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Corona in China: Isolation in Wuhan wird nach zwei Monaten beendet

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Im chinesischen Wuhan wurde die Corona-Isolation beendet - nach zwei Monaten. Könnte ein solches Szenario auch in Deutschland drohen?

Update vom 28. März, 7.28 Uhr: In der chinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei kehrt allmählich der Alltag zurück: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist am Samstag (Ortszeit) beendet worden. 

Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. Könnte ein solches Szenario auch in Deutschland drohen? Bislang soll erstmal bis Anfang April ein Kontaktverbot herrschen. Wie merkur.de* berichtet, könnte man sich hierzulande aber wohl eher am Vorbild Südkoreas orientieren.

Alle weiteren Entwicklungen zur Corona-Krise in Asien und der Welt lesen Sie ab sofort hier.

Corona-Zahlen in China steigen wieder - Wildtiere erobern menschenleere Straßen der Metropolen 

Update vom 27. März, 6.20 Uhr: In China ist die Zahl „importierter Fälle“ mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 55 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Insgesamt zählt China damit bereits knapp 600 solcher Fälle.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Wie aus den offiziellen Zahlen der Gesundheitskommission vom Freitag hervorging, gab es erneut keine lokalen Erkrankungen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten, starben jedoch weitere fünf Menschen.

Nach offiziellen Angaben sind bislang 3292 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.340 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 74.000 wieder erholt haben.

Inzwischen gibt es in den USA weltweit die meisten bestätigten Infektionen.

Corona-Zahlen in China steigen wieder - Wildtiere erobern menschenleere Straßen der Metropolen

18.23 Uhr: Das bei der Bekämpfung des Coronavirus fortgeschrittene China hat die Schließung seiner Grenzen für Ausländer angekündigt. 

Die Maßnahme trete ab Samstag in Kraft, teilte das Außenministerium in Peking am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Ein Grund für die Schließung wurde zunächst nicht genannt.

Beobachter in Peking gingen aber davon aus, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle mit dem Erreger Sars-CoV-2, dem Auslöser der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19, verhindert werden solle.

Corona-Zahlen in China steigen wieder - Wildtiere erobern die menschenleeren Straßen der Metropolen 

Update 17.50 Uhr: Weltweit bleiben im Zuge der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie Millionen Menschen in ihren Häusern. Das öffentliche Leben ist in vielen Metropolen auf ein absolutes Minimum reduziert - und in dieser Ruhe werden immer häufiger Wildtiere auf den menschenleeren Straßen sonst quicklebendiger Großstädte gesichtet. 

So sind etwa im spanischen Madrid die Pfauen aus dem Schlosspark erstmals seit Jahren über dessen Grenze hinausspaziert - und haben sich offenbar einen Spaziergang durch die Stadt gegönnt. Das können selbst die Stadtbewohner kaum fassen.

In Santiago de Chile wurde ein Puma gesichtet, der durch die Stadt streunte. Dann so scheint es in den Bildern, sind ihm wohl doch zu viele Menschen unterwegs und er verlässt den Gehsteig mit einem beeindruckenden Sprung auf eine Mauer. 

Im japanischen Nara wurden schon vor einiger Zeit Rehe gemeldet, die normalerweise in einem Park leben. Auch sie erkunden die Stadt als neues Territorium. Ähnliche Bilder gibt es aus vielen Metropolen der Welt. So wurden in Indien Affen gesichtet, die sich der freien Straßen erfreuen. 

Auf der Suche nach Essen:  in der Altstadt der indischen 20-Millionen-Metropole Neu Dehli. 

Corona-Zahlen in China steigen wieder - Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff vor Australien

7.16 Uhr:  Russland setzt von diesem Freitag an fast alle Flugverbindungen ins Ausland wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Das wies die Regierung in Moskau der Staatsagentur Tass zufolge am Donnerstag an. Davon ausgenommen seien Flüge, mit denen im Ausland festsitzende Russen in ihre Heimat zurückgeholt werden sollen. Nicht betroffen von der Regelung sind Inlandsflüge. Der Flugverkehr etwa nach Deutschland war zuletzt bereits deutlich zusammengestrichen worden. So flog die Fluggesellschaft Aeroflot lediglich noch Berlin an.

In Russland haben sich nach offiziellen Angaben bislang (Stand vom Mittwoch) 658 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus war bislang bei drei gestorbenen Menschen nachgewiesen worden. Wladimir Putin hatte die kommende Woche als arbeitsfrei erklärt, um die Ausbreitung der Lungenkrankheit einzudämmen.

Corona-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff vor Australien

Update vom 26. März 2020, 6.10 Uhr: An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am Mittwochabend mit. Allen an Bord von „MS Artania“ gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. Das Schiff bietet laut Phoenix 510 Besatzungsmitgliedern und 1200 - meist deutschen - Passagieren Platz.

Der Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, sagte am Donnerstag, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. „Sein Heimathafen ist eigentlich in Deutschland.“ Wenn die sieben Erkrankten zur Behandlung an Land kommen müssten, würden sie in eine Einrichtung beispielsweise der Verteidigungskräfte gebracht. Die australische Regierung und Deutschland könnten dann nach der Behandlung einen Rückflug absprechen.

Die Besatzung des Schiffs hatte die australischen Behörden um Hilfe gebeten, 25 Passagiere an Bord hätten Atembeschwerden. Daraufhin waren westaustralische Vertreter der Gesundheitsbehörde an Bord gegangen und hatten die Betroffenen untersucht.

