Wenn ich schlechte Laune habe, nennt mich Karpfen Franz-Josef eine „Grantlerin“.

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Wenn ich schlechte Laune habe, nennt mich Karpfen Franz-Josef eine „Grantlerin“.

Aal Albert blubbert lieber von einem „Miesepeter“. Dabei bin ich eine weibliche Ente und heiße Paula. „Das passt doch nicht“, quakte ich daher. „Dann nenne ich dich eben Miesmuschel“, blubberte Albert. „Weil dein zusammengekniffener Schnabel wie die Schale dieser Muscheln aussieht. Und die sind ja immer schlecht drauf.“ Das ist natürlich Quark: Miesmuscheln haben ihren Namen nicht daher, dass sie den ganzen Tag meckern. Das kreischte auch eine Seemöwe, die uns gelauscht hatte. Sie ist vor einiger Zeit zu uns an den See gezogen und jagt kleineren Möwen seither Angst ein. Auch Fische und Frösche, Muscheln und Mäuse müssen sich vor ihr in Acht nehmen. Gerade war sie aber satt und in Schnatterlaune. „Es stimmt nicht, dass Miesmuscheln immer miese Laune haben“, kreischte die Seemöwe. Diese Tiere heißen so, weil sie braune Fäden spinnen, die ihnen helfen, sich an Steinen festzuhalten. So wollen sie verhindern, dass das Wasser sie wegtreibt. Diese sogenannten „Byssus-Fäden“ sehen ein wenig wie Moos aus – und davon leitet sich auch das Wort „mies“ ab: Es bedeutet im Mittelhochdeutschen einfach Moos. Daher hat die Miesmuschel ihren Namen. Eure Paula

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