Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Waldbesitzer gegen dritten Nationalpark

Die bayerische Staatsregierung will einen dritten Nationalpark in Bayern – die Waldbesitzer nicht. Vor allem nicht im Spessart.

Protest

München – Bayerns Waldbesitzer lehnen einen weiteren Nationalpark im Freistaat ab. „Wir haben mit Unverständnis auf dieses Vorhaben der Staatsregierung reagiert, weil es aus fachlicher Sicht nichts bringt“, sagte der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands, Josef Ziegler, am Freitag bei einer Mitgliederversammlung in München.

Bei der Ausweisung eines dritten Nationalparks handele es sich um Symbolpolitik, die auch touristisch keinen Mehrwert habe. „Die touristischen Chancen beim ersten deutschen Nationalpark waren wesentlich höher, jetzt gibt es bereits 16“, sagte Ziegler.

Wichtig sei aber, die Interessen der Betroffenen zu berücksichtigen. Wenn die Eigentümer vor Ort einen dritten Nationalpark wollten, werde sich der Verband nicht dagegen stellen, heißt es im Jahresbericht. Ziegler geht derzeit aber nicht davon aus, dass es im Verband Regionen gibt, in denen die Mitglieder einen dritten Nationalpark unterstützen würden.

Bislang gibt es im Freistaat die Nationalparke Bayerischer Wald und Berchtesgaden, Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) möchte einen weiteren gründen. Als eine mögliche Region ist der Spessart in Unterfranken im Gespräch. „Wenn man irgendwo suchen will, wo es überhaupt keinen Sinn macht, dann ist es der Spessart“, sagte Ziegler mit Blick auf die Stimmung unter den Waldbesitzern. „Diese unglaubliche Kulturleistung der Eichenzucht einer Mode, einer naturschutzromantischen Welle zu opfern, ist eine Kulturschande.“ Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern lehnt einen Nationalpark im Spessart als „absurd“ ab.  lby

Kommentare