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Präsident von Veranstalter-Verein bei uns im Interview

Bart-WM 2023 in Burghausen: Auch Frauen können teilnehmen

links: Christian Feicht, Präsident des Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclubs 1996 e.V..; oben: Teilnehmer der „World Beard and Moustache Championship“ erhalten bei der Austragung im österreichischen Leogang 2015 ihre Bewertungen. 2023 findet der Wettbewerb in Burghausen, im Landkreis Altötting statt; unten: Teilnehmerinnen der „World Beard and Moustache Championship“ 2017 in Austin, Texas.
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links: Christian Feicht, Präsident des Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclubs 1996 e.V..; oben: Teilnehmer der „World Beard and Moustache Championship“ erhalten bei der Austragung im österreichischen Leogang 2015 ihre Bewertungen. 2023 findet der Wettbewerb in Burghausen, im Landkreis Altötting statt; unten: Teilnehmerinnen der „World Beard and Moustache Championship“ 2017 in Austin, Texas.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Im kommenden Jahr wird der Ostbayerische Bart und Schnauzerclub 1996 e.V. die „World Beard and Moustache Championship 2023“, also die Weltmeisterschaft für Bartträger, im Burghauser Stadtsaal abhalten. Wir haben vorab mit Vereinspräsident Christian Feicht darüber gesprochen, wie es dazu kam und was geboten sein wird.

Burghausen - „Das ergab sich alles recht spontan. Eigentlich wäre regulär der nächste Wettbewerb 2021 in Neuseeland gewesen. Wegen Corona wurde er dann aber um zwei Jahre verschoben, der Austragungsort wäre der gleiche geblieben. Doch die dortigen Veranstalter gaben vor kurzem bekannt, dass sie sich, auf Grund der anhaltend strengen Einreisebeschränkungen und -auflagen, nicht in der Lage sehen würden, ihn abzuhalten“, erinnert sich Christian Feicht, Präsident des Ostbayerischen Bart- und Schnauzerclubs 1996 e.V..

Deutscher holt Trophäe bei Bart-WM in Texas

Wolfgang Schneider (r) hat sich wieder einmal in der Kategorie "Natural Moustache" durchgesetzt. Foto: Nick Wagner/Austin American-Statesman
Lauter exzentrische Backenbärte. Foto: Brian Cahn/ZUMA Wire
Der Deutsche Wolfgang Reuswich präsentiert seinen "kaiserlichen Backenbart". Foto: Nick Wagner/Austin American-Statesman
An dem Wettbewerb dürfen auch sogenannte "Krähenfüße" teilnehmen - Frauen, die sich mit künstlichen Bärten zieren. Foto: Brian Cahn/ZUMA Wire
Deutscher holt Trophäe bei Bart-WM in Texas

„Daraufhin hat der Weltverband einen Aufruf an alle Clubs gestartet, wer sich stattdessen im Stande fühlen würde. Da wir uns ohnehin für den Wettbewerb 2029 bewerben wollten und dafür schon Konzepte und Ideen hatten, haben wir unseren Hut in den Ring geworfen“, fährt Feicht fort, „Als es schließlich zur Abstimmung kam, konnten wir uns mit einer Stimme Vorsprung vor Philadelphia als Austragungsort durchsetzen. Das ist schon ordentlich, dass wir somit das Rennen gegenüber einer U.S.-amerikanischen Millionenstadt gemacht haben!“

World Beard and Moustache Championship 2023 in Burghausen: Auch Frauen können teilnehmen

