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Nach tragischem Zugunglück bei Garmisch

Bayerns Innenminister Herrmann: Drei Leichen geborgen – zwölf Menschen wohl noch vermisst

  • M. Cihad Kökten
    VonM. Cihad Kökten
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  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
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Garmisch-Partenkirchen - Es ist der letzte Schultag vor den Pfingstferien, Kinder fahren nach Hause. Da entgleist der Zug in Burgrain - Waggons kippen um und rutschen einen Damm hinunter. Es gibt Tote und viele Verletzte. Unzählige Retter eilen zur Unglücksstelle in der beliebten oberbayerischen Urlaubsregion.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Zug nördlich von Garmisch-Partenkirchen in Burgrain (Loisachauen) entgleist
  • Drei Waggons umgekippt und zum Teil eine Böschung hinabgestürzt
  • Vier Tote - 30 Verletzte, davon 15 Schwerverletzte
  • Wohl zahlreiche Schüler im Zug
  • Zug war von Garmisch in Richtung München unterwegs
  • Zugstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau gesperrt

Update, 21.15 Uhr - Drei Leichen geborgen – zwölf Menschen wohl noch vermisst

Nach dem schweren Zugunglück mit mindestens vier Todesopfern in Garmisch-Partenkirchen galten zunächst noch ein Dutzend Menschen als vermisst. „Wir sind auch insofern ein bisschen besorgt, dass wir immer noch zwölf Vermisstenmeldungen haben, die noch nicht endgültig abgearbeitet werden konnten“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitagabend im BR Fernsehen. Es könne aber sein, dass Vermisste bereits in den Kliniken seien. Einige seien so schwer verletzt, dass die Identität der Patienten noch nicht habe geklärt werden können. Er hoffe, dass die Polizei diese Vermisstenfälle in der Nacht abarbeiten könne.

Es könne jedoch auch immer noch nicht ausgeschlossen werden, dass unter den entgleisten und umgestürzten Waggons weitere Tote liegen, so Herrmann. Der Regionalexpress mit etwa 140 Menschen an Bord war am Freitagmittag auf dem Weg nach München verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, wurden etwa 30 Menschen verletzt, 15 von ihnen kamen in Krankenhäuser. Mindestens vier Menschen starben.

Update, 19.55 Uhr - Nach Zugunglück: LR Garmisch-Partenkirchen zu Verkehrsbehinderungen

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Aufgrund der weiteren Bergungsarbeiten im Nachgang zum schweren Zugunglück im Gemeindegebiet des Marktes Garmisch-Partenkirchen ist es unumgänglich, den Verkehr bis zum Ende der Bergungsmaßnahmen, welche voraussichtlich bis Mitte nächster Woche andauern wird, großräumig umzuleiten. Dies betrifft hauptsächlich die Fahrtrichtung nach Süden. 

  • Der Fernverkehr wird bereits auf der A 95 auf Höhe Sindelsdorf ausgeleitet.
  • Ab dem 4. Juni 2022 wird der Verkehr aus Richtung Westen (Augsburg) von der B 17  kommend über Kurzenried/Steingaden nach Füssen in Richtung Fernpass abgeleitet.  
  • Der Verkehr aus der Richtung Mittenwald/Innsbruck wird vorübergehend bei Krün in Richtung B 11 über Wallgau, Walchensee und Kochel abgeleitet.  
  • Die Zufahrt zu den Passionsspielen in Oberammergau ist aus allen Richtungen möglich.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Verkehrsumleitungen zu beachten.

Pressemeldung Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Update, 18.37 Uhr - Neue Infos zu den Todesopfern

Mittlerweile sind auch neue Details zu den Todesopfer bekannt. Wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erklärte, liegen drei Todesopfer offenbar noch unter einem Waggon. „So lange der Eisenbahnwaggon aber nicht angehoben ist, können wir nicht ausschließen, dass darunter weitere Tote liegen“, ergänzte er hierzu. Das vierte Todesopfer sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

Offiziellen Angaben zufolge sollen etwa 140 Passagiere zum Zeitpunkt der Entgleisung im verunglückten Regionalzug gewesen sein. Rund 500 Retter waren demnach im Anschluss vor Ort im Einsatz. Fast im Minutentakt landete und hob der Rettungshubschrauber wieder ab - die Rede war von mindestens 30 Verletzten, 15 Schwerverletzten.

