51-JÄHRIGER FÄLLT IM ALLGÄU IN DIE TIEFE – LAWINE AM TAUBENSTEIN

Wanderer stürzt in den Tod

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Lawinenabgang im Taubensteingebiet: 40 Rettungskräfte suchten nach Vermissten. Verschüttet wurde niemand. TP

Oberstdorf/Spitzingsee – Ein 51-jähriger Mann ist am Sonntagnachmittag bei einer Bergwanderung in den Tod gestürzt.

Der Wanderer aus dem Oberallgäu war gegen Mittag bei besten Wetterbedingungen zu einer Bergtour auf den 1748 Meter hohen Riefenkopf bei Oberstdorf im Allgäu aufgebrochen. Er sei ein erfahrener Wanderer und oft in den Bergen unterwegs gewesen, sagte seine Frau später der Polizei. Alleine und abseits der ausgewiesenen Wanderwege machte er sich auf in das schneebedeckte Gelände.

Doch auf einer Höhe von etwa 1600 Metern stürzte der 51-Jährige in dem unwegsamen Gelände am Riefenkopf im Oytal, wie die Polizei mitteilte. Offenbar fiel er mehrere hundert Meter in die Tiefe. Eine Angehörige der Bergwacht hatte den Bergunfall zufällig beobachtet. Sie eilte dem abgestürzten Wanderer sofort zu Hilfe – doch als sie an der Absturzstelle angekommen war, konnte sie dem 51-Jährigen nicht mehr helfen. Zur Bergung der Leiche wurde ein Hubschrauber der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei angefordert. Die Alpine Einsatzgruppe hat auch die Ermittlungen zu dem Unfall übernommen.

Glimpflich ist gestern ein Lawinenabgang im Taubensteingebiet (Kreis Miesbach) ausgegangen. Die Schneemassen hatten sich im steilen Südhang gelöst und waren das Kar in Richtung der darunterliegenden Almen hinuntergedonnert. Sofort startete ein Großeinsatz. Weil am Hang Spuren von Skifahrern zu erkennen waren, mussten die Rettungskräfte von verschütteten Personen ausgehen. 40 Einsatzkräfte der Bergwacht waren vor Ort. Ein Rettungs- und zwei Polizeihubschrauber flogen das Gebiet ab. Nach intensiver Suche konnte die Bergwacht Entwarnung geben. Es wurde kein Verschütteter gefunden und es lag keine Vermisstenmeldung vor. Nach zweieinhalb Stunden wurde der Einsatz abgebrochen. Die Lawine hatte sich wohl von selbst gelöst.  mm/sg

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