Die offiziellen „World Beard and Moustache Championships“, also Weltmeisterschaften für Bart- und Schnauzbarträger, gibt es seit 1990. Der erste offizielle Wettbewerb dieser Art fand 1990 im baden-württembergischen Höfen an der Enz statt. Seitdem gab es insgesamt 14 dieser Wettbewerbe, die im Zwei-Jahres-Takt rund um die Welt stattfanden, zuletzt 2019 in Antwerpen. „Der Ostbayerische Bart- und Schnauzerclub 1996 ist am 21. September 1996 von 20 Gleichgesinnten, darunter MdL Heinz Donhauser, aus der Taufe gehoben worden. Die Initiatoren waren Gerhard ‚Gari‘ Schmidbauer, Karl-Heinz Schell und Willi Preuß, der dann auch zum Gründungspräsidenten gewählt wurde. Am 6. Februar 1997 erfolgte der Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichtes in Amberg“, heißt es in der Vereins-Chronik. Inzwischen ist der Altöttinger Christian Feicht Präsident. Er holte vor etwas über einem Jahr, am 23. Oktober 2021, den Deutschen Meistertitel und gleichzeitig den Sieg bei der Bart-Olympiade in der Pullman-City bei Eging am See.

Nun also ist dem Verein der Coup gelungen, die Weltmeisterschaft nach Burghausen zu holen. „Stattfinden wird sie im Stadtsaal am Freitag den 9. und Samstag den 10. Juni 2023. Es wird 28 verschiedene Kategorien geben, in denen jeweils ein Weltmeister gekürt wird. Darunter auch vier Damenkategorien! In den USA ist das bereits durchaus üblich, hierzulande so langsam am Kommen.“ Dort nehmen an Wettbewerben, beispielsweise in Texas, Frauen sowohl mit künstlichen Bärten aber auch echtem Gesichtshaar teil, wie „Texas Monthly“ in einem Artikel aus dem Jahr 2017 berichtet: „Weibliche Bart-Wettbewerberinnen haben üblicherweise nur dünne Schnauzbärte oder kleineren Bartwuchs am Kinn, der durch eine Schilddrüsenerkrankung verursacht wird. Ihre Tapferkeit, so berichten mir [Anm. d. Red.: Dem Reporter von Texas Monthly] Mitglieder des Austiner Gesichtsbehaarungs-Clubs, wird üblicherweise mit Siegen belohnt.“

350 bis 400 Teilnehmer aus 30 Nationen werden erhofft

„Eine siebenköpfige Jury kürt die Weltmeister und schließlich den Gesamt-Weltmeister, quasi den Super-Bart. Am Sonntag gibt es dann noch, wie üblich, eine abschließende Tagung des Weltverbands. Zum Schluss wird es dann noch einen Umzug aller Beteiligten geben“, fährt Feicht fort. „Wir rechnen mit etwa 350 bis 400 Teilnehmern aus etwa 30 Nationen. Das ist aber erstmal eine Schätzung nach Erfahrungswerten von früheren WMs. Es wird sich zeigen müssen, wie die Weltlage, insbesondere in Hinsicht auf Corona im kommenden Jahr sein wird.“ Die Zusammenarbeit mit der Stadt laufe auf jeden Fall gut. „Wir hatten bereits sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen bei der Stadt, die uns trotz der Kurzfristigkeit sehr geholfen haben. Demnächst wird es noch ein Gespräch mit Herrn Bürgermeister Schneider zu Detailfragen geben.“

„Wir freuen uns darauf, wenn solche Ereignisse in Burghausen stattfinden“, teilt Burghausens Bürgermeister Florian Schneider unserer Redaktion mit. Auch Christian Feicht selbst freut sich natürlich bereits auf die Veranstaltung. „So etwas bietet ja die Chance, auf Gleichgesinnte aus aller Herren Länder zu treffen und sich auszutauschen, Zeit miteinander zu verbringen und so weiter. Das war ja zuletzt leider für eine ganze Weile wenn, dann nur online möglich“, schließt er, „Jeder Interessierte, sei es Teilnehmer oder Zuschauer, sollte auf jeden Fall die Online-Angebote und Social-Media-Auftritte unseres Vereins wie auch des Weltverbands im Auge behalten, um keine Neuigkeiten zu verpassen. Noch in diesem Jahr wird es auf jeden Fall Details zu den Anmeldeformalitäten für beide Gruppen geben.“

hs

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