Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Weitreichende Corona-Öffnungen

Corona in Bayern: Teststation in München geschlossen - Rentner bekam Negativ-Bescheid, ohne Test

  • Klaus-Maria Mehr
    VonKlaus-Maria Mehr
    schließen

Bayern lockert die Corona-Regeln in zahlreichen Bereichen deutlich. Nach einem skurrilen Vorfall untersucht die Polizei Teststationen in München.

  • Das bayerische Kabinett hat die bisher weitreichendsten Corona*-Öffnungen beschlossen.
  • Sämtliche Öffnungen gelten ab Montag, 7. Juni, und sind an zwei Inzidenz-Werte gekoppelt: 50 und 100. Alle News aus Bayern gesammelt auf einen Blick finden Sie auf unserer brandneuen Bayern-Home.*
  • +++Dieser Ticker ist beendet. Einen neuen Ticker zum Corona-Geschehen im Freistaat finden sie hier.+++

Update vom 5. Juni, 16.45 Uhr: Weiterhin prüfen die bayerischen Ermittlungsbehörden Hinweise auf möglichen Betrug in Zusammenhang mit Corona-Teststationen. In München wurden jetzt vier Teststationen geschlossen. Grund seien „Zweifel an der Zuverlässigkeit der Testergebnisse“ in einer der vier Stationen, so das bayerische Gesundheitsministerium gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Auslöser für die Ermittlungen sei ein Rentner gewesen. Er meldete sich an der Station Seehaus im Englischen Garten zum Corona-Test an. Obwohl er nicht erschien, seinen Termin also nicht wahrnahm, bekam er anschließend ein negatives Testergebnis zugeschickt. Ob solche Vorfälle in den betroffenen vier Stationen vermehrt auftraten, wird jetzt geprüft.

In München wurden vier Teststationen geschlossen. Es wird an ihrer Zuverlässigkeit gezweifelt.

Der Betreiber der Teststationen bestätigte der SZ die Schließung und deutete eine mögliche Verwechslung an.

Markus Söder öffnet Corona-Bayern radikal - doch ein Bereich bleibt erneut auf der Strecke

Update vom 4. Juni, 20.12 Uhr: Nach der Kabinettssitzung hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Freitag weitreichende Lockerungen für den Freistaat bekannt gegeben. Unter anderem betrifft dies auch die Öffnung der Innengastronomie, Veranstaltungen und die Kontaktregelungen. Der Schritt trifft auf positive Resonanz.

Unter anderem begrüßt der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA die neuen Maßnahmen. „Das war ein extrem wichtiger Schritt für das Gastgewerbe“, wird DEHOGA-Präsidentin Angela Inselkammer in einer Pressemitteilung zitiert. Die Lokale erhielten nun endlich die nötige Planungssicherheit, die Sommersaison auch wetterunabhängig einzuläuten. Inselkammer sagte außerdem: „Wir haben bewiesen, dass wir wirksame Schutz- und Hygienekonzepte erfolgreich umsetzen. Das Gastgewerbe war nachweislich nie ein Pandemietreiber. Gastgewerbliche Betriebe waren und sind Teil der Lösung und nicht des Problems.“

Auch von den Industrie- und Handelskammern in Bayern kommt positives Feedback zu den Öffnungsschritten. Die Öffnungen bringen „lang ersehnte Schritte in Richtung Normalität“, erklärt BIHK-Präsident Eberhard Sasse in einer Pressemitteilung. Besonders in den Wegfall der Testpflicht und vorheriger Terminvereinbarungen setzt er große Hoffnungen für Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und Fitnessstudios. Sasse kritisiert allerdings, dass es für Clubs, Bars und Discos noch immer keine Perspektive gebe. In diesen Betrieben herrsche „seit über einem Jahr die pure Angst um die wirtschaftliche Existenz“, weshalb man einen Plan vorlegen müsse, wann diese Bereiche mit guten Konzepten wieder öffnen dürften.