Noch steht nicht fest, was zur Katastrophe führte oder wie es dazu kommen konnte.

Update, 17.48 Uhr - Bahnchef Lutz „schockiert“ von Zugunglück

Bahnchef Richard Lutz hat sich betroffen vom Zugunglück mit mehreren Toten bei Garmisch-Partenkirchen gezeigt. „Die Eisenbahnerfamilie und ich sind schockiert von dem schrecklichen Zugunglück“, teilte Lutz am Freitag mit. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern, den Verletzten und ihren Familien.“

Update, 17.04 Uhr - Kripo Rosenheim nimmt Arbeit auf

Weiterhin kämpfen Notärzte und Sanitäter in den Kliniken um das Leben vieler Betroffener. Zeitgleich werden die Arbeiten am Unglücksort fortgesetzt. „Jetzt geht es darum, die Leichen zu bergen und die eigentliche Unglücksursache am Gleis oder Zug oder was auch immer zu finden. Daneben arbeitet die Kriminalinspektion Rosenheim an der Identifikation der Personen“, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dem BR.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich beim BR: „Wir trauern mit den Angehörigen. Wir beten und hoffen, dass alle, die verletzt sind, bald wieder gesund werden.“ Sein Dank galt den vielen Helfern und Rettungskräften vor Ort. Tief betroffen fügte er noch hinzu: „Man kann nur sagen, hoffentlich wird es für viele noch gut werden.“

Kräfte der Bundeswehr mussten die Fenster eingeschlagen, um verletzte Personen aus den Waggons ziehen zu können.

Update, 16.35 Uhr - Vermissten- und Hinweisstelle

Die Behörden haben eine Vermissten- und Hinweisstelle eingerichtet: Für Vermisstenanfragen von Angehörigen sowie Hinweisen, die zur Aufklärung des Ereignisses dienen, wurde folgende Telefonnummer freigeschaltet: 0800 / 7766350

Update, 16.16 Uhr - „Ausmaß der Katastrophe lässt sich nur erahnen“

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich bestürzt über das Zugunglück in Oberbayern geäußert. „Die Bilder, die uns in diesen Stunden aus Garmisch-Partenkirchen erreichen, sind dramatisch“, sagte der FDP-Politiker in Berlin. „Aktuell lässt sich das gesamte Ausmaß der Katastrophe nur erahnen. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Verletzten. Wir stehen im engen Austausch mit der Bahn und unterstützen, wo wir können. Unsere Experten sind bereits vor Ort, um gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden die Unfallursache zu untersuchen.“

Zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte sind nach einem schweren Zugunglück im Einsatz (Luftaufnahme aus einem Rettungshubschrauber). Mindestens vier Menschen sind dabei nach Angaben der Behörden getötet worden, zahlreiche wurden verletzt.

Update, 15.50 Uhr - Polizei korrigiert Zahl der Todesopfer

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd muss die Anzahl der Todesopfer nach oben korrigieren. Stand 15.32 Uhr wurden bei dem schrecklichen Zugunglück vier Personen tödlich verletzt.

Allerdings ist nun von „nur“ noch 30 Verletzten die Rede, 15 davon so schwer, dass sie in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden mussten. Insgesamt seien 60 Personen von dem Unglück betroffen.

Update, 15.31 Uhr - Polizei äußert schreckliche Befürchtung

Nach dem Zugunfall mit mehreren Toten bei Garmisch-Partenkirchen hat die Deutsche Bahn den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl ausgesprochen. Einsatzkräfte und Mitarbeiter der DB seien am Unfallort, teilte das Bundesunternehmen in Berlin mit. Über die Ursache des Unfalls am Freitagmittag könne noch keine Aussage getroffen werden.

