WEIDEZAUN

Bub wird nach Stromschlag wiederbelebt

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Söll – Zu einem ungewöhnlichen Unfall ist es an der bayrisch-österreichischen Grenze gekommen: Ein zehnjähriger Bub ist auf dem Heimweg von der Schule in Söll/Tirol an einen elektrischen Weidezaun geraten.

Dabei kam er, wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete, mit dem Radlhelm in den Stromkreis des Zauns. Der Bub musste an Ort und Stelle wiederbelebt werden. Er liegt seither auf der Intensivstation.

Wie es heißt, war der Schüler vom Rad gestiegen, um etwas aufzuheben. Dabei streifte er mit dem Helm den Zaun. Zwei Mitschüler holten zwei Passanten zu Hilfe. Ihnen gelang es, das Kind aus dem elektrischen Weidezaun zu befreien. Ein alarmierter Notarzt konnte schließlich den Buben wiederbeleben. Per Rettungshubschrauber wurde der Zehnjährige in eine Innsbrucker Klinik geflogen. Inzwischen schwebt er nicht mehr in akuter Lebensgefahr.

Die Polizei hat jetzt die Ermittlungen aufgenommen. Das Stromgerät des Weidezauns wurde beschlagnahmt und wird nun ausgewertet. Die Staatsanwaltschaft hat einen Bericht angefordert. Dann werde man über die weiteren Schritte entscheiden.

Dass ein Weidezaun eine derart schwere Verletzung auslöst, ist ungewöhnlich. In der Regel ist eine Berührung mit einem Elektrozaun zwar unangenehm, aber meistens harmlos. Grundsätzlich wird bei Weidezäunen mit extrem kurzen Stromimpulsen gearbeitet, mit hoher Spannung, aber niedriger Entladeenergie. Dafür gelten auch eigene Normwerte, die schwerwiegende Folgen für Mensch und Tier ausschließen sollen.  mm

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