Wenn ich morgens ein Bad im See nehme, treffe ich oft Waldkauz Ulrich.

Wenn ich morgens ein Bad im See nehme, treffe ich oft Waldkauz Ulrich.

Zurück von der nächtlichen Jagd spritzt er sich gern Wasser auf die Federn. „Wenn ich das mache, schlafe ich viel besser“, krächzte er. Ulrich und ich putzten unsere Federn. Der müde Kauz war ein wenig rabiat. Versehentlich rupfte er sich ein paar kleine, dunkle Federn aus. Sie fielen ins Wasser und wir schauten ihnen nach, wie sie langsam davontrieben. Da fiel mir etwas ein. „Warum werden eigentlich bei älteren Zweibeinern die Haare grau?“, fragte ich. Manche haben ja sogar schlohweißes Haar – fast wie meine Federn. „Jedes Haar eines Zweibeiners steckt in einer Haarwurzel in der Haut“, krächzte mir Ulrich. „Hier sitzen Zellen, die Farbstoffe bilden. Wenn das Haar wächst, kommt es an diesen Zellen vorbei – und wird so gefärbt.“ Der Farbstoff wird dabei nämlich in die oberen Hornschichten des Haares eingelagert. Werden Zweibeiner aber älter, hören immer mehr dieser Zellen auf, Farbstoffe zu bilden. Meist fängt es mit ein paar Haaren an, später werden es mehr. „Manche Zweibeiner bekommen schon mit 30 Jahren graue Haare“, krächzte mir Ulrich. „Aber sie haben eine Lösung dafür gefunden – viele nehmen einfach Haarfarbe.“ Eure Paula

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