Waldemar macht nicht mal vor Christbäumen halt: Gestern kam der Waschbär mit einem Strohstern in den Pfoten an den See.

Waldemar macht nicht mal vor Christbäumen halt: Gestern kam der Waschbär mit einem Strohstern in den Pfoten an den See.

„Wo hast du den geklaut?“, quakte ich. „Ach, von dem schönen Christbaum im Dorf“, brummte er. „Keine Sorge, Paula! Da sind noch genug andere dran.“ Waldemar wollte den Stern als Bastelvorlage nehmen: Auch wir Tiere wollen wieder einen Baum schmücken. Davor müssen wir noch Sterne basteln. „Das macht Spaß“, brummte Waldemar. „Obwohl ich gar nicht weiß, warum wir das tun.“ Wir haben uns das von den Zweibeinern abgeschaut: Rund 500 Jahre ist es wohl schon her, dass sie erstmals Tannenbäume zu Weihnachten schmückten. Diese standen aber noch nicht daheim im Wohnzimmer, sondern in Zunfthäusern. Eine „Zunft“ ist eine Art Handwerker-Verband. Erst vor etwa 400 Jahren fingen Zweibeiner damit an, Christbäume auch daheim in Wohnzimmern aufzustellen – allerdings machten das erst reiche Leute. Nach und nach verbreitete sich der Brauch aber. Immer mehr Zweibeiner schmückten zu Weihnachten einen Baum. Heute steht sogar einer im Dorf in der Nähe des Sees – also dort, wo Waldemar den Stern geklaut hat. „Den nehm ich erst mal mit in meine Baumhöhle“, brummte er. Eure Paula

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