Im Winter, wenn die Äste der Bäume kahl sind, sieht man sie gut: kugelige Büschel, hoch oben in ihren Kronen.

Im Winter, wenn die Äste der Bäume kahl sind, sieht man sie gut: kugelige Büschel, hoch oben in ihren Kronen.

Die sind auch Waschbär Waldemar aufgefallen, den die Wärme aus der Baumhöhle gelockt hatte. „Schaut mal!“, brummte er zu uns Enten und zeigte mit der Pfote einen Baum hinauf. „Da haben Zweibeiner im Sommer wohl Fußbälle hinaufgeschossen“, brummte er. Ente Agnes lachte. „Papperlaquak, das sind doch Misteln“, schnatterte sie. „Die wuchsen schon im Sommer da oben.“ Zwischen den Blättern seien sie Waldemar wohl nicht aufgefallen. Viele Zweibeiner holen sich jetzt im Advent Mistelzweige ins Haus – als Dekoration. Vor langer Zeit sagten Zweibeiner den Misteln sogar Zauberkräfte nach: Weil sie mitten im Winter grün sind und in luftiger Höhe wachsen. Wie das sein kann, konnten sie sich nicht anders erklären. Dabei hat das nichts mit Zauberei zu tun: Misteln zapfen das nötige Wasser einfach von den Bäumen ab, auf denen sie wachsen. Hinauf helfen ihnen Vögel: Manche fressen und vertragen die Früchte der Misteln – und das, obwohl diese für Zweibeiner giftig sind; so wie die ganze Pflanze. Die klebrigen Samen scheiden die Vögel unverdaut aus – und diese landen so auch manchmal auf Zweigen. Eure Paula

Kommentare