Inzwischen seien Angaben zufolge auch alle Verletzten und Unverletzten aus dem Zug gerettet worden. Kräfte der Bundeswehr hatten zuvor die Fenster eingeschlagen, um die Personen aus den Waggons zu ziehen. Doch der Polizei zufolge steht zu befürchten, dass es weitere Tote gibt.

Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen spricht derzeit von drei Toten. Ingesamt werden demnach 60 Menschen mit Verletzungen behandelt, 16 davon mit schweren. Der Regionalzug war Richtung München unterwegs gewesen.

Update, 15.14 Uhr - Sechs Rettungshubschrauber im Einsatz

Nach Angaben eines Sprechers der ADAC-Luftrettung waren sechs Rettungshubschrauber im Einsatz, drei davon vom ADAC - mindestens ein Rettungshubschrauber aus Tirol.

Während weiterhin immer wieder Schwerverletzte in Kliniken gebracht werden, werden leicht verletzte und geschockte Menschen in einem nahegelegenen Gebäude gesammelt und versorgt.  

Auch Angehörige seien Angaben zufolge schon vor Ort. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks sind Innenminister Joachim Herrmann und Verkehrsminister Christian Bernreiter auf dem Weg zur Unglücksstelle.

Update, 15 Uhr - Drei Waggons umgekippt

Laut einem Sprecher der Bundespolizei sind drei Waggons umgekippt. „Die Menschen werden durch die Fenster gezogen“, sagte der Bundespolizei-Sprecher.

Da heute Ferienbeginn ist, sei nicht ausgeschlossen, dass viele Schüler in der Bahn waren. Unter den Verletzten seien „alle Altersgruppen“.

Update, 14.50 Uhr - Ausgerechnet heute jährt sich das Zugunglück von Eschede

Ausgerechnet heute, am 3. Juni, jährt sich das Zugunglück von Eschede zum 24. Mal. Bei dem bislang schwersten Bahnunglück in der deutschen Geschichte waren am 3. Juni 1998 101 Menschen ums Leben gekommen, weitere 105 Menschen wurden verletzt.

Der ICE „Wilhelm Conrad Röntgen“ war infolge eines gebrochenen Radreifens, der sich an einer Weiche verhakt hatte, mit Tempo 200 gegen eine Betonbrücke geprallt.

101 Menschen waren am 3. Juni 1998 gestorben, als ein ICE wegen eines defekten Rades zwischen Hannover und Hamburg entgleiste.

Update, 14.35 Uhr - 60 Verletzte, davon 16 schwer

Ein Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen bestätigte nun nochmals, dass leider drei Menschen bei dem Zugunglück bei Garmisch ums Leben gekommen sind. Derzeit ist von 60 Verletzten, die auch behandelt werden, die Rede. 16 Menschen haben demnach schwere Verletzungen davongetragen.

„Es war schrecklich“, sagte ein Zeuge, der im Augenblick des Unfalls auf der Straße neben der Bahnstrecke unterwegs war, gegenüber dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt. „Einfach schrecklich. Plötzlich ist der Zug umgekippt.“

Update, 14.16 Uhr - Hubschrauber und Rettungswagen im Dauereinsatz

Vor Ort sind alle Straßen voller Rettungskräfte. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Es gibt keine Pause. Permanent werden in Rettungswagen und im Hubschrauber Verletzte des Zugunglücks abtransportiert und ins Klinikum gebracht, berichten Reporter des Tagblatts vor Ort, wie merkur.de schreibt. Zum Teil steigen die Einsatzkräfte mit Leitern in die Waggons, um die verletzten Fahrgäste zu befreien.

Zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte sind nach einem schweren Zugunglück im Einsatz. Mindestens drei Menschen sind dabei nach Angaben der Behörden getötet worden, zahlreiche wurden verletzt.

Update, 14.03 Uhr - Mindestens drei Todesopfer

Bei dem schweren Zugunfall wurden - Stand 13.55 Uhr - drei Personen tödlich verletzt und eine unbestimmte Anzahl weiterer Zugfahrgäste verletzt. Das bestätigte soeben das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.  

