Zwischen unserem See und einem Wäldchen in der Nähe gibt es eine Stelle, an der der Boden sandig ist.

Zwischen unserem See und einem Wäldchen in der Nähe gibt es eine Stelle, an der der Boden sandig ist.

Als wir Enten neulich dort vorbeiwatschelten, blieb meine Freundin Klara stehen. „Ich watschle da nicht durch“, quakte sie. „Wisst ihr denn nicht, dass dort im Sand ein Wolf seine Höhle hat?“ Es war Waldkauz Ulrich, der ihr von dem gefräßigen Tier gekrächzt hatte – und der armen Klara damit einen gehörigen Schrecken eingejagt hat. „Ich glaube, Ulrich hat dich mal wieder auf den Flügel genommen“, quakte Ente Agnes und lachte. „Er hat bestimmt den Bienenwolf gemeint. Das ist eine Grabwespe.“ Die Wespendamen jagen Bienen. Haben sie eine aufgespürt, lähmen sie diese mit ihrem Stachel. Dann schleppen sie ihr Opfer in eine Bruthöhle. „Die Wespen graben dazu einen langen Gang in den Sand.“ Dorthinein legen sie die Biene und direkt darauf ein Ei. Dann verschließt die Mama die Bruthöhle und fliegt davon. Aus dem Ei wird bald eine Insektenlarve, die sich acht bis zehn Tage lang an der gelähmten Biene sattfrisst – ihrem Vorrat. Und obwohl es warm und feucht im Nest ist, verschimmelt das Futter nicht – weil das Ei ein Gas abgibt, das Schimmelpilze abtötet. Das haben kürzlich Forscher aus Regensburg und Mainz herausgefunden. Eure Paula

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