Coronavirus in China: Zahlen schnellen wieder nach oben - fürchterliche „Worst-Case“-Berechnung für Afghanistan

Update um 16.22 Uhr: "COVID-19 ist eine Bedrohung für die gesamte Menschheit - und die gesamte Menschheit muss dagegen ankämpfen", sagte UN-Generelsekretär António Guterres. 

Aus diese Grund startete der UN-Generalsekretär am Mittwoch einen weltweiten Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Erregers der Lungenkrankheit Covid-19 in den ärmsten Ländern der Welt. Bis zum Jahresende sollen zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) zusammenkommen. Weiter sagte er: „Wir müssen die besonders gefährdeten Menschen unterstützen - Millionen Menschen, die sich am wenigsten schützen können.“

Coronavirus weltweit: Mehr als 400.000 Menschen infiziert, über 16.000 Todesfälle

Nach UN-Zählung gibt es weltweit bereits über 16.000 Todesfälle, mehr als 400.000 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Unter den betroffenen Ländern seien viele, "die sich aufgrund von Konflikten, Naturkatastrophen und dem Klimawandel bereits in einer humanitären Krise befinden". Diesen Staaten solle mit dem Nothilfe-Fonds besonders geholfen werden, erklärten die Vereinten Nationen. Unter anderem gehe es um Informationskampagnen, Labor-Tests auf das Virus sowie Anlagen zum Händewaschen in Siedlungen und Flüchtlingscamps.

Update um 12.13 Uhr: In Libyen ist ein erster Fall einer COVID-19-Erkrankung bestätigt. Die erkrankte Person befinde sich im Zentralkrankenhaus von Tripolis in Isolation, erklärte das libysche Zentrum zur Krankheitsbekämpfung in der Nacht zum Mittwoch über Facebook.

Coronavirus weltweit: Berechnungen eines Worst-Case-Szenarios in Afghanistan

In Afghanistan könnten nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums schlimmstenfalls mehr als 110. 000 Menschen an den Folgen des Coronavirus sterben. Die Zahl gehe auf eine Berechnung eines Worst-Case-Szenarios zurück, sagte Wahidullah Mayar, Sprecher des Ministeriums am Mittwoch während einer Pressekonferenz. Seit Wochen warnen Hilfsorganisationen vor dem Grenzverkehr im Westen Afghanistans, weil das Nachbarland Iran besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen ist.

Derzeit gibt es in Afghanistan 80 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2, vier davon wurden bei Angehörigen der Nato-Streitkräfte festgestellt. Im Vergleich zum Vortag stiegen die Zahlen in der westlichen Provinz Herat sprunghaft an.

Unterdessen ist der britische Thronfolger Prinz Charles positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie merkur.de* berichtet. 

Die Corona-Beschränkungen legen das Leben in Deutschland weitestgehend lahm. Doch wie lange werden die Coronavirus-Maßnahmen aufrechterhalten werden.

Update um 10.21 Uhr: China hat erneut 47 „importierte“ Coronavirus-Fälle gemeldet. Insgesamt steigt die Zahl der Erkrankung bei Einreisenden damit auf 474. „Lokale“ Erkrankungen soll es, wie aus den offiziellen Zahlen der Pekinger Gesundheitskommission am Mittwoch hervorging, nicht geben. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere drei Menschen

Ab Mittwoch werden Teile der Beschränkungen in der Provinz aufgehoben. Menschen dürfen die Blockade demnach wieder verlassen. Ausgenommen davon ist die Millionenmetropole Wuhan. Dort soll es ab dem 8. April wieder möglich sein, die Stadt zu verlassen.

In China schnellen die Zahlen der Infizierten wieder in die Höhe.

Coronavirus: Südkorea verzeichnet Anstieg durch „importierte“ Fälle

Auch in Südkorea ist die Zahl der Neuinfektionen durch „importierte“ Fälle wieder angestiegen. So sei am Dienstag bei 100 Menschen der Sars- CoV-2-Erreger nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Unter ihnen seien 34 Personen, die mit dem Flugzeug aus dem Ausland angekommen seien. Das war der bisher höchste Tagesanstieg. Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen stieg auf 9.137. Die Zahl der Todesfälle kletterte um sechs auf 126.

Es gebe ein „erhöhtes Risiko durch diejenigen, die aus den USA einreisen“, sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Die Mehrzahl seien Südkoreaner, die in den USA studierten oder dort arbeiteten und wieder zurückkehrten.

Coronavirus: Demokratische Republik Kongo ruft Notstand aus

In der Demokratischen Republik Kongo ist unterdessen der Notstand ausgerufen worden. Die Hauptstadt Kinshasa ließ Präsident Félix Tshisekedi abriegeln, wie er am Dienstag in einer Fernsehansprache sagte. Reisen aus Kinshasa in die Provinzen des Landes sowie in umgekehrter Richtung sind untersagt. Die Grenzen des zentralafrikanischen Staates werden laut Tshisekedi weitgehend geschlossen. Nur noch Frachttransporte über Land, per Schiff und Flugzeug sind über die Landesgrenzen erlaubt.

Bis Dienstag wurden 45 Infektions- sowie drei Todesfälle gezählt. Alle diese Fälle traten in Kinshasa auf.

Update um 8.47 Uhr: Wegen steigender Corona-Fallzahlen hat nun auch Panamas Präsident Laurentio Cortizo eine Ausgangssperre verhängt. Die Maßnahme ist zeitlich unbegrenzt. Sie soll am heutigen Mittwochmorgen in Kraft treten, erklärte der Staatschef des mittelamerikanischen Landes am Dienstag (Ortszeit) bei einer Ansprache an die Nation. Nur noch zu bestimmten Uhrzeiten - je nach der letzten Zahl ihrer Ausweisnummern - dürften die Menschen ihre Häuser verlassen, um Medikamente und Lebensmittel zu kaufen, teilte das Gesundheitsministerium mit. 

