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Lücke zwischen Grafing und Ostermünchen

Bahn stellt Trasse für den nördlichen Teil Brenner-Nordzulauf vor

Brenner-nordzulauf
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Die Deutsche Bahn stellt den geplanten Trassenverlauf zwischen Grafing und Ostermünchen vor.

In zehn Jahren sollen Züge durch den Brenner Basistunnel rollen und die vielbefahrene Autobahn über die Alpen entlasten. Mehr Güter auf die Schiene - das klingt erst einmal gut. Aber der geplante Bau neuer Gleise kommt in Bayern nicht bei allen gut an.

München – Die Planungen für die Schienenverbindung durch Bayern zum künftigen Brenner Basistunnel kommen einen Schritt weiter. Die Deutsche Bahn stellt am Mittwoch (13 Uhr) die bevorzugte Trassenführung für den nördlichen Teil des sogenannten Brenner-Nordzulaufs vor. DB-Gesamtprojektleiter Matthias Neumaier und der Projektabschnittsleiter Dieter Müller wollen die Entscheidung erläutern. Fünf Vorschläge liegen auf dem Tisch. Der Bau neuer Gleise ist umstritten.

Bürgerinitiativen kämpfen seit Jahren gegen den Bau des Brenner-Nordzulaufs von Rosenheim bis zur österreichischen Grenze. Sie fürchten Naturzerstörung und noch mehr Verkehr vor der Haustür - und halten eine Ertüchtigung der bestehenden Gleise für ausreichend. Für diesen Bereich hat die Bahn aber schon eine Neubau-Trasse vorgestellt, über deren Realisierung die Politik entscheiden muss.

Lücke zwischen Grafing und Ostermünchen

Nun geht es um eine zwölf Kilometer lange Lücke nördlich von Rosenheim und südlich von München zwischen Grafing und Ostermünchen. Den fünften Vorschlag für einen möglichen Streckenverlauf hatte die Bahn erst im März nach scharfen Protesten aus der Region aufgenommen. Gegen die anderen vier Varianten hatten Anfang Februar Hunderte Menschen in Grafing demonstriert und vor Eingriffen in die Landschaft gewarnt.

Die fünfte Trasse würde nun entsprechend der Forderung von Anwohnern weitgehend entlang der bestehenden Strecke verlaufen. „Wir glauben nach wie vor, dass unser Vorschlag der beste ist“, sagte der Grafinger Bürgermeister Christian Bauer (CSU). Nach den anderen Vorschlägen würden laut Bauer alte und neue Gleise teils beidseits von Häusern verlaufen - er spricht von einer „Einkesselung von mehreren Ortsteilen zwischen zwei Gleisen“.

Eingriffe in Wohnbebauung und Natur

Projektabschnittsleiter Müller hatte allerdings im Februar argumentiert, genau die Lösung entlang der bestehenden Gleise sei als erstes geprüft worden. Neue Gleise für eine Geschwindigkeit von bis zu 230 Stundenkilometern direkt neben den bestehenden Gleisen kämen aber nicht in Frage; damit wären die Eingriffe in Wohnbebauung und Natur noch größer als bei einer Umfahrung bestimmter Bereiche.

Insgesamt gingen bei der Bahn laut einer Sprecherin 202 Vorschläge für einen möglichen Trassenverlauf ein. Davon favorisierten 27 die bestehende Strecke.

Die neue Bahnstrecke soll die Kapazitäten zum Brenner Basistunnel erhöhen, an dem in Italien und Österreich gebaut wird und der 2032 fertig werden könnte. Mit der Schienenverbindung durch den Tunnel soll die vielbefahrene Brenner-Autobahn entlastet werden.

dpa

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