14.43 Uhr: Und hier wie versprochen nochmal der Gesamt-Überblick über alle gültigen Corona-Regeln und neuen alten Freiheiten in Bayern ab Montag.*

13.25 Uhr: Und damit endet die Pressekonferenz. Wir fassen nochmal das wichtigste zusammen. Alle Lockerungen ab Montag im Überblick lesen Sie in Kürze in einem eigenen Text hier. Für den direkten Überblick: Unter dem Update von 12.41 Uhr sind die wichtigsten Lockerungsschritte zusammengefasst.

13.22 Uhr: Eine weitere Frage zur Fußball-EM - wer ist eigentlich zuständig für Sicherheit und Infektionsschutz? Muss das München jetzt ganz allein lösen? Oder macht es das Innenministerium? Sowohl als auch, sagt Holetschek. Man werde gemeinsam ein Konzept entwerfen.

13.13 Uhr: Sebastian Horsch vom Münchner Merkur* möchte wissen, ob die Maskenpflicht für private Veranstaltungen wie Hochzeiten perspektivisch fallen kann, beispielsweise, wenn man für September eine Hochzeit planen würde. „Das ist nicht eine Frage von Mut“, sagt Söder, „sondern eine Frage von Verstand.“ Er nennt als Beispiel den Ausbruch in einem Altersheim in Neumarkt. „Das ist eine Frage von Leben und tot, wer dort geimpft ist und wer nicht.“ Weitere Normalisierungsschritte hängen laut Söder von der Impfquote ab. Und davon, ob wir wirklich von einer neuen Mutante verschont bleiben.

Das Relive der Pressekonferenz im Video

13.11 Uhr: Hören wir noch ein bisschen in die Fragen hinein. Spannende Frage nach der Sperrstunde. Die ist um 24 Uhr, gilt aber nur für die Gastro, nicht für den privaten Bereich.

13.07 Uhr: „Man möchte auch feiern“, versteht Piazolo gerade die jüngeren Bayern und Schülerinnen und Schüler. Das sei angekommen in der Regierung.

Schulen in Bayern: Präsenzunterricht für die meisten Schulen

12.58 Uhr: Jetzt geht‘s um die Schulen mit Michael Piazolo (Freie Wähler). „Endlich werden die meisten bayerischen Schulen ab Montag wieder Präsenzunterricht haben“, sagt Piazolo. „Damit sie entsprechend lernen können und die Gemeinschaft erfahren.“ Insofern gilt ab dem nächsten Montag bei einer Inzidenz unter 50 voller Präsenzunterricht, bei einer Inzidenz über 50 entweder Wechselunterricht oder voller Präsenzunterricht, falls der Mindestabstand gewährleistet werden kann. Piazolos Ministerium hat ein Zertifikat zum Ausdrucken entworfen, mit welchem die Lehrkräfte die Corona-Tests der Schüler auch außerhalb der Bildungsanstalt für gültig erklären können.

12.55 Uhr: Im Bereich Hotellerie muss nur noch bei Ankunft der Test gemacht werden, nicht mehr alle zwei Tage. Auch dürfen wieder zwei Haushalte ein Zimmer buchen in Bayern. „Die Freizeitparks sind sehr, sehr wichtig als Tourismusland Nummer eins in Deutschland“, sagt Aiwanger. Umso mehr freut er sich, dass auch diese wieder öffnen dürfen ohne Maskenpflicht im Außenbereich..

12.51 Uhr: Söder hat fertig. Jetzt spricht Hubert Aiwanger. „Lebenslust statt Lebensfrust“, sei sein heutiges Motto. Aiwanger betont die Quasi-Erlaubnis für alle privaten Treffen bei einer Inzidenz unter 50 mit zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten. Auch die Innengastronomie spricht er nochmal an. Sowie das Vereinsleben. Bis zu 50 Vereinsmitglieder können sich wieder treffen. Und natürlich den Handel, der unter 100er-Inzidenz öffnen darf, freilich unter der Quadratmeter-Einschränkung.

12.46 Uhr: Jetzt kommt Söder zu den EM-Spielen: Ca. 14.000 Zuschauer werden in der Allianz Arena zugelassen für die EM-Spiele. Mit entsprechenden Hygienekonzepten und Maskenpflicht.

