Als Waldkauz Ulrich gestern am Seeufer landete, war sein Gefieder zerzaust.

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Als Waldkauz Ulrich gestern am Seeufer landete, war sein Gefieder zerzaust.

„Sabine hat dich aber kräftig durchgepustet!“, quakte meine Entenfreundin Klara. „Warum hast du dich nicht verkrochen, so wie wir Enten?“ Mit „Sabine“ meinte Klara das Sturmtief, das in den vergangenen Tagen durchs Land gefegt ist. Wir Enten fanden zum Glück Zuflucht in der Biberburg der Biberin Frau Dr. Raspelzahn. Ulrich war einfach in seiner Baumhöhle geblieben. Er wurde da oben kräftig durchgeschüttelt. „Auch ich hatte Angst“, quakte Klara. „Ich frage mich, was diese Sabine eigentlich so wütend gemacht hat, dass sie gar so wild tobte?“ Ulrich lachte. „Sabine war doch ein Sturm und kein Mensch oder Tier“, krächzte er. Außerdem: „Im Herbst und Winter sind Stürme generell häufig“, erklärte uns Ulrich. Dann ist es im Norden nämlich noch sehr kalt, vom Süden her zieht aber warme Luft heran. Prallen kalte und warme Luftmassen zusammen, entsteht dabei Energie – im Winter besonders viel. Zu dieser Jahreszeit ist der Temperaturunterschied besonders groß. „So entsteht manchmal sogar ein Orkan“, verriet uns Ulrich. „So nennt man einen Sturm, bei dem der Wind mit 118 Kilometern und mehr pro Stunde weht – wie Sabine eben. Eure Paula

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