„Was bildet sich dieses Hermelin ein?“, quakte Agnes.

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„Was bildet sich dieses Hermelin ein?“, quakte Agnes.

„Es glaubt wohl, es ist das einzige Wiesel auf der Welt.“ Sie hielt die Zeitung in den Flügeln und deutete mit dem Schnabel auf ein Foto auf der Kinderseite. Das zeigte ein Tier mit weißem Fell. Das trägt es nur im Winter, weil es bei Schnee damit nicht so auffällt. Im Sommer hat es ein braunes Fell, nur Hals und Bauch sind hell. Das Pelztier behauptete in der Zeitung auch, die Menschen würden es wegen der verschiedenen Fellfarben nur im Winter Hermelin nennen – und im Sommer „Wiesel“. Damit war Agnes nicht einverstanden. „Mag ja sein, dass es Leute gibt, die das mit dem Fellwechsel nicht wissen und darum denken, sie hätten im Sommer ein anderes Tier vor sich“, quakte sie. „Aber: Das Hermelin ist nicht das einzige Wiesel und man darf es auch im Sommer so nennen.“ Es gebe nämlich mehrere Arten, die zu den Wieseln zählen. „Zwei leben bei uns: das Hermelin, auch Großes Wiesel genannt, aber auch das kleinere Mauswiesel.“ Darum hatte Agnes das Hermelin in der Zeitung „eingebildet“ genannt. Bei uns trägt das Mauswiesel sein braunes Fell auch im Winter. Nur in Teilen Europas gibt es Mauswiesel, die wie das Hermelin ein weißes Winterfell bekommen. Aber auch von dem kann man das Hermelin gut unterscheiden: Man erkennt es an seiner schwarzen Schwanzspitze. Eure Paula

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