12.41 Uhr: 50 Prozent der Bayern haben bereits eine Erstimpfung in Bayern. Jeder Zweite also. Zusätzlich sinken die Inzidenzen. Deshalb sei es an der Zeit für mehr Normalität, sagt Söder.

Bayern vor neuen Corona-Regeln: Was gilt ab Montag?

Die Bundesnotbremse geht weiter bis 30. Juni. Dann werde sie auslaufen, sagt Söder voraus. Also über 100 regelt alles der Bund, unter 100 regelt Bayern. Der K-Fall wird ab Montag abgesagt. Die Inzidenzwerte 50 und 100 sind die Grenzen. Über 50 gilt die Testpflicht, über 100 gilt die Bundesnotbremse.

Kontaktbeschränkungen: Zwischen 50 und 100: Zehn Personen mit maximal drei Haushalten. Unter 50: Auch zehn Personen Maximum, aber aus beliebig vielen Haushalten.

Zu Geburtstagen, Hochzeiten etc.: Über 50: 50 Personen außen, 25 im Innenbereich, beides mit Test. Unter 50: 100 außen und 50 innen - das ganze ohne Test.

Kita und Schule, Hochschule: „Da sind wir vorsichtiger“, sagt Söder, „weil wir eine Pflicht haben“. Es gilt bei einer Inzidenz unter 50 voller Präsenzunterricht, bei einer Inzidenz über 50 entweder Wechselunterricht oder voller Präsenzunterricht, falls der Mindestabstand gewährleistet werden kann. Allerdings gilt weiter die Maske, außer beim Schulsport. Die Tests, die an der Schule gemacht werden, sind auch für weitere Überprüfungen gültig, es braucht keinen extra Test beispielsweise fürs Essen gehen später. Über 100er-Inzidenz gibt‘s wieder Distanz- oder Wechselunterricht.

Hochschule: Präsenzveranstaltungen werden wieder zugelassen. Mit Masken- und Testpflicht.

Handel: Quadratmeter-Begrenzung und Maske bleiben. Aber unter 100 fällt Click und Meet weg.

Gastro: Auch Innengastronomie wird bei einer Inzidenz unter 100 geöffnet. Ausgenommen sind allerdings Clubs oder Discos. Die bleiben zu. Ähnliches gilt für Saunen oder Solarien, auch diese sind wieder geöffnet. Immer bei einer Inzidenz über 50 mit Testpflicht und unter 50 ohne Testpflicht.

Kulturveranstaltungen sind draußen wieder möglich mit bis zu 500 Zuschauern. In Gottesdiensten wird das Singen wieder zugelassen. Im Sport wie bei der Kultur bis zu 500 Zuschauer draußen. Bei aktivem Sport wie Fußball ist keine Begrenzung mehr an Mitspielern gegeben.

12.31 Uhr: Zuerst spricht Markus Söder. Er startet mit den guten Nachrichten der sinkenden Inzidenz. „Es hellt sich - wie beim Wetter - nach einem langen Corona-Winter langsam auf.“ Deswegen gibt‘s jetzt ein Öffnungskonzept, das ab Montag gilt. Mehr Normalität und viele Erleichterungen teasert Söder gerade an.

12.30 Uhr: Noch warten wir auf den Auftritt der bayerischen Koalitionsspitze. Sprechen werden Markus Söder, Hubert Aiwanger und Florian Herrmann und Michael Piazolo.

12.12 Uhr: Wenige Minuten vor Beginn der PK mit Markus Söder berichtet die Bild, dass wohl 20 Prozent der Zuschauerkapazität erlaubt werden soll für die Fußball-EM-Spiele in München. Das entspräche einer Auslastung von etwa 15.000 Zuschauern in der Allianz Arena.

Update, 11.24 Uhr: Mit Spannung wird die Pressekonferenz von Markus Söder erwartet. Die bayerischen Inzidenz-Zahlen jedenfalls würden Spielraum für weitere Öffnungen geben. Das Robert Koch-Institut für Bayern meldet eine Sieben-Tage-Inzidenz von 29,0 am Freitag, leicht unterhalb des Bundesdurchschnitts. Kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt in Bayern weisen eine Inzidenz von mehr als 100 auf. Nur noch neun der 96 Landkreise und kreisfreien Städte liegen über 50.