Coronavirus weltweit: In Panama gibt es 443 Infektionen und acht Todesfälle

In Panama wurden inzwischen 443 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und acht Todesfälle bestätigt. Das Land erhielt am Dienstag laut Angaben der Regierung eine Spende von 5000 Covid-19-Tests aus China. Auch in anderen Ländern in der Nähe von Panama wurden bereits Ausgangssperren verhängt, so beispielsweise in El Salvador, Kolumbien und Honduras.  

Update vom 25. März 2029, 8.36 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie legt das Leben in vielen Ländern der Welt derzeit nahezu komplett lahm. Auch in Brasilien haben einigeStädte und Regionen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zum Schutz vor dem Coronavirus verhängt. Präsident Jair Bolsonaro hat diese Maßnahmen nun scharf kritisiert. In einer Fernseh- und Radioansprache am Dienstag warf der rechtsradikale Politiker den betroffenen regionalen und lokalen Behörden eine Politik der „verbrannten Erde“ vor und warnte für Schäden für die brasilianische Wirtschaft

Coronavirus weltweit: Bolsonaro glaubt, Virus würde „in Kürze“ aus Brasilien verschwinden“

Erneut beschuldigte Bolsonaro auch die Medien, „Hysterie“ wegen der Pandemie zu schüren. Aufgrund seiner im Durchschnitt jungen Bevölkerung und der tropischen Temperaturen sei Brasilien kein Terrain, auf dem sich der neuartige Erreger leicht verbreiten könne. Schon „in Kürze“ werde das Virus wieder aus dem Land verschwinden, ist sich Bolsonaro sicher. Brasilien müsse „zur Normalität zurückkehren“, forderte der Präsident. Arbeitsplätze müssten erhalten und der Lebensunterhalt von Familien müsste gesichert werden. Unmittelbar vor Bolsonaros Ansprache hatte die Wirtschafts- und Finanzmetropole São Paulo eine weitgehende Ausgangssperre verhängt. 

Update vom 24. März, 18.00 Uhr: Das Coronavirus zwingt nun das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl in die Knie. Indien verhing eine dreiwöchige Ausgangssperre für seine 1,3 Milliarden Einwohner. Die weitreichende Maßnahme gelte ab Mitternacht, wie Ministerpräsident Narenda Modi am Dienstag per TV-Ansprache mitteilte. Bereits am Sonntag hatte es eine freiwillige Ausgangsbeschränkung im Land gegeben.

Video: Roboter im Einsatz gegen das Coronavirus

Indien beginnt mit dem „Lock Down“: Mehr als 1,3 Milliarden Menschen betroffen

„Es wird ein komplettes Verbot geben, das Haus zu verlassen“, so Modi, der betonte, dass es keine andere Chance gebe, das Virus zu stoppen. Ein kompletter „lock down“ des Landes werde zwar wirtschaftliche Folgen haben, die Rettung von Menschenleben gehe jedoch vor. Besonders Mega-Städte wie Mumbai oder Neu-Delhi bieten einen Nährboden für Infektionen. Praktiken wie Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen sind hier kaum umsetzbar.

In Indien wurden bis Dienstagabend bislang 519 Corona-Fälle bestätigt, wie dem Johns Hopkins Center in Baltimore (USA) zu entnehmen ist. Bisher starben zehn Personen an der Krankheit Covid-19.

Indien verhängt Ausgangssperre - Öffentliches Leben weitgehend stillgelegt

Ministerpräsident Modi hielt die Bevölkerung via Twitter dazu an, keine Panikkäufe zu tätigen. Die Zentral- und die Landesregierungen würden dafür sorgen, dass alles Wichtige verfügbar sei. Lebensmittelläden, Banken und Medien sind laut Innenministerium von der Schließung ausgenommen. Die meisten Produktionsbetriebe sowie sämtliche öffentliche Verkehrsmittel und der Eisenbahnverkehr stehen still. Auch  Sehenswürdigkeiten, Schulen, Universitäten und Museen sind geschlossen. Auch der Flugverkehr ins Ausland ist ausgesetzt.

Chinesische Botschaft mit heftigen Anschuldigungen gegen die USA

Update vom 24. März 2020, 14.05 Uhr: Während sich China nun doch neuen Infizierten-Zahlen ausgesetzt sieht, bemüht sich die Regierung um die Verbreitung einer neuer Sichtweise. Demnach soll die Pandemie in Wahrheit nicht in der zentralchinesischen Provinz Hubei ihren Ausgang genommen habe - sondern in den Vereinigten Staaten

In einer Reihe von Twitter-Botschaften behauptete die chinesische Botschaft in Paris am Montag, das Virus sei womöglich bereits im vergangenen September in den USA aufgetreten. Dies wolle die US-Regierung jedoch vertuschen.

Am Sonntag wurde ein weitere Tweet des Sprechers des chinesischen Außenministeriums, Lijan Zhao verbreitet. Er fragte darin: "Wenn Covid-19 im September begonnen hat und die USA keine Testmöglichkeiten hatte - wie viele müssen dann infiziert gewesen sein?" Weiter hieß es, dass die USA herausfinden solle, wann Patient Null aufgetreten ist.