Bei dem betroffenen Zug handelt es sich um einen Regionalzug, der von Garmisch-Partenkirchen in Richtung München fuhr und bei Burgrain entgleiste. Der Rettungs- und Evakuierungseinsatz läuft weiterhin auf Hochtouren.

Update, 13.57 Uhr - Waggon entgleist und Wall hinabgestürzt

Wie erste Bilder belegen, ist mindestens ein Waggon entgleist und seitlich einen Wall hinabgestürzt. Die Unfallstelle befindet sich direkt an einer Böschung. 

Update, 13.50 Uhr - Mehrere Verletzte werden in Kliniken gebracht

Ein Sprecher der Integrierten Leitstelle im Oberland spricht von mehreren Verletzten, die ins Krankenhaus gebracht würden. „Es wurde Vollalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst“, sagte er. Es sei noch nicht klar, wie schwer verletzt die Menschen seien. Auch die Bundespolizei ist vor Ort.

Wie viele Menschen sich in dem Zug aufgehalten haben, ist noch unklar.

Update, 13.44 Uhr - Wohl zahlreiche Schüler im Unglückszug

Das Zugunglück hat sich neuesten Informationen zufolge auf Höhe des Gewerbegebiets Loisachauen bzw. Edeka Bartl ereignet. Wie unser Partnerportal merkur.de unter Berufung auf Tagblatt-Informationen berichtet, sollen sich zahlreiche Schüler im betroffenen Zug aufgehalten haben.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist vor Ort, sogar BRK-Helfer aus München wurden an die Unglücksstelle gerufen.

Update, 13.35 Uhr - Polizei bestätigt „schweren Zugunfall“

Nun hat auch das Polizeipräsidium die erste offizielle Meldung verschickt. Demnach wurde gegen 12.20 Uhr ein schwerer Zugunfall auf Höhe der Gemeinde Burgrain gemeldet. Ein Zug wäre entgleist, Waggons lägen auf der Seite.

Derzeit sind alle verfügbaren Polizeikräfte aus der Region, Rettungsdienste und viele weitere Helfer im Einsatz, wie das Präsidium berichtet. Es seien definitiv Zugfahrgäste verletzt worden, über Anzahl und Schwere könne man noch keine konkreten Aussagen tätigen.

Update, 13.25 Uhr - Wohl ein Toter und mehrere Schwerverletzte

Es ist ein großer Einsatz, der gerade läuft“, erklärte vor wenigen Minuten Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und bestätigte gleichzeitig den Unfall. Noch sei unklar, was genau geschah, in welche Richtung der Zug unterwegs war und wie viele Fahrgäste sich in den Waggons befanden.

 „Es gibt zumindest wohl Leichtverletzte“, ergänzte Sonntag. Wenige Minuten später meldete bild.de, dass mindestens eine Person ums Leben gekommen sei. Zudem gebe es mehrere Schwerverletzte.

Auch die Deutsche Bahn hat mittlerweile einen Zugunfall bestätigt.

Erstmeldung:

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist dort ein Regionalzug entgleist. Mehrere Waggons sollen auf der Seite liegen. Einzelne Portale berichten auch, dass es sich um einen Schülerzug handeln soll.

Über mögliche Verletzte liegen noch keine gedeckten Informationen vor. Angeblich soll mindestens eine Person eingeklemmt worden sein. Zahlreiche Feuerwehren, Polizisten und Ersthelfer sowie Notärzte sind vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber aus Tirol soll im Einsatz sein.

Von Seiten der Deutschen Bahn heißt es nur, dass es eine Streckensperrung zwischen Garmisch und Oberau gebe. Züge aus München und Mittenwald bzw. Reutte wenden jeweils vorzeitig.

Die Hintergründe und wie es zu dem Unfall gekommen ist, ist derzeit noch völlig unklar.

mz

Rubriklistenbild: © Garmisch-Partenkirchner Tagblatt | Josef Hornsteiner

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