Waschbär Waldemar hat sich gestern doch noch in die Dorfschule geschlichen.

Waschbär Waldemar hat sich gestern doch noch in die Dorfschule geschlichen.

Dort hat er einen Zettel mit vielen Nikolausgedichten für meine Entenfreundin Klara besorgt – obwohl er Angst hatte, dabei dem Krampus zu begegnen. „Schnell, wir müssen eines davon noch auswendig lernen“, quakte Klara und schnappte sich das Stück Papier. „So ein Mist!“, quakte sie dann. „Keines der Gedichte passt, wenn man, wie wir Enten, an einem See wohnt.“ Mal hieß es, der Nikolaus solle „ins Haus“ kommen, dann klopfte er „an die Tür“ oder kam „herein“. Wir Enten wohnen aber draußen. „Ohne Gedicht werden wir nichts bekommen“, schnatterte Klara traurig. „Papperlaquak!“, schnatterte Agnes. „Jedes Küken weiß, dass der Nikolaus ein gütiger Mann ist.“ Waldemar hatte eine Idee: „Wir dichten das einfach um!“, brummte er – und Klara machte sich sogleich ans Werk. „Niklaus, Niklaus, komm an den See, denn nirgendwo sonst ist es so schee. Hol aus deinem Sack der Geschenk Rest, denn gute Enten sitzen hier im Nest.“ Ich kann euch quaken: Als der Nikolaus am Abend dann endlich kam, war er begeistert von Klaras Gedicht. Wir Tiere am See schlugen uns bald die Bäuche mit den Leckereien voll, die er uns geschenkt hat. Eure Paula

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