Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Neue Simulationsmodell-Studie

Corona-Booster: Kollektive psychische und soziale Ermüdung

Coronavirus - Good bye, Lockdown
+
„Good bye, Lockdown“: Vor allem junge Menschen sind zunehmend weniger bereit, soziale Beschränkungen aufrechtzuerhalten.

Wie geht es mit der Corona-Pandemie weiter? Ein Forscher des Helmholtz-Zentrums hat ein Simulationsmodell entwickelt, das den Faktor Mensch in die Berechnungen miteinbezieht.

Geesthacht – Corona hat das Leben und das Handeln der Menschen verändert. Dieses geänderte Verhalten wiederum lenkt den Pandemieverlauf. Entscheidende psychologische, soziale und politische Faktoren konnten bislang nicht durch Modelle beschrieben werden, was überzeugende Prognosen des Coronapandemie-Verlaufes schwierig machte. Jetzt hat ein Ökosystem-Forscher vom Helmholtz-Zentrum in Geesthacht eine Studie im Fachjournal Scientific Reports veröffentlicht. 

Studienleiter Prof. Kai Wirtz hat dafür zahllose Datensätze aus 20 Ländern, unter anderem Italien, Schweden, dem Iran, elf Bundesstaaten in den USA und Deutschland ausgewertet und daraus das erste Corona-Simulationsmodell, das soziale und psychologische Größen interaktiv und dynamisch einrechnet*, entwickelt. Er macht damit Prognosen über den Pandemieverlauf, die bisher auf maximal drei Wochen beschränkt waren, bis zu einem Jahr möglich. Berechnungen über den Verlauf der Pandemie in den einzelnen Ländern*, zur weltweit effizienten Impfstoffverteilung*, aber potenziell sogar zur Entwicklung der Pandemie unter dem Einfluss von Mutationen, sind über die Berechnungsalgorithmen möglich.

Die Simulationsergebnisse zeigten aber auch, dass noch ein weiterer Mechanismus die Dynamik der Pandemie – bereits ab dem Frühjahr 2020 – bestimmte: das Bröseln des gesellschaftlichen Zusammenhalts, in der Wissenschaft „soziale Kohäsion“ genannt. Die Folge: eine vor allem bei jungen Menschen sinkende Bereitwilligkeit, soziale Einschränkungen aufrechtzuerhalten. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Kommentare