Xavier Naidoo wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwurf

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Sänger Xavier Naidoo dpa

Regensburg – Der Sänger Xavier Naidoo („Ich kenne nichts“) setzt sich gegen Antisemitismus-Vorwürfe zur Wehr.

Das Landgericht Regensburg verhandelte gestern eine Unterlassungsklage des 46-Jährigen. Naidoo, der mit der Band Söhne Mannheims bekannt wurde, berief sich dabei laut Gericht auf die Kunstfreiheit und betonte, dass er sich gegen Rassismus einsetze.

Bei einer Veranstaltung der Amadeu-Antonio-Stiftung 2017 in Straubing hatte eine Referentin vor Publikum gesagt: „Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar.“ Naidoo erwirkte daraufhin eine vorläufige Verfügung, dass diese Äußerung zu unterlassen sei. Das Urteil soll am 17. Juli bekannt gegeben werden.

Das Gericht befasste sich in der Verhandlung mit der Auslegung des Wortes „Antisemitismus“. Die Beklagte bekräftigte ihren Standpunkt, wonach Naidoo in seinen Liedtexten auch antisemitische Chiffren verwende. Diese seien ihm nicht bekannt, hielt der Musiker dagegen. Naidoo hatte etwa mit seinem Lied „Marionetten“, in dem Politiker beschimpft werden, Aufsehen erregt. 2014 sprach er in Berlin bei einer Demo der „Reichsbürger“, die die staatliche Ordnung in Deutschland ablehnen. Der NDR zog Ende 2015 die Nominierung des Sängers für den Eurovision Song Contest zurück.  lby

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