Bereits Mitte März hatte der Außenamtssprecher die Theorie verbreitet, dass die US-Armee im Oktober das Virus in die zentralchinesische Stadt Wuhan eingeschleppte habe. 

Coronavirus: Chinesische Botschaft mit Anschuldigungen gegen die USA - ohne Belege

Auch die chinesische Botschaft in Deutschland verbreitete eine Reihe von Twitter-Botschaften chinesischer Regierungsvertreter, in denen die USA als mutmaßliches Ursprungsland des Virus genannt werden. 

"Wie viele Fälle von Covid-19 gab es unter den 20.000 Todesfällen durch die Grippe (in den USA) seit vergangenem September?", heißt es in einem Tweet der chinesischen Botschaft in Paris. Sie deutete zudem an, dass die USA versucht hätten, die Grippe als Deckmantel für die Ausbreitung des Coronavirus zu nutzen. Wissenschaftliche Belege für die Behauptungen nannte die Botschaft nicht. 

Coronavirus: Rekordanstieg der Infektionen weltweit

Update vom 24. März 2020, 12.19 Uhr: Weltweit seien die Zahlen über Nacht weiter sprunghaft gestiegen, sagte Margaret Harris, Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag. 

Die WHO hatte Stand Montagabend rund 335 000 nachgewiesene Infektionen und knapp 15 000 Tote erfasst. Die renommierte Johns Hopkins-Universität hatte am Dienstag bereits knapp 385 000 Fälle und 16 600 Tote verzeichnet. 85 Prozent der neuen nachgewiesenen Infektionen stammten aus Europa und den USA, sagte Harris. Gut die Hälfte dieser 85 Prozent wurden aus Europa gemeldet. 

Von Sonntag auf Montag war die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen nach WHO-Angaben innerhalb von 24 Stunden um den Rekordwert von mehr als 40 000 gestiegen. Das dürfte übertroffen werden, sagte Harris.

Der Anstieg sei zum einen darauf zurückzuführen, dass mehr getestet wurde. Gleichzeitig sei aber auch deutlich, dass sich weiter viele Menschen neu anstecken.

Coronavirus: Ausgangssperre in Grenzprovinz Herat in Afghanistan

Update vom 24. März 2020, 11.57 Uhr: 

In Afghanistan soll in der westlichen Grenzprovinz Herat wegen der Corona-Krise eine Ausgangssperre verhängt werden. Seit Wochen warnen Hilfsorganisationen vor dem Grenzverkehr im Westen Afghanistans, weil das Nachbarland Iran besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen ist.

Coronavirus: Afrikanische Staaten mit Ausgangssperren und Ausrufung des Notstandes

Indes kommt es auch in immer mehr afrikanischen Staaten zu Ausgangssperren und der Ausrufung des Notstandes. Unter einer kompletten Ausgangssperre steht seit Sonntag das ostafrikanische Ruanda, wo es nach Informationen des Senders BBC mit Stand von Dienstag aktuell 36 Fälle gibt. Im Vergleich zu Montag hat sich die Zahl demnach verdoppelt.

In der Nacht zu Dienstag hatte der Senegal angekündigt, den Notstand auszurufen. Nach Informationen der Regierung gibt es79 bestätigte Fälle. Auch in der Elfenbeinküste gilt ab sofort der Notstand, wie die Regierung bekannt gegeben hat. In Nigeria sind seit der Nacht zu Dienstag alle internationalen Flüge annulliert und die Landgrenzen geschlossen worden.

Update vom 24. März 2020, 10.02 Uhr: Nachdem in China in den vergangenen Tagen neue „lokale“ Fälle mit dem Coronavirus eher ausblieben, kämpft das Land weiterhin mit sogenannten „importierten“ Fällen. So ist die Zahl deutlich gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, wurde das Virus bei 74 weiteren Menschen nachgewiesen, die erst kürzlich in die Volksrepublik eingereist sind. 

Bei einem großen Teil der Rückkehrer handelt es sich um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 427 „importierte“ Fälle festgestellt worden, wie die Kommission weiter mitteilte.

Coronavirus in China: Strenge Quarantänemaßnahmen für Einreisende

Um eine Ausbreitung der eingeschleppten Fälle möglichst zu verhindern, gelten strenge Quarantänemaßnahmen für Menschen, die aus dem Ausland ankommen. In die Hauptstadt Peking gibt es keine direkten Flüge mehr aus anderen Ländern. 

Maschinen, die aus dem Ausland kommen, müssen zuerst andere Flughäfen ansteuern, wo die Passagiere auf Symptome gecheckt werden. Danach müssen die Reisenden für zwei Wochen in Quarantäne.

Coronavirus: China verzeichnet geringen Anstieg der „lokalen“ Infizierten - und Todesfälle

Hinzugekommen sind erstmals sei Tagen jedoch auch wieder einige „lokale“ Fälle. Wie aus den offiziellen Zahlen hervorgeht, gab es demnach vier Fälle, die nicht bei Eingereisten festgestellt wurden. Des weiteren kam es offiziellen Angaben zufolge zu sieben neuen Todesfällen. Die Zahl der Todesopfer, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind, steigt den Informationen zufolge auf 3.277.

Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81 171 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 73 000 wieder erholt haben.

Update vom 24. März 2020, 6.27 Uhr: Die Abriegelung der chinesischen Provinz Hubei, die als weltweiter Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, soll offenbar weitgehend aufgehoben werden. Ab dem heutigen Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) soll es gesunden Bürgern wieder erlaubt werden, die Provinz zu verlassen, berichtet focus.de unter Berufung auf örtliche Behörden. Zuvor war Hubei insgesamt zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. 

