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Zukunftsrat fordert klimagerechtes Bauen und Sanieren

Die größte Herausforderung für die Bauwirtschaft sieht der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft in der Klimaneutralität. Bau und Betrieb von Gebäuden verursachten etwa 40 Prozent der deutschen Treibhausgase, erklärte der Zukunftsrat am Dienstag in München. Mehr als drei Viertel der Wohngebäude in Bayern seien älter als 30 Jahre. „Wir müssen also nicht nur klimagerecht bauen, sondern vor allem auch klimagerecht sanieren“, sagte Wolfram Hatz, Vorsitzender des Zukunftsrats und Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft.

München - Schlüssel dafür seien Technik und Recycling.

Mehrinvestitionen für klimafreundliche Technologien im Gebäudesektor schätzten Experten auf über 366 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050. Zugleich „wird die Kreislaufwirtschaft am Bau und das Recycling der Baumaterialien immer wichtiger“, sagte Hatz.

Um Geld zu sparen, sollte mehr „mit industriell vorgefertigten Modulen nach dem Baukastenprinzip“ gebaut und saniert werden: „Wir müssen weg vom Maßanzug und zumindest Gebäudeteile mehr von der Stange beziehen“, sagte Hatz. „Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, was Gestaltung und Optik betrifft, ist eine andere Frage.“ Architekten dürften da Einwände haben. Aber eine zunehmende Automatisierung am Bau würde auch Fachkräfte sparen. Nach Berechnungen des Prognos-Instituts würden bis zum Jahr 2030 im deutschen Baugewerbe etwa 210.000 Arbeitskräfte fehlen.

Die alternde Gesellschaft brauche auch „mehr barrierefreie und altersgerechte Wohnungen“. Zugleich habe Corona neue Arbeitsformen wie das Homeoffice und eine Stadtflucht junger Familien beflügelt, die Ansprüche an die Luftqualität in Gebäuden stiegen. „All dies zeigt, dass der Bauwirtschaft die Arbeit so schnell nicht ausgehen wird“, sagte Hatz. Die Kapazitätsauslastung sei fast am Anschlag. „Der Bausektor ist mit 66.000 Betrieben, 317.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 40 Milliarden Euro von zentraler Bedeutung für die bayerische Wirtschaft.“ dpa

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