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„Den Windkraft-Schnellzug losschicken“

Warum die Grünen 400 staatseigene Windräder in Bayerns Staatsforsten wollen

Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann fordert mehr Windräder im Staatswald.
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Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann fordert mehr Windräder im Staatswald.

Die Grünen verschärfen ihre Forderungen für den Windkraft-Ausbau in Bayern. Sie fordern, dass der Freistaat selbst in die Finanzierung einsteigt – und schnell mehr Windräder in den Staatsforsten errichtet.

München – „400 Windräder in den nächsten vier Jahren im Staatswald – das ist ambitioniert, aber zu schaffen“, sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann in München. Es gehe beim Ausbau der Windenergie um Tempo. „Auf staatseigenem Grund können wir jetzt den Windkraft-Schnellzug losschicken.“

Bisher hatten die Grünen immer von 400 Windrädern in den Staatsforsten bis 2030 gesprochen, Hartmann drängt nun aber auf noch mehr Eile. Neu ist zudem, dass die Grünen nicht mehr auf externe Investoren setzen, sondern die Anlagen aus staatlichen Mitteln finanzieren wollen.

„Die zeitaufwendige Grundstückssuche fällt weg“

Trotz der Absichtsbekundungen der Staatsregierung für mehr Windkraft stocke der Ausbau in Bayern nach wie vor, so Hartmann. Es müssten endlich Fortschritte sichtbar werden: „Im Staatswald können wir morgen mit dem Bau von Windrädern anfangen. Die Staatsregierung hat hier das Heft des Handelns unmittelbar in der Hand.“ Über die Bayerischen Staatsforsten könne der Freistaat selbst zum Erzeuger erneuerbarer Energie werden. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) könne als Vorbild vorangehen.

Die Bayerischen Staatsforsten sind ein Unternehmen im Eigentum des Freistaats. Dadurch ergebe sich laut Hartmann ein klarer Vorteil: „Die zeitaufwendige Grundstückssuche fällt weg und wir gewinnen Tempo. Der Freistaat kann umgehend Planungsbüros beauftragen und die Windräder in die Umsetzung bringen.“

„Trödeln, drucksen, ankündigen“

2019 hatte sich die Staatsregierung in ihrem Klimaschutzprogramm selbst das Ziel gesteckt, im Staatswald rund 100 Windräder zubauen zu wollen. „Passiert ist seither nichts. Schon 2019 haben sich im Staatswald 101 Windräder gedreht – kein einziges ist seitdem dazugekommen. Trödeln, drucksen, ankündigen – mehr ist nicht drin im Ausbaupaket für die Windkraft von Herrn Söder“, betonte Hartmann.

Profitieren könnten vom Bau der Windräder viele. „Wenn die ersten 400 Windräder im Staatswald im Besitz der Staatsforsten verbleiben, gehören sie uns allen – dem Busfahrer genauso wie der Zahnärztin“, sagte Hartmann. „Das ist Bürgerbeteiligung par excellence.“ Hinzu käme eine zusätzliche Einnahmequelle, von denen der Staatswald direkt profitiere, weil Erlöse aus der Windkraft auch direkt in den Waldumbau fließen könnten.

Nimmt die Windkraft in Bayern Fahrt auf?

Die Windkraft in Bayern wird nach Ansicht von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) demnächst Fahrt auf nehmen. Nach Jahren des Stillstands sei zu erwarten, dass hunderte Windräder in den nächsten zwei Jahren auf den Weg gebracht werden könnten, erklärte Aiwanger. Er wisse von aktuell 70 bayerischen Städten und Gemeinden mit Windkraftprojekten. Allerdings sind es keine staatlichen Projekte, sondern zumeist private Investoren. Unternehmen meldeten sich mittlerweile täglich, berichtet Aiwanger. Nächste Woche werde eine weitere Anlage in Wiesenfelden (Kreis Straubing-Bogen) in Betrieb genommen. Betreiber ist die Gruppe „Ostwind“. Einen weiteren Schub erwarte er nach dem 16. November, wenn die Änderungen bei der 10H-Regel in Kraft treten und der Bau von Anlagen mit reduziertem Mindestabstand möglich werde. „Die Windkraft in Bayern nimmt Fahrt auf.“ 

mm/lby

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