Wölfe in unserem Wald?

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Wölfe in unserem Wald? Bei dem Gedanken bekam ich noch immer etwas wackelige Watschelfüße.

Doch der Kauz Ulrich hatte mir gekrächzt, dass früher oder später ganz sicher wieder Wölfe nach Bayern ziehen werden. Vielleicht ist sogar schon einer da. In der Nähe von Rosenheim hat man ein mögliches Wolfsopfer gefunden: eine Hirschkuh.

„Ob der Täter wirklich ein Wolf war, muss aber erst geprüft werden“, krächzte Ulrich mit erhobenem Flügel. Um dem Täter auf die Schliche zu kommen, nützen die Wolfsdetektive dieselben Methoden wie bei Mördern, Dieben und anderen Verbrechern. So werden zunächst die Spuren gesichert. Der tierische Täter hat beim Zubeißen nämlich Speichel hinterlassen. Darin steckt das Erbgut des Raubtiers. Das kann man im Labor analysieren – und dann klar erkennen, ob es von einem Hund oder einem Wolf stammt.

„Wie es dem Wolf dann wohl ergehen mag?“, krächzte Ulrich etwas besorgt. Denn schon vor drei Jahren war eines der grauhaarigen Raubtiere nach Bayern gezogen, nämlich ins Mangfalltal. Doch bald war es verschwunden. „Einfach weg!“, krächzte Ulrich. Nicht nur viele Tiere tuschelten, dass ein Wilderer daran schuld sei. „Wölfe zu jagen, ist allerdings streng verboten“, kauzte Ulrich. Da sie heute so selten sind, stehen sie unter Naturschutz. Niemand darf ihnen etwas tun. Eure Paula

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