Ursache weiterhin unklar

50.000 Menschen waren betroffen: Abkochgebot für Trinkwasser in Würzburg größtenteils aufgehoben

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Das Trinkwasser in Würzburg ist weiterhin verunreinigt.

Das Abkochgebot für Trinkwasser in Würzburg wurde größtenteils aufgehoben. Rund 50.000 Menschen waren davon betroffen.

Update vom 2. Oktober, 15.40 Uhr

Das Abkochgebot wurde für 16 der 17 betroffenen Gemeinden inzwischen aufgehoben. Dort waren drei aufeinanderfolgende Proben unauffällig. Somit besteht das Abkochgebot laut des Landratsamts Würzburg nur noch in Retzbach im Kreis Main-Spessart. Das Trinkwasser wird im Raum Würzburg dennoch weiter untersucht und auch vorsorglich weiterhin mit Chlor versetzt. Das ist laut der Behörde nicht schädlich für die Gesundheut

Erstmeldung: Trinkwasser in Würzburg muss abgekocht werden

Würzburg - Ob für das Zähneputzen, zum Händewaschen oder zum Abspülen von Obst - im Raum Würzburg müssen etwa 50.000 Menschen bereits seit zwei Wochen ihr Trinkwasser abkochen. Der Grund dafür: In einem Trinkwasser-Hochbehälter in Zellingen (Landkreis Main-Spessart) wurden Fäkalkeime gefunden, die Durchfall auslösen können. 17 Gemeinden der Landkreise Würzburg und Main-Spessart sind davon betroffen. Das Wasser wird seitdem gechlort.

Wie die Enterokokken in die Fernwasserleitung gekommen sind, ist noch unklar. „Die Ursachenforschung läuft auf Hochtouren“, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Würzburg dazu. Mögliche Gründe können ein Rohrbruch in sieben Meter Tiefe sowie der Eintrag der Keime durch Mücken oder durch Schmutz auf der Baustelle am Hochbehälter sein.

Täglich werden an 50 Messstellen Proben genommen. Sobald drei aufeinanderfolgende Proben unauffällig sind und zudem eine ausreichende Chlorsättigung im Trinkwasser nachgewiesen ist, kann das Abkochgebot aufgehoben werden. Auch am Freitag konnte das Landratsamt in Würzburg noch keine Entwarnung geben. Für diesen Samstag würden neue Untersuchungsergebnisse erwartet, teilte die Behörde mit.

Auch in Oberbayern gab es kürzlich Probleme mit dem Trinkwasser. In Germering musste das Wasser ebenfalls gechlort werden, während in Neubiberg wahrscheinlich Keime im Wasser für Erkrankungen verantwortlich waren, wie Merkur.de* berichtet.

dpa/lby

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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