Fahrer gesteht

Frau von Streufahrzeug überrollt: Geständnis bringt vor Gericht die Wende

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Vor dem Landgericht Würzburg gestand ein 58-Jähriger, eine Frau mit einem Streufahrzeug überrollt zu haben. (Symbolbild)

Ein Streufahrzeug-Fahrer soll mit seinem Fahrzeug eine Frau überrollt haben. Vor dem Landgericht Würzburg hat der Mann nun doch noch ausgesagt.

Richterin in Würzburg zum Angeklagten: „Das ist mir nicht genug“

Update 13.20 Uhr: Die Beweisaufnahme geht vor dem Landgericht trotz des späten Geständnisses des Mannes nun weiter. Die Vorsitzende Richterin erkannte zwar an, dass der 58-Jährige endlich über seinen Schatten gesprungen und ihm das nicht leicht gefallen ist. „Aber das ist mir nicht genug. Ich will wissen: Was ist da passiert? Wer war da?“, sagte sie. Die Richterin hatte den Angeklagten zu Beginn des Berufungsprozesses eindringlich dazu geraten, sein Schweigen zu brechen. Nur so hätte er möglicherweise mit einer Bewährungsstrafe davonkommen können.

Mit einem Urteil in dem Fall wird noch vor Weihnachten gerechnet.

Angeklagter sagt vor Landgericht Würzburg aus

Update vom 6. Dezember, 11.45 Uhr: Überraschende Wende im Berufungsprozess wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Streufahrzeugfahrer: Am sechsten Prozesstag hat der Angeklagte sein Schweigen gebrochen und nach drei Jahren zugegeben, dass er aus Versehen eine 71 Jahre alte Fußgängerin überfahren hat. Er habe gedacht, er sei über einen gelben Sack gefahren, sagte der 58-Jährige am Donnerstag vor dem Landgericht Würzburg. 

Zudem entschuldigte er sich bei den Angehörigen der Toten.

dpa

Mit Streufahrzeug überrollt: Frau stirbt - Wollte Fahrer Tat verschleiern?

Würzburg - Er soll mit einem Streufahrzeug-Traktor eine 71-jährige Frau überrollt haben - im neu aufgerollten Prozess gegen ihn schwieg der 58 Jahre alte Fahrer. Die Vorsitzende Richterin appellierte am Mittwoch vor dem Landgericht Würzburg eindringlich an den Mann, Verantwortung zu übernehmen: „Wir stehen jetzt an einem Punkt, wo wir Weichen stellen können.“ Das könne seine einzige Chance auf eine Bewährungsstrafe sein, betonte sie.

Wollte der Streufahrzeug-Fahrer den Unfall bei Würzburg vertuschen?

Der Fahrer soll im Januar 2016 in Erlabrunn bei Würzburg aus Versehen die Fußgängerin überrollt haben und einfach weitergefahren sein. Die Frau starb noch an der Unfallstelle.

Später soll der Fahrer versucht haben, die Tat zu verschleiern. So soll das Streufahrzeug auf seinen Wunsch hin neu lackiert worden sein und er habe ausgewählte Handydaten vom Tag des Unfalls von seinem Telefon gelöscht. Vor Gericht hatte er sich in Widersprüche verstrickt.

Der Prozess wegen fahrlässiger Tötung ist erneut aufgerollt worden, weil sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Würzburg eingelegt hatten. Der Mann war in erster Instanz zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Angeklagte hatte alle Vorwürfe abgestritten, sein Verteidiger auf Freispruch aus Mangel an Beweisen plädiert.

Eindeutige Indizien: Wird der Streufahrzeug-Fahrer wieder verurteilt?

Die Indizien seien allerdings eindeutig gewesen, sagte damals ein Gerichtssprecher. Für die Tat sei niemand anderes in Verdacht gekommen. Außerdem sei der Mann aufgrund der widersprüchlichen Aussagen und des Vertuschungsversuches unglaubwürdig.

Die Ermittler waren nach dem Auffinden der Leiche zunächst davon ausgegangen, dass die Frau auf Glatteis gestürzt sei. Die Obduktion hatte diese These allerdings widerlegt.

dpa/mas

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dpa/mas

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