Mordkommission ermittelt

Kinderleiche bei Berlin ist identifiziert - Blutspuren bei seinem Kumpel weiter mysteriös

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Nach dem Fund einer männlichen Leiche am nordöstlichen Berliner Stadtrand hat eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Rechts: Der vermisste Max R.. 
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Seit Tagen wurde ein 13-jähriger Junge in Berlin vermisst, dann wurde eine Leiche auf einem verlassenen Grundstück gefunden. Nun gibt es in diesem Fall eine traurige Gewissheit.

Berlin: Der vermisste Junge Max ist tot

Update 6. August, 12.27 Uhr: Polizei bestätigt, dass es sich bei der Leiche um den vermissten 13- Jährigen aus Marzahn handelt. Weiter teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit, dass die Mordkommission Brandenburg gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder weitere Ermittlungen übernommen habe. Am Donnerstag (2.8.2018) hatte die Polizei eine Leiche im Landkreis Barnim (Brandenburg) gefunden.

Zur Todesursache sowie Todesumständen schweigt die Polizei bislang. Die Ergebnisse einer chemisch-toxikologischen Untersuchungen, bei denen unter anderem nach Rückständen von Drogen oder Medikamenten, stehen noch aus.  

Die Polizei Berlin hatte bei der Suche nach dem 13-Jährigen die Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten. Der 13-Jährige aus Berlin Marzahn hatte am 31. Juli gegen 19 Uhr die Wohnung einer Freundin verlassen. Seitdem fehlte von dem Jungen jede Spur. Eigentlich wollte sich der Junge mit Freunden treffen.

Kinderleiche in Berlin ist vermutlich der verschwundene Max

Update 5. August, 21.25 Uhr: Nach einem Bericht der Bild soll es sich bei der am Donnerstag gefundenen Leiche an einem ehemaligen Klärwerk in Eiche um den seit Dienstag vermissten Max aus Marzahn handeln. 

Mit einem emotionalen Facebook-Post trauere die Familie von Max, schreibt die Bild. Offiziell hat die Polizei dies am Sonnabend noch nicht bestätigt. Nach wie vor seien viele Fragen ungeklärt, so der Bericht weiter. So sei auch unklar, welche Rolle der Freund spiele, der in den „Gärten der Welt“ aufgewacht sei, an Hose und Schuhen Blut hatte und einen „Blackout“ erlitten haben will. 

Gesichert scheint indes, dass Max nicht gewaltsam zu Tode kam.

Berliner Polizei wartet weitere Untersuchungsergebnisse ab

Update 12.58 Uhr: Die Auswertungen der chemisch-toxikologischen Untersuchen stehen noch immer aus. Durch sie soll geklärt werden, ob im Blut des Jungen nachweislich Medikamente oder Drogen zum Tod geführt haben könnten. 

Obduktion der Leiche aus Berlin bringt überraschendes Ergebnis 

Update 10.15 Uhr: Wie n-tv berichtet, liegen nun erste Ermittlungsergebnisse vor. Demnach weise die Kinderleiche keine Gewaltspuren auf. Die Jungenleiche werde weiter obduziert, es werden weitere Laborergebnisse erwartet. Ermittler gingen bei Auffinden der Leiche zunächst von einem Gewaltverbrechen aus, wie die dpa berichtet. 

Leiche eines Kindes bei Berlin gefunden - ist es der vermisste Junge?

Berlin/Ahrensfeld - Seit Dienstagabend fehlt von einem 13-jährigem Jungen aus Berlin jede Spur, seitdem sucht die Polizei intensiv nach Max Radloff aus Berlin Marzahn-Hellersdorf. Der Jugendliche verließ noch am Dienstag gegen 19 Uhr die Wohnung einer Freundin, wollte sich anschließend eigentlich mit Freunden in Marzahn-Nord treffen. Seitdem verliert sich seine Spur.

Am Donnerstagmittag wurde nun ganz in der Nähe, unweit der Stadtgrenze zu Berlin-Marzahn, eine Kinder-Leiche gefunden. Wie Ingo Heese, Sprecher der Brandenburger Polizeidirektion Ost „Der Tagesspiegel“ bestätigte, wurde der Leichnam auf einem Feld in der Nähe eines Weges gefunden, direkt an einer ehemaligen Abwasseranlage. Da die Identität der Leiche nicht eindeutig geklärt ist, hatte die Staatsanwaltschaft noch für den Abend eine Obduktion angeordnet. Auch, um die Todesursache zu klären.

Wie die „Welt“ berichtet, soll es sich bei der Leiche um eine jüngere Person handeln. 

Trotz Fund einer Leiche geht Vermisstensuche weiter

Ergebnisse könnten laut Heese bereits am Freitag vorliegen, eine Mordkommission der Polizeidirektion Ost übernahm noch am Donnerstag die Ermittlungen. Auffällig ist jedoch: alle bisherigen bekannten Fakten könnten auf den vermissten Max zutreffen, auch die Nähe des Fundorts zum Wohnort des Jungen, lassen auf eine Verbindung schließen.

In einer Pressemitteilung der Brandenburger Polizei heißt es: „Ein Zusammenhang mit einem in Berlin vermissten Jugendlichen kann nicht ausgeschlossen werden“. Die Polizei würde in alle Richtungen ermitteln, weder Unfall noch Gewaltverbrechen könnten sicher ausgeschlossen werden.

Auf der Homepage der Berliner Polizei wird noch immer nach dem 13-jährigen Max gesucht, Zeugen die Hinweise geben können, sollten sich schnellstmöglich bei der Kriminalpolizei melden. 

Freund des vermissten Jungen macht unheimliche Aussage

Besonders seltsam an dem Fall ist die Aussage eines Freundes von Max, mit dem sich dieser treffen wollte. Laut bild.de gab der an, dass er am Dienstagabend in den Gärten der Welt aufgewacht sei und keine Ahnung gehabt habe, wie er dort hingekommen sei. Unheimlich: Er hatte Blut an den Schuhen und seiner Hose. Woher das Blut stammt - darauf hat der Kumpel des Vermissten keine Antwort.

Im bayerischen Schrobenhausen verunglückte ein 14-Jähriger beim überqueren der Gleise, wie tz.de berichtet.*

Die Geschichte ist bemerkenswert: Maria H. wurde fünf Jahre lang vermisst. Nun ist sie nach all der Zeit wieder aufgetaucht. 

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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