls in Bayern – gibt es sogar schon eine App. Und auch in Thüringen und Brandenburg laufen Modellprojekte.

Estland ist sogar noch einen Schritt weiter und hat laut Tagesschau bereits im Oktober ein Pilotprojekt mit der Weltgesundheitsorganisation begonnen. Ende April ging das System dort an den Start. Für die deutsche bundesweit einheitliche Lösung des digitalen Impfpasses gibt es derweil noch nicht Mal ein offizielles Startdatum.

Für den Chaos Computer Club sind weder die Verzögerung noch die Sicherheitslücken beim digitalen Impfpass eine Überraschung. Gegenüber der Tagesschau sagte ein Sprecher, es sei mal wieder die „typisch deutsche Digitalkompetenz, dass man anfängt sich über so etwas Gedanken zu machen, wo schon Millionen von Menschen geimpft sind.“ Bleibt also abzuwarten, ob der digitale Impfpass tatsächlich pünktlich zu den Sommerferien im Einsatz ist, und wie die Bundesregierung die Sicherheitslücken schließt. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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