Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Forderung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Gezielter Abschuss einzelner Tiere: Der Wolf wird zum Wahlkampfthema

Landwirte sehen durch den Wolf eine Bedrohung der Weidehaltung. Darauf machten Kreisbäuerin Irmgard Posch, BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber und BBV-Kreisobmann Jakob Maier (von links) bei einem Pressegespräch aufmerksam. Die Pappfigur zeigt den Wolf in Lebensgröße.
+
Landwirte sehen durch den Wolf eine Bedrohung der Weidehaltung. Darauf machten Kreisbäuerin Irmgard Posch, BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber und BBV-Kreisobmann Jakob Maier (von links) bei einem Pressegespräch aufmerksam. Die Pappfigur zeigt den Wolf in Lebensgröße.

Die Wölfe in der Region sorgen für heftige Diskussionen. Jetzt fordert eine Bundesministerin den gezielten Abschuss einzelner Tiere.

Berlin – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich für einen gezielten Abschuss einzelner Wölfe ausgesprochen. In einigen Bundesländern wie etwa Niedersachsen sei ein „guter Erhaltungszustand beim Wolf erreicht“, sagte Klöckner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Eltern um ihre Kinder besorgt

Ihre Partei setze sich deswegen für ein „regionales Bestandsmanagement“ ein.Die CDU wolle sich nicht mit den wachsenden Problemen auf dem Land abfinden. „2019 hatten wir durch Wolfsrisse fast 3000 tote oder verletze Nutztiere. Wo soll das enden, wenn man es einfach ließe.“ Sie könne sehr gut nachvollziehen, dass Eltern um ihre Kinder besorgt seien, sagte Klöckner.

Das könnte Sie auch interessieren: Rosenheimer AfD-Abgeordneter will Wölfe abschießen lassen

Es gehe dabei aber keineswegs darum, den Wolf komplett auszurotten.Die 2019 von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Verschärfung des Bundesnaturschutzgesetzes, auch Lex Wolf genannt, habe nicht gereicht. Mittlerweile bekomme sie von SPD-Politikern aus Niedersachsen Briefe, die schärfere Gegenmaßnahmen forderten, sagte Klöckner.

„Nicht nur der Wolf hat Schutz verdient“

Die „Blockadehaltung“ von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) halte sie für „weltfremd“. Schon bei der Eröffnung des Bundeszentrums für Zusammenleben von Wolf und Weidetier in Eberswalde im März hatte Klöckner gesagt: „Nicht nur der Wolf hat Schutz verdient, sondern auch Weidetiere haben Schutz verdient“, sagte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) zur Eröffnung.

Die Weiden sollten für Wölfe keine „gedeckten Tische“ sein.2019/2020 lag die Zahl der freilebenden Wolfsrudel in Deutschland laut Bundesamt für Naturschutz bei 128, 23 Rudel mehr als 2018/2019. Nach wie vor lebte der allergrößte Teil der Wölfe in einem breiten Gebietsstreifen, der in der Mitte Deutschlands von Brandenburg und Sachsen-Anhalt über Mecklenburg-Vorpommern bis nach Niedersachsen reicht.

Wolf breitet sich in Deutschland aus

In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen konzentrierten sich 98 der insgesamt 128 Rudel. Der in Deutschland einst ausgerottete Wolf breitet sich seit rund 20 Jahren wieder erheblich aus, was zu Konflikten vor allem mit Nutztierhaltern führt. Das streng geschützte Tier darf nur in Ausnahmefällen mit behördlicher Genehmigung gejagt oder eingefangen werden.

Sie haben eine Meinung zu diesem Thema? Klicken Sie hier und schreiben Sie uns einen Leserbrief.

Seit Langem gibt es deshalb heftigen politischen Streit über die Frage, ob der Schutz der Raubtiere abgeschwächt und die Bejagung erleichtert werden sollte. Immer wieder kommt es zu Wolfsangriffen auf Weidetiere – vor allem auf Ziegen und Schafe. Die Zahl verwundeter und getöteter Tiere erhöhte sich von 40 im Jahr 2006 auf rund 2900 im Jahr 2019, wie es aus dem Ministerium hieß.

Weidetiere besonders gefährdet

Besonders gefährdet seien ungeschützte Weidetiere. Daher fordern Bauern und Weidetierhalter seit Langem, den Abschuss von Wölfen zu erleichtern.

Kommentare