München, 4. Juni, 07.33 Uhr - Es war still geworden um den einst so omnipräsenten bayerischen Ministerpräsidenten. Wenn überhaupt, fiel der CSU-Chef durch Urlaubsfotos auf Instagram und deren Weiterverarbeitung durch Komiker Fabian Köster auf.* Auch seine Tochter machte via Instagram Schlagzeilen - wegen ihrer Europareise.* Nun aber tritt Markus Söder wieder vor die Kameras.

Vorher trifft sich das Kabinett zur Sitzung. Eine Pressekonferenz ist heute für 12.30 Uhr angesetzt. Den Termin in Video und Ticker verfolgen Sie hier. Einige Details sind bereits durchgesickert. Und die versprechen Großes. Denn am Sonntag, 6. Juni, läuft die bis dato gültige Corona-Verordnung im Freistaat ab. Sie muss verlängert oder neu geschrieben werden. Die Zeichen deuten auf Letzteres hin - verbunden mit weitreichenden Lockerungen.

Corona-Lockerungen in Bayern: Söder plant wohl Öffnung von Innengastronomie

Wie Merkur.de* am Donnerstag erfahren hat, plant die bayerische Staatsregierung die Öffnung der Innengastronomie* - und das schon ab Montag, 7. Juni. In anderen Ländern, wie Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen ist die schon offen. Die Zeit wäre also reif. Zusätzlich sind wohl weitere Öffnungsschritte für so ziemlich alle gesellschaftliche Bereiche geplant. Von Schulen bis - Sportveranstaltungen.

Fußball-EM in Allianz Arena: Öffnung für 15.000 Fans könnte heute kommen

Und gerade dieser letzte Punkt bekommt wenige Tage vor Beginn der Fußball-EM* einen größeren Charakter: Es geht um nichts Geringeres als den EM-Austragungsort Allianz Arena in München. Dieser war ja lange umstritten. Die UEFA überlegte schon, München ganz zu streichen, weil die Staatsregierung lange keine Zuschauer zulassen wollte. Kurz vor der Entscheidung stellte man doch rund 15.000 Zuschauer (etwa ein Fünftel der gesamten Kapazität) in Aussicht, wollte das aber seitens der Staatsregierung nicht als feste Zusage verstehen, sondern abhängig von den Corona-Zahlen machen. Die sinken nun bekanntlich kontinuierlich. Also steht wohl zumindest den 15.000 Zuschauern nichts im Weg.

Fußball-EM-Spiele in München vor Zuschauern: Polizei dagegen

Sehr dagegen ist die bayerische Polizei, zumindest deren Gewerkschaft. Es sei jetzt schon kaum möglich, die Corona-müden Feiernden auf den Straßen und Plätzen in Bayerns Städten unter Kontrolle zu halten. Siehe jüngstes Beispiel aus München von Mittwochabend*. Da sei es ein absolut falsches Signal, jetzt auch noch tausende EM-Fans nach München reinzulassen, sagen die Polizei-Vertreter.

Corona-Lockerungen in Bayern: Druck auf Söder wuchs die Tage massiv an

Die weitreichenden Corona-Öffnungen für Bayern sind übrigens wohl kaum eine reine Söder-Idee, die ihm während seines Bayern-Urlaubs eingefallen ist. Vielmehr wird er dem massiven Druck, den er von allen Seiten im Freistaat spürt, nachgeben müssen. Münchens OB Dieter Reiter hat bereits in einem offenen Brief eine lange Liste mit Öffnungswünschen in die Staatskanzlei geschickt. Sehr zum Ärger von Söder. Und sein Vize Hubert Aiwanger springt auf Nachfrage von Merkur.de* nicht etwa Söder bei, sondern dem Münchner OB.* Zeit also offenbar für die Flucht nach vorne. Um 12.30 Uhr wissen wir mehr. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

Kommentare