Update vom 23. März, 18.26 Uhr: In Afrika steigt die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, weiter an. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es am Montagnachmittag auf dem Kontinent 1.397 bestätigte Fälle. In Westafrika verzeichnet Burkina Faso die höchste Fallzahl. Nach Angaben der Regierung sind es mittlerweile 99.  Auch mehrere

In Nigeria hat es laut dem Zentrum für Seuchenbekämpfung (NCDC) mittlerweile den ersten Todesfall gegeben. Insgesamt kommt Afrikas bevölkerungsreichster Staat auf36 Corona-Patienten

Update 18.06 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie, die mittlerweile die gesamte Welt betrifft, hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres zu einem weltweiten Waffenstillstand aufgerufen. Es ginge darum, Zivilisten in Krisengebieten vor den Auswirkungen der Pandemie zu schützen, erklärte Gueterres am Montag bei einer Rede im UNO-Hautquartier in New York City. "Die Heftigkeit des Virus" verdeutliche, wie "unsinnig" Kriege seien, sagte Guterres.

Die Coronavirus-Pandemie sei der Grund, warum "ich heute zu einem sofortigen Waffenstillstand in allen Ecken der Welt aufrufe", sagte Guterres. Es sei an der Zeit für eine "Sperre für bewaffnete Konflikte". "Lasst die Waffen schweigen, stoppt die Artillerie, beendet die Luftangriffe", forderte der UN-Generalsekretär. Dies sei zentral, um humanitäre Korridore für Zivilisten zu schaffen.

Update 17.25 Uhr: In Indien gilt fürmehr als 100 Millionen Menschen in mehr als 80 Städten, darunter auch der Hauptstadt Neu Delhi, eine Ausgangssperre. Diese ist vorerst bis Ende des Monats in Kraft. Die Regierung wies am Montag die Bundesstaaten an, die Verbote hart durchzusetzen. Wer dagegen verstoße, könne mit einer Geldbuße oder einer Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten bestraft werden.

Coronavirus in Indien: Zahl der Infizierten in den letzten drei Tagen mehr als verdoppelt

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Indien hat sich in den vergangenen drei Tagen mehr als verdoppelt - auf inzwischen 415. Sieben Menschen sind bislang gestorben. Im Vergleich zur Bevölkerung Indiens (1,3 Milliarden Einwohner) ist diese Zahl noch relativ klein. 

Zu den niedrigen Zahlen könnte es aber auch deshalb kommen, weil Indien vergleichsweise wenig testet, wie einige Ärzte kritisieren. Andererseits hat das Land schnell und früh strenge Maßnahmen ergriffen - war unter den ersten Nationen, die fast allen Ausländern die Einreise untersagten.

Am Montag zeigten Fernsehbilder noch viele Menschen an Busstationen und auf Märkten, wie sie keinen Abstand hielten und letzte Hamsterkäufe erledigten. Premier Narendra Modi warnte auf Twitter: „Bitte schützt euch und eure Familien und nehmt die Anweisungen ernst.“

Update 16.41 Uhr: Im Süden des Libanon hat die UN-Blauhelm-Mission den ersten eigenen Coronavirus-Infizierten gemeldet. Der Soldat kehrte erst am 15. März aus dem Urlaub in den Libanon zurück und befindet sich laut einem Sprecher der Friedenstruppe Unifil aktuell im Krankenhaus in Quarantäne. Seit seiner Rückkehr hatte er mit vier weiteren UN-Soldaten Kontakt gehabt, die danach ebenfalls unter Quarantäne gestellt wurden. Bei drei von ihnen war der Test auf den Virus jedoch negativ. Die Herkunft des Soldaten wurde nicht bekannt gemacht. Offiziell wurden im Libanon bisher 256 Menschen mit dem Virus infiziert, mindestens vier infizierte sind bisher gestorben.

Seit 1978 überwachen die Blauhelme die Grenzregion zwischen dem Libanon und Israel, da sich beide Länder offiziell im Krieg befinden. An der Mission beteiligt sich auch die Bundeswehr und hilft bei der Kontrolle der Seewege und der Ausbildung der libanesischen Marine.

Corona-News: Islands Regierungschefin bleibt wegen Coronavirus-Test zu Hause

Da es an der Schule ihres jüngsten Sohnes einen positiven Coronavirus-Test gegeben hatte, bleibt die isländische Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir vorerst zu Hause. Zwar stehe sie nicht unter Quarantäne, wolle aber den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen und bis zum Testergebnis deshalb das Haus nicht verlassen. Mit einem Ergebnis wird noch im Laufe des Montags gerechnet.

Bisher gibt es in Island nach offiziellen Angaben etwa 600 Erkrankte. Unter den Infizierten befinden sich auch ein Abgeordneter der Piratenpartei und ein Mitarbeiter des Umweltministers. Bei dem bisher einzigen bestätigten Todesfall handelte es sich um einen Touristen aus Australien. 

Update 14.54 Uhr: Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet einen Machtausbau Chinas durch humanitäre Hilfe des Landes in der Corona-Krise. „Mit humanitärer Hilfe will sich China als Vorkämpfer gegen den Virus darstellen und von eigenem Versagen ablenken“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Montag in Göttingen. Die chinesische Regierung wolle auf diese Weise den Einfluss Chinas auf andere Staaten der Welt erweitern.

