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Vorstoß zur Pendlerpauschale: Die Mittelschicht wird gerne vergessen

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Mike Schier
  • Mike Schier
    VonMike Schier
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CDU und CSU hatten es schon länger gefordert, jetzt bringt auch Finanzminister Christian Lindner (FDP) eine deutlich höhere Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer ins Spiel – unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Gut so!

In der aktuellen Debatte um hohe Energiepreise waren all jene, die mit ihren Steuern aus täglicher Arbeit das Land tragen, zuletzt ein wenig zu kurz gekommen. Die Mittelschicht wird gerne vergessen. Und bei der SPD klingt „Gutverdiener“ gelegentlich wie ein Vorwurf, obwohl die meisten Familien im teuren Oberbayern (mit langen Pendelwegen) auch mit ordentlichem Einkommen sehr wohl aufs Geld achten müssen.

Dass erste Entlastungen nur auf Fernpendler mit mehr als 20 Kilometern Arbeitsweg beschränkt waren, wirkte ziemlich willkürlich. Deshalb wäre es richtig, künftig alle Steuerzahler zu entlasten und quasi automatisch jene zu belohnen, die sparsamer unterwegs sind – beispielsweise mit dem Rad. Gerne kann die Koalition mit einer Nachfolgeregelung für das Neun-Euro-Ticket auch Anreize für einen Umstieg auf Bus und Bahn setzen.

Doch wenn die Grünen die Pendlerpauschale pauschal als „umweltschädliche Subvention“ abwerten, liegen sie falsch: Im ländlichen Raum gibt es zum Auto oft keine Alternative. Dort müssen Pendler schon sehr große Idealisten sein, wenn sie sich täglich den rudimentären Busverbindungen anvertrauen. Wer das negiert, hat die Großstadt offenbar schon länger nicht mehