„Was soll so toll daran sein, auf den Schultern eines Gottes zu hocken?

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„Was soll so toll daran sein, auf den Schultern eines Gottes zu hocken? “ So quakte meine Freundin Agnes gestern.

Sie meinte Odin. In der Vorstellung der alten Germanen war das der Chef der Götter. Als solcher hatte er natürlich auch Helfer: Zwei davon waren Vögel, die bei uns eher als Unglücksboten gelten. Auf Odins Schultern hockten zwei Raben, nämlich Hugin und Munin. „Was für komische Namen“, quakte meine Freundin Klara. „Sie passen sogar sehr gut“, krächzte Ulrich. Übersetzt bedeuten sie so viel wie „Gedanke“ und „Erinnerung“. Da Raben ziemlich schlaue Vögel sind und mit einem Elefantengedächtnis glänzen, passt das sehr gut. „Und Hugin und Munin leisteten Odin gute Dienste“, krächzte Ulrich. Der wissensdurstige Gott schickte sie einer Erzählung zufolge morgens los, damit sie alle Neuigkeiten für ihn sammeln. Abends landeten sie dann wieder auf seinen Schultern, um ihn zu berichten. Doch hatte Odin noch andere tierische Helfer. „Da war etwa sein achtbeiniges Pferd Sleipnir“, krächzte Ulrich. Waschbär Waldemar lachte. „Acht Beine?“, brummte er. „Dieser Odin hatte wohl ein paar Pfunde zu viel.“ Ulrich blickte ernst. „Ob Odin deine Witze auch so lustig findet?“, krächzte er. Der mischt sich laut den Germanen gern als Wanderer unter die Menschen, um ihren Geschichten zu lauschen. „Vielleicht ja auch freche Waschbären“, kauzte Ulrich. Eure Paula

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