Der chinesische Logistik-Konzern Alibaba verteile im Auftrag der Regierung weltweit Atemmasken und Virus-Tests, so die Menschenrechtsorganisation. Staaten, die Hilfsgüter erhielten, könnten sich China stärker verpflichtet fühlen und dann beispielsweise dessen Anliegen bei den Vereinten Nationen möglicherweise unterstützen, sagte Delius der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „China baut durch Hilfsgüter systematisch seinen politischen Einfluss aus.“

Corona-News: Neue Fälle in China - Brasiliens Bolsonaro hält alles für „kleine Grippe“

Update vom 23. März, 9.18 Uhr: China kämpft weiterhin mit „importierten“ Coronavirus-Fällen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden bei Menschen, die in das Land eingereist sind, 39 weitere Infektionen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit bislang 353 Infektionen durch sogenannte Coronavirus-Importe. Allerdings gab es nach den offiziellen Angaben erneut keine Infektion innerhalb des Landes mehr. 

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere neun Menschen. Auf dem chinesischen Festland sind damit nach Angaben der Gesundheitskommission 3270 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. China als Ausgangspunkt ist mit mehr als 81.000 Infizierten weiter das am stärksten betroffene Land.

17.18 Uhr: Angesichts steigende Corona-Fallzahlen in Brasilien und anderen Ländern der Region werden auch in Lateinamerika immer mehr Ausgangssperren verhängt. Die Zahl der offiziell mit dem Coronavirus Infizierten in Brasilien, dem größten und bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Land, stieg am Wochenende auf mehr als 1000, 19 Menschen starben bislang. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte aufgrund fehlender Tests allerdings weit höher liegen - Experten zufolge könnte sie in Brasilien auf bis zu 9000 steigen.

Video: Feuerwehr in Brasilien warnt Menschen am Strand

Während der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Pandemie erneut als „gripezinha“, kleine Grippe, verharmloste, setzten einzelne Bundesstaaten restriktive Maßnahmen um. So verhängte der Gouverneur des BundesstaatesSão Paulo, der mehr als 40 Millionen Einwohner hat, am Samstag als erster eine weitgehende Ausgangssperre, die von Dienstag an für 15 Tage gelten soll. Bolsonaro bezeichnete das als „Hysterie“. Andere Bundesstaaten wie Rio de Janeiro haben die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung ebenfalls eingeschränkt. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Datafolha ergab, dass die Brasilianer Angst vor dem Virus haben und drei von vier Einwohnern eine vorübergehende Ausgangssperre befürworten.

Die Präsidenten anderer lateinamerikanischer Länder wie Argentinien, Kolumbien oder Bolivien verhängten bereits weitgehende Ausgangssperren von bis zu drei Wochen.

Corona: Zahl der infizierten „China-Importe“ steigt - stark betroffener Iran mit Bitte an Bevölkerung

Update vom 22. März, 13.44 Uhr: Der Iran hat am Sonntag 129 weitere Todesopfer durch das neuartige Coronavirus vermeldet. Die Zahl der Toten in dem Land stieg damit auf 1685, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran mitteilte. Die Zahl der bestätigten Infektionen sei innerhalb von 24 Stunden um 1028 auf 21.638 gestiegen.

Der Iran gehört neben Italien und China zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern weltweit. Die ersten Infektionsfälle hatte die Islamische Republik am 19. Februar bekannt gegeben. Zur Eindämmung des Virus forderte die Regierung die Bevölkerung auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte einzuschränken. Eine Ausgangssperre verhängte sie jedoch nicht.

In Österreich wurde auf der Suche nach einem wirksamen Medikament gegen das Coronavirus offenbar ein Präparat mit Erfolg getestet.

Coronavirus: Zahl der infizierten „China-Importe“ steigt - Ausgangssperre für eine Milliarde Inder

Update vom 22. März, 08.19 Uhr: Südkorea erlebt weiter einen starken Wechsel von an- und absteigenden Zahlen bei den erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Am Samstag seien 98 Fälle hinzugekommen, meldeten die Gesundheitsbehörden am Sonntag. Am Freitag waren 147 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden. Die Gesamtzahl stieg auf knapp 8900. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, wurde mit 104 angegeben.

Update vom 22. März, 08.15 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in China haben einen erneuten Anstieg sogenannter Coronavirus-Importe registriert. Nach 41 neuen Fällen am Samstag gab es am Sonntag 46 neue Fälle, bei denen es sich ausschließlich um Reisende handelt, die jüngst aus dem Ausland zurückgekehrt sind. In diesem Zusammenhang standen sechs Todesfälle, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. Dazu kam nach offizieller Darstellung noch eine neue Infektion mit dem Coronavirus, die im Inland übertragen wurde.

In der gesamten Volksrepublik sind damit nach Angaben der Behörden 3261 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Coronavirus weltweit: Ausgangssperre für eine Milliarde Menschen in Indien

Update vom 22. März, 08.14 Uhr: Über eine  Milliarde  Menschen haben in  Indien den Sonntag bei einer landesweiten  Ausgangssperre zu Hause verbracht. Premierminister Narendra Modi hatte angesichts der Corona-Krise für das Land eine auf 14 Stunden begrenzte Ausgangssperre von 0700 bis 2100 Uhr (Ortszeit) ausgerufen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zugleich sollte die Zeit genutzt werden, Indiens Kapazitäten im Kampf gegen die Pandemie besser einzuschätzen.

In Indien sind aktuell 315 Menschen an dem Virus erkrankt, vier Personen sind bisher daran gestorben. Vor einem Treffen von Kanzlerin Merkel (CDU) und den Länderchefs zu möglichen bundesweiten Ausgangssperren in Deutschland gibt eine Forscher-Gruppe eine klare Empfehlung ab.

Weltweite Corona-Angst: Vietnam schließt Grenzen fast vollständig

Update vom 21. März, 19.17 Uhr: Vietnam hat zur Bekämpfung des Coronavirus seine Grenzen fast vollständig geschlossen. Die Maßnahme betreffe Ausländer sowie Vietnamesen und deren Angehörige, die im Ausland lebten, teilte die Regierung in Hanoi am Samstag mit.

Ausländer, die als Experten ihres Fachs gelten, Geschäftsreisende oder benötigte Fachkräfte könnten ein Einreisevisum erhalten, wenn die Behörden ihren Aufenthalt in Vietnam für dringend erforderlich erachteten.

Schon am Freitag waren alle internationalen Flugverbindungen unterbrochen worden. Bis Samstag wurden in dem südostasiatischen Land 94 Coronavirus-Fälle gezählt. Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 seien bisher nicht registriert worden.

Coronavirus in Israel: Erste Person stirbt an Covid-19

Update vom 21. März, 18.40 Uhr: In Israel wurde der erste Mensch gemeldet, der an Folgen der Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das berichtet die israelische Zeitung Haaretz. Der 88-jährige Arie Even litt laut dem Bericht an Vorerkrankungen.

Zehntausende Pilger versammeln sich trotz Corona-Ausgangssperre in Bagdad

Update vom 21. März, 17.06 Uhr: Trotz einer wegen der Corona-Krise verhängten Ausgangssperre haben sich zehntausende irakische Pilger

in Bagdad versammelt. Zu Fuß strömten die schiitischen Pilger am Samstag zum Imam-Kadhim Schrein, um dem Geistlichen zu gedenken. Zuvor hatte trotz der Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung der einflussreiche Schiitenführer Führer Moktada al-Sadr seine Anhänger zur Teilnahme an dem Gedenken aufgerufen.

Die Pilger wurden in den Hof um den Schrein gelassen, das innere Heiligtum blieb jedoch geschlossen. Der Jahrestag zieht in der Regel Millionen Gläubiges aus der ganzen Welt an, die das Mausoleum besuchen und die Überreste von al-Kadhim küssen.

"Es gibt viel weniger Pilger als in den vergangenen Jahren", sagte ein Angestellter des Heiligtums der Nachrichtenagentur AFP. Zum ersten Mal seien keine Ausländer gekommen. Normalerweise kommen viele Pilger aus dem Iran, eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder weltweit.

Ägypten schließt Moscheen und Kirchen wegen Corona-Pandemie

Update vom 21. März, 15.37 Uhr: In Ägypten haben die religiösen Autoritäten die Schließung der Moscheen und Kirchen angeordnet. Die Moscheen sollen als Vorsichtsmaßnahme für zwei Wochen gesperrt bleiben, hieß es am Samstag in einer Mitteilung des zuständigen ägyptischen Ministeriums. Zuvor hatte es in den Sozialen Netzwerken Kritik am Verhalten der Regierung gegeben, die Moscheen und Kirchen geöffnet zu lassen. Auch die koptisch-orthodoxe Kirche teilte mit, Kirchen für zwei Wochen zu schließen und keine öffentlichen Gottesdienste mehr abzuhalten.

Ägypten ist das größte nordafrikanische Land. Hier leben mehr als 100 Millionen Menschen. Nach offiziellen Angaben sollen sich 285 Menschen mit dem Corona-Erreger infiziert haben. Acht Menschen seien bislang gestorben.

Zahlreiche andere arabische Länder der Region haben zum Teil drastische Ausgangssperren verhängt. In Jordanien verhaftete die Polizei am Samstag mehr als 227 Menschen, die gegen die am Morgen begonnene Ausgangssperre verstoßen hätten. Sicherheitskräfte patrouillierten nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Petra im Land, um die Einhaltung der Ausgangssperre zu überwachen.

Die Corona-Pandemie trifft Ungarn aktuell noch vergleichsweise gering. Dennoch legt Regierungschef Viktor Orban nun einen fragwürdigen Gesetzesentwurf vor. Verfolgt er andere Ziele?

Coronavirus im Iran: 149 neue Todesfälle - 1.237 Neu-Infektionen an einem Tag 

Update vom 21. März, 9.08 Uhr: Südkorea erlebt seit Tagen einen Wechsel von an- und absteigenden Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Samstag wieder mehr Fälle in den vergangenen 24 Stunden als im gleichen Zeitraum davor. Am Freitag seien 147 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden, nach 87 zusätzlichen Fällen am Donnerstag. Die Gesamtzahl stieg auf knapp 8800. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um acht auf 102.

Sorge bereitete den Behörden unter anderem eine Zunahme von kleineren Häufungen von Infektionen in Kirchengemeinden und Pflegeheimen sowie von infizierten Personen, die aus dem Ausland eintreffen. Die Zahl der Infektionen, die zuletzt bei ankommenden Personen erfasst wurden, stieg den Angaben zufolge um sechs auf 23.

Update vom 20. März 2020, 15.00 Uhr: In der chinesischen Metropole Wuhan, dem Ursprungsort des Coronavirus*, wurde kürzlich ein besonders tragischer Fall der Infektion öffentlich. Ein Neugeborenes soll nach Informationen der Bild  positiv getestet worden sein und befindet sich nun alleine in Quarantäne. Besonders berührend ist ein Foto, welches Anfang der Woche aufgenommen wurde: Es zeigt den Säugling mit einer Krankenschwester, welche in einen Schutzanzug mit Mundschutz und Schutzbrille gehüllt ist und das Neugeborene auf dem Arm hält.

Über die Überlebenschancen des Kindes ist nichts bekannt. Bisher wächst es zum Schutze der Familie nicht auf der mütterlichen Brust, sondern isoliert in einem Brutkasten auf. 

Coronavirus im Iran: 149 neue Todesfälle - 1.237 Neu-Infektionen an einem Tag 

Update vom 20. März 2020, 13.05 Uhr: Der Iran gilt nach wie vor zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Staaten auf der Welt. Nun vermeldeten die Behörden 149 neue Todesfälle, innerhalb der letzten 24 Stunden sollen zudem 1.237 weitere Personen positiv auf das Virus getestet worden sein. Die Zahl der Infizierten liegt damit nun bei 19.644, die Gesamtzahl der Todesopfer liegt nun bei 1.433.  

Update vom 20. März 2020, 6.35 Uhr: Bereits zum zweiten Mal hintereinander hat die Volksrepublik China erneut keine lokalen Neuinfektionen gemeldet. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilt, sei jedoch erneut die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück nach China kamen, gestiegen. Demnach seien 39 „importierte“ Fälle registriert worden. 

Das sei eine Steigerung der „importierten“ Fälle um weitere fünf, insgesamt wurden nunmehr 228 dieser Infektionen gezählt. Das schürt Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle

China muss jedoch auch weiter Covid-19-Tote beklagen. Am Freitag kamen nach Angaben der Kommission drei Tote hinzu, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 3248 Fälle stieg. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 80.967 Infizierte registriert, von denen sich rund 71.150 wieder erholt haben.

Coronavirus in Südkorea: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist nach der Zunahme in den vergangenen Tagen nun wieder gesunken. Am Donnerstag seien 87 zusätzliche Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Insgesamt wurden bisher 8652 Infektionsfälle im Land bestätigt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf 94.

Coronavirus: Erster Fall in China bereits im November - erschreckende Details enthüllt

Ursprungsartikel vom 19. März 2020: Peking - Das Coronavirus Sars-CoV-2 hält die Welt seit Dezember in Atem. Ende Dezember soll das Coronavirus in China ausgebrochen sein. 

Berichte sollen nun zeigen, dass das Virus wohl schon früher ausgebrochen ist und wie das Regime versuchte die Ausbreitung* zu vertuschen. 

Coronavirus in China: Keine neuen Infektionen gemeldet

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen gemeldet (Stand: 19. März). Nach einem rasanten Anstieg der mit dem Coronavirus infizierten Menschen und der Todesfälle seit Anfang Januar, scheint sich die Lage zu beruhigen. 

Ein Bericht der Bild-Zeitung bezieht sich auf ein unabhängiges chinesisches Wirtschaftsblatt namens „Caixing“, welches erschreckende Details an die Öffentlichkeit gebracht haben soll. 

Indes spitzt sich in Deutschland die Lage durch das Coronavirus zu.

Coronavirus in China: Hat die oberste medizinische Behörde alles vertuscht?

Am 27. Dezember sollen laut „Caixing“ Forscher* mehrere Genomik-Unternehmen das Coronavirus aus Proben von Menschen der Stadt Wuhan sequenziert. 

Hierbei sei eine hohe Ähnlichkeit zwischen dem neuen und dem Sars-Virus identifiziert worden, welcher schon zwischen 2002 und 2003 eine Pandemie ausgelöst hatte. Während der aktuellen Pandemie durch den Sars-CoV-2 starben in China jedoch weitaus mehr Menschen an den Folgen des Virus. 

Diese Ergebnisse sollen, wie Bild.de berichtet,  laut „Caixing“ an dasCDC - das Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention - weitergeleitet worden sein. Chinas oberste medizinische Behörde soll daraufhin einen Befehl zur Vertuschung ausgesprochen haben. 

Des Weiteren soll ebenfalls nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben worden sein, dass sich Teile des medizinischen Personals bei Patienten in Wuhan angesteckt hatten. 

Erst im Zuge des ersten bestätigten Todesfalls in Folge des Coronavirus am 20. Januar klärte Chinas Präsident öffentlich über den Ausbruch des Virus auf. Drei Tage später wurde Wuhan dann von der Außenwelt abgeriegelt, um eine Verbreitung zu verhindern - erfolglos.

Coronavirus in China: Erster Coronavirus-Fall bereits im November?

Weiterhin bleiben Ungereimtheiten offen. So sorgte schon vor einigen Tagen ein Bericht der South China Morning Post für Aufsehen (wir berichteten). Dem Bericht zufolge, soll es den ersten bestätigten Covid-19-Fall in China bereits am 17. November gegeben haben. Diese Informationen sollen aufUnterlagen der chinesischen Regierung zurückgehen, die der South China Morning Post vorliegen. 

Bei dem Coronavirus-Fall im November soll es sich um einen 55-Jährigen der schwer betroffenen Provinz Hubei handeln. Von diesem Tag an sollen ein bis fünf weitere Fälle täglich berichtet worden sein.

Bis zum 15. Dezember soll die Gesamtzahl der Infizierten dann bereits bei 27 gelegen haben. Am 17. Dezember stieg die Zahl der bekannten Fälle dann zum ersten Mal im zweistelligen Bereich an. Keiner der neun ersten Fälle des Coronavirus konnte laut der South China Morning Post als „Patient Null“ identifiziert werden.

Viele Menschen fragen sich unterdessen weiterhin, was genau die Symptome des Coronavirus* sind. In unserem Bericht erfahren Sie mehr.

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Rubriklistenbild: © A FP / NOEL CELIS

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