Die Weihnachtsklassiker im TV

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", "Sissi" und Co: Sendetermine und die besten Tipps

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel"
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Szene aus dem Weihnachtsklassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel".
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Weihnachten – nicht nur das Fest der Völlerei. Sondern auch die Zeit, um sich vor dem Fernseher zu versammeln, die Weihnachtsgans zu verdauen und in kalten Winternächten echte Klassiker zu sehen, die nur zur Weihnachtszeit den Weg ins Free-TV finden. 

Von „Stirb langsam“ oder „Sissi“: Streitereien sind vorprogrammiert, wenn Familienmitglieder behaupten: Den hab ich noch nie gesehen!

Tipps für die Feiertage vor dem Bildschirm: "Lang lebe die Kaiserin!"

Wir haben für Sie die besten Weihnachtsstreifen zusammengefasst: 

Platz 1: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

Der Film hatte in der CSSR am 1. November 1973 Kinopremiere. Am 26. Dezember 1975 wurde er erstmals im westdeutschen Fernsehen gezeigt. Seitdem wird er von Fernsehsendern in Tschechien, der Slowakei, Deutschland, Norwegen und der Schweiz regelmäßig in der Weihnachtszeit ausgestrahlt.

Er entstand nach dem gleichnamigen Märchen, in dem das Grimm’sche Motiv Aschenputtel variiert wird und drei Haselnüsse als Wunschinstrumente integriert werden. Ein bezaubernder und witziger Film für die ganze Familie, in welchem ein emanzipiertes Mädchen einem etwas pflichtvergessenem Prinzen einige Rätsel aufgibt.

Fazit: Märchen ziehen immer, noch dazu mit einer wundervollen Titelmelodie, die die deutsche Sängerin Ella Endlich 2009 unter dem Titel „Küss mich, halt mich, lieb mich“ neu vertont hat.

Bewertung: 5 von 5 Christbäumen

Sendetermine:

Das Erste, Dienstag, 24. Dezember, 17.10 Uhr

ONE, Dienstag, 24. Dezember, 18.50 Uhr

RBB, Dienstag, 24. Dezember, 20.15 Uhr

WDR, Dienstag, 24. Dezember, 20.15 Uhr

SWR, Dienstag, 24. Dezember, 22.00 Uhr

Das Erste, Mittwoch, 25. Dezember, 10.25 Uhr

NDR, Mittwoch, 25. Dezember, 14.50 Uhr

WDR, Mittwoch, 25. Dezember, 16.05 Uhr

ONE, Mittwoch, 25. Dezember, 17.05 Uhr

RBB, Donnerstag, 26. Dezember, 14.30 Uhr

MDR. Donnerstag, 26. Dezember, 16.00 Uhr

KI.KA, Sonntag, 29. Dezember, 12.00 Uhr

BR, Donnerstag, 6. Januar, 8.00 Uhr

Platz 2: Sissi

Man könnte von dem Blockbuster schlechthin in der Nachkriegszeit sprechen: 1955 lockte der erste Teil 6,5 Millionen Besucher in die Kinos. Die Sissi-Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Filmproduktionen und zu den meist gesehenen Filmen in deutschen und österreichischen Kinos; die Zuschauerzahlen bewegen sich zwischen 20 und 25 Millionen.

Es war auch der Durchbruch von Romy Schneider, die zum Beginn der Dreharbeiten gerade Mal 16 Jahre alt war, als sie ihren Kaiser anhimmelte.

Fazit: Herrlich verkitschtes Herz-Schmerz-Drama um das österreichische Kaiserhaus und einer Romy Schneider, die das rollende „R“ lange vor Carolin Reiber salonfähig machte: „Sissi!“ - „Frrranz!“ Alle Jahre wieder.

Bewertung: 5 von 5 Christbäumen

Sendetermine:

Das Erste, Mittwoch, 25. Dezember, 15 Uhr, „Sissi“;

Das Erste, Mittwoch, 25. Dezember, 16.40 Uhr,

„Sissi, die junge Kaiserin“

Das Erste, Donnerstag, 26. Dezember, 15.55 Uhr, „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“

Platz 3: Der kleine Lord

Generationskonflikt? Von wegen. Dieser warmherzige Klassiker läuft seit Anfang der 80er-Jahre regelmäßig im Weihnachtsprogramm. Der kleine Cedric Errol (Rick Schroder) ist Alleinerbe des Familienvermögens, kommt zu seinem verbitterten Onkel, dem Grafen von Dorincourt (Alec Guiness). Der liebenswerte Junge hat einen überraschenden Einfluss auf den grantigen, alten Mann.

Der kleine Lord

Fazit: Spätestens nach diesem Klassiker ist weihnachtliche Stimmung garantiert. Und die Erkenntnis: Die Welt ist nicht nur schlecht!

Bewertung: 5 von 5 Christbäumen

Sendetermine:

Servus TV, Mittwoch, 25. Dezember, 13.40 Uhr

Servus TV, Donnerstag, 26. Dezember, 7.55 Uhr

Das Erste, Donnerstag, 26. Dezember, 9.30 Uhr

Platz 4: Die Feuerzangenbowle

Das kommt raus, wenn man zuviel Feuerzangenbowle konsumiert – der Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer (Heinz Rühmann), der selbst nur eine Privatschule besucht hatte, beneidet seine Freunde um den Spaß, den sie in ihrer Schulzeit hatten. Also schleust er sich als Oberschüler verkleidet für ein paar Wochen eine Schule ein, wo er als Oberprimaner Hans Pfeiffer übliche Schülerstreiche spielt. Der Schwarz-Weiß-Klassiker war von den Nazis anfangs verpönt, da die Autorität der Pädagogen stark in Frage gestellt wurde. 1944 fand die Premiere statt.

Fazit: Gern gesehener Klassiker mit einem wunderbaren Heinz Rühmann. Vielerorts – häufig an Universitäten – werden in der Adventszeit Vorführungen des Filmes organisiert, der seit Jahrzehnten als Kultfilm gilt.

Bewertung: 4 von 5 Christbäumen

Sendetermine:

Das Erste, Dienstag, 24. Dezember, 20.15 Uhr

Das Erste, Donnerstag, 26. Dezember, 14.15 Uhr

NDR, Samstag, 4. Januar, 20.15 Uhr

Platz 5: „Stirb langsam“

Bruce Willis ist einfach nicht totzukriegen. Fünf Folgen hat er zwischen 1988 bis 2013 schon überlebt, und jedes Jahr wieder an Weihnachten kommt er mit dem Leben davon, wenn er Folge für Folge fast ausblutet und actiongeladen für das Gute und gegen das Böse kämpft. Denn das stirbt auch nicht.

Fazit: „Jippiejayay, Schweinebacke!“ – niemand schimpft sympathischer und leidet charismatischer als Bruce Willis.

Bewertung: 3 von 5 Christbäumen

Sendetermine:

„Stirb langsam 2“

Pro 7, 23. Dezember, 1.35 Uhr

Platz 6: Weihnachten bei Hoppenstedts

Seit Vicco von Bülow wissen wir: „Früher war mehr Lametta!“ Diese Erkenntnis gilt auch 40 Jahre später noch. 1978 hatte Loriot den knapp 25-minütigen Sketch drehen lassen, der die ganze Dramatik eines verkorksten Weihnachtsfestes spiegelt. Schuld sind zwei Vertreter, der eine will Wein verkaufen, der andere einen Staubsauger (Saugblaser Heinzelmann).

Fazit: 25 Minuten nonstop Nonsens: „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann“, am Ende herrscht aber dann doch das pure Chaos.

Bewertung: 4 von 5 Christbäumen.

Sendetermine:

Das Erste, Dienstag, 24. Dezember, 13.50 Uhr

NDR, Dienstag, 24. Dezember, 18.05 Uhr

NDR, Dienstag, 24. Dezember, 21.45 Uhr

SWR, Dienstag, 24. Dezember, 23.20 Uhr

WDR, Dienstag, 24. Dezember, 23.50 Uhr

Das Erste, Donnerstag, 26. Dezember, 4 Uhr

Platz 7: „Tatsächlich Liebe“

Weihnachten – auch Zeit der Zweisamkeit. Die späten Sendetermine von „Tatsächlich Liebe“ kommen den weihnachtsstress-geplagten Eltern zugute. Wenn erst einmal die Kinder im Bett sind, ist Zeit für tränenrührige Romantik in Starbesetzung. Hugh Grant, Emma Thompson, Colin Firth Keira Knightley, Liam Neeson und Alan Rickman erzählen neun verschiedene Liebesgeschichten, die alle mehr oder minder miteinander verwoben sind. Gerade das Richtige, um nach einem langen Tag glückselig auf der Couch einzupennen.

Sendetermine:

ZDF, Mittwoch, 25. Dezember, 23:20 Uhr

ZDF neo, Donnerstag, 26. Dezember, 23:20 Uhr

Bewertung: 4 von 5 Christbäumen

Platz 8: „Kevin - Allein zu Haus“

1990 beeindruckende Macaulay Culkin in der Hauptrolle des achtjährigen Kevin als furchtloser Verteidiger desd Hauses seiner Familie. Die hatte ihn zu Hause vergessen und so boxt sich der raffinierte Junge durch die Feiertage und wehrt sich dabei äußerst geschickt gegen Einbrecher wehrt. Eine herrliche Komödie in bester Slapstick-Manier für die ganze Familie.

Fazit: Slapstick im Stile der 20er Jahre – nur in Farbe und mit Ton. Gleiches gilt für die Fortsetzung des Streifens. Bei „Kevin - Allein in New York“ zeigt Culkin, wie man sich in der Großstadt zurecht findet.

Bewertung: 4 von 5 Christbäumen

Sendetermine:

„Kevin - Allein zu Haus“ SAT.1, Dienstag, 24. Dezember, 20.15 Uhr
„Kevin - Allein zu Haus“, SAT.1, Donnerstag, 26. Dezember, 15.35 Uhr
„Kevin – Allein In New York“, SAT.1, Mittwoch, 25. Dezember, 20.15 Uhr
„Kevin – Allein In New York“, SAT.1, Donnerstag, 26. Dezember, 17.30 Uhr

Platz 9: Das Wunder von Manhattan

Sollte man ihn denn je verloren haben: Das Wunder von Manhattan gibt einem den Glauben an den Weihnachtsmann zurück. Schuld daran ist Lord Richard Attenborough („Geprengte Ketten“, „Jurassic Park“), der als Kaufhaus-Nikolaus Kriss Kringle den Weihnachtsmann wie aus dem Bilderbuch darstellt. Alt, sanftmütig, mit weißem Bart. Während er damit bei den Mindern gut ankommt, wollen ihn die Erwachsenen in ein Altersheim abschieben, weil sie ihn für senil halten.

Fazit: Großes amerikanisches Gefühlskino, wie es kaum passender sein kann zum Fest der Liebe.

Bewertung: 3 von 5 Christbäumen

Sendetermin:

RTL, Dienstag, 24. Dezember, 14.50 Uhr

Platz 10: Eine Weihnachtsgeschichte

Charles Dickens liefert die Romanvorlage für etliche Adaptionen, die auf Zelluloid gebannt worden sind. Die Geschichte über den griesgrämigen, verbitterten Geizhals Ebeneezer Scrooge, dem an Weihnachten die Geister der früheren, der gegenwärtigen und der zukünftigten Weihnacht erscheinen, ihm den Spiegel vorhalten und ihn schließlich läutern. Eine der wunderbarsten Erzählungen, die der englische Schriftsteller 1843 veröffentlicht hat. Seitdem haben sich viele Filmschaffende der Romanvorlage „A Christmas Carol“ angenommen. 1901 war der erste bekannte Scrooge-Kurzfilm erschienen, gute 30 Jahre später der erste Tonfilm. Disney hat sich der Geschichte angenommen – natürlich mit Onkel Dagobert als geizigen „Scrooge McDuck“. Mit Komiker Bill Murray in der Hauptrolle wurde die Geschichte, die ursprünglich im 19. Jahrundert spielt in die 1980er-Jahre verlegt.

Und auch die Muppets spielten die Geschichte über den armen Buchhalter und seinem geizigen Chef nach (1992).

Fazit: In „Charles Dickens – eine Weihnachtsgeschichte“ wird der Stoff des berühmten „Christmas Carol“ von Dickens auf authentische Weise aufbereitet. Für die ganze Familie, ab sechs Jahre.

Bewertung: 5 von 5 Christbäumen

Sendetermin:

3 Sat, Mittwoch, 25. Dezember, 20.10 Uhr

Platz 11: Die Hüter des Lichts

Zeichentrickfilme oder teil-animierte Filme, vor allem aus der Disney-Werkstatt und den Pixar-Animation-Studios, werden auch in diesem Jahr die Wartezeit auf das Christkind verkürzen. Die besondere Empfehlung: „Die Hüter des Lichts“.

North, der tätowierte Weihnachtsmann, der Osterhase Bunny, Jack Frost, Tooth die Zahnfee und der Sandmann namens Sandy sind die Hüter des Lichts und Verteidiger der Fantasie. Ihre Aufgabe ist es, die Hoffnungen, Träume, Erinnerungen und vor allem den Glauben der Kinder zu bewahren. Gegner der Hüter sind der böse Pitch (als schwarzer Mann bekannt). Pitch versucht alles, um die Kinder in Angst zu versetzen, damit sie an ihn glauben und er genug Macht erlangen kann, um die Wächter endgültig zu vernichten.

Fazit: Temporeicher und gut aufbereiteter Gut-Böse-Animationsfilm mit einem attraktiven Jack Frost, der als Doppelgänger von Justin Biber durchgehen könnte.

Bewertung: 5 von 5 Christbäumen

Sendetermin:

RTL, 26. Dezember, 14.50 Uhr

Weitere Trickfilme an Weihnachten

24. Dezember:

„Der Grinch“, 16.45 Uhr, VOX

„Oben“, 18.40 Uhr, VOX

„Minions“, 20.15 Uhr, RTL

25. Dezember:

„Monsters vs Aliens“, 11.15 Uhr, SAT.1 

„Pocahontas“, 12.05 Uhr, RTL

„Für immer Shrek“, 12.55, SAT.1

„Mulan“, 13.30 Uhr, RTL

„Drachenzähmen leicht gemacht“, 14.35 Uhr, SAT.1

„Merida – Legende der Highlands“, 15.00 Uhr, RTL

„Hotel Transsilvanien“, 16.25 Uhr, SAT.1

„Das Dschungelbuch“, 16.45 Uhr RTL

"Pets“, 17.40 Uhr, ZDF

„Findet Dorie“, 18.10 Uhr, SAT.1

26. Dezember:

„Für immer Shrek“, 4.45, SAT.1

„Drachenzähmen leicht gemacht“, 8.00 Uhr, SAT.1

„Hotel Transsilvanien“, 9.45 Uhr, SAT.1

„Merida – Legende der Highlands“, 9.45 Uhr, RTL

„Das Dschungelbuch“, 11.25 Uhr, RTL

„Ich – einfach unverbesserlich 3“, 16.40 Uhr, RTL

„Vaina - Das Paradies hat einen Haken“, 20.15 Uhr, SAT.1

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