Waschbär Waldemar geht oft im Dorf in der Nähe des Sees auf Beutezug – natürlich nur nachts, damit ihn die Zweibeiner nicht verjagen.

Waschbär Waldemar geht oft im Dorf in der Nähe des Sees auf Beutezug – natürlich nur nachts, damit ihn die Zweibeiner nicht verjagen.

So kann er in Ruhe Mülltonnen nach Essbarem durchwühlen. Manchmal findet er darin auch andere Dinge, die „zu schade für die Tonne“ seien, wie er brummt. Neulich hat er aber etwas darin gefunden, das auch im kaputten Zustand nicht in die Tonne gehört: ein Smartphone. „So eines wollte ich schon immer haben“, brummte Waldemar. Doch so lange er auch daran herumdrückte – der Bildschirm des Handys blieb dunkel. „So ein Mist“, brummte Waldemar. „Ich wollte meinen Waschbärfreunden in aller Welt Nachrichten schreiben.“ So hatte er das bei den Zweibeinern gesehen. „Schick ihnen doch Postkarten“, quakte meine Entenfreundin Agnes. „Die Zweibeiner tun das seit 150 Jahren.“ Die Postkarte sollte damals eine billigere Alternative zum Brief sein. Dafür kann aber auch jeder den Text mitlesen. In Österreich-Ungarn erlaubte man die Postkarte am 1. Oktober 1869. Bei uns folgte sie ein Jahr später. Schon im Jahr 1900 wurden eine Milliarde Postkarten verschickt. 2017 waren es aber nur noch 195 Millionen. „Heute versenden viele Zweibeiner ihre Nachrichten lieber per E-Mail, SMS oder Whatsapp“, quakte Agnes. Eure Paula

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