FLUGHAFEN KORRIGIERT ARBEITSPLATZ-PROGNOSE FÜR NEUEN INNOVATIONSPARK

Weniger Jobs am Lab Campus

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Erding – Die Pläne für den Innovationspark „Lab Campus“, der am Flughafen München entstehen soll, haben für viel Kritik im Umland gesorgt.

Politiker aus den Landkreisen Freising und Erding fürchten durch das neue Großprojekt unter anderem einen höheren Wohnungsdruck und stärkere Verkehrsbelastung. Nun hat Thomas Weyer, Mitglied der Flughafen-Geschäftsführung verkündet, dass doch deutlich weniger Arbeitsplätze am neuen Lab Campus entstehen sollen, als bislang prognostiziert.

Bisher waren insgesamt 20 000 Jobs auf dem gesamten Campus angekündigt. Doch Weyer sagt: „Da haben wir uns schlicht verrechnet.“ Eine Gesamtzahl will die FMG nun vorerst nicht mehr nennen, aber derzeit gehe man von 4000 Arbeitsplätzen im ersten Bauabschnitt – also in den nächsten sechs Jahren – aus. Der gesamte Lab Campus soll in einem Zeitraum von 20 Jahren entstehen. Die Korrektur sei aber keine Reaktion auf die Kritik aus der Politik, betonte Weyer. Er ist überzeugt, dass sich der Druck auf den Freisinger und Erdinger Wohnungsmarkt in Grenzen halten wird. Nicht alle neuen Stellen seien dauerhaft, zudem würden sich wohl nur rund 40 Prozent der neuen Angestellten eine Wohnung im Umland suchen, schätzt Weyer.

Bei der Planung der drei weiteren Quartiere wolle man in Vier-Jahres-Abschnitten vorgehen. Hier sei aber mit deutlich weniger neuen Arbeitsplätzen zu rechnen, weil dabei auch bestehendene Einrichtungen wie die FMG-Akademie oder die Flughafenverwaltung umverlagert würden.

Zur befürchteten Konkurrenz für das heimische Gewerbe sagt Weyer, es würden am Lab Campus keine Gewerbe zugelassen, die es auch im Umland gebe. „Wir werden nur ein Angebot zur Selbstversorgung aufbauen, etwa einen kleinen Lebensmittelmarkt oder einen Bäcker.“  ham

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