GBW will Wohnblock im Hasenbergl verkaufen

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Insgesamt werden in München bereits 360 der früheren Landesbank-Wohnungen zum Kauf angeboten München - Gerade einmal ein halbes Jahr ist es nun her, dass die bayerische Landesbank ihre bayernweit rund 32 000 GBW-Wohnungen für knapp 2,3 Milliarden Euro an die Augsburger Patrizia AG verkauft hat.

Mehr als 7800 Wohnungen besitzt die GBW derzeit noch in München. Doch nun will die Patrizia offenbar einen beträchtlichen Teil davon weiterverkaufen. Der Landeshauptstadt liegen laut einem Sprecher des Kommunalreferats bereits Verkaufsangebote von etwa 360 hiesigen GBW-Wohnungen vor.

Zum Verkauf stehen neben einer Handvoll Einzelwohnungen gleich zwei ganze Wohnblöcke. „Das deutlich größere der beiden betroffenen GBW-Areale befindet sich im Hasenbergl“, sagte der Sprecher auf Anfrage. Zur genauen Lage dieses Blocks im Münchner Norden und darüber, wo sich die andere Wohnanlage befinde, machte er keine Angaben. Die vier betroffenen Einzelwohnungen sollen, wie es aus dem Rathaus heißt, in Untergiesing liegen.

Beatrix Zurek, Vorsitzende des bayerischen Mieterbundes, geht davon aus, dass die GBW bereits in den kommenden Wochen und Monaten hunderte weitere Wohnungen veräußern wird. Für Zurek sind die anstehenden Besitzerwechsel „nur der Beginn einer beispiellosen Verkaufswelle“.

Zahlreiche GBW-Mieter erhielten ihr zufolge jüngst Schreiben, in denen ihnen mitgeteilt wurde, dass ihre Wohnungen bald besichtigt werden sollen. In dem Brief räumt der Konzern den Bewohnern zwar ein Vorkaufsrecht für ihre Wohnungen ein: „Doch das wird sich vermutlich fast keiner leisten können“, fürchtet Zurek.

„Jetzt kommt das Landesbank-Debakel die dortigen Mieter teuer zu stehen“, kritisiert Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Laut Kommunalreferat erwägt die Stadt den Kauf des Blocks im Hasenbergl. Auch an zwei der Einzelwohnungen hat München Interesse. Die GBW will sich derweil nicht zu den Verkaufsplänen äußern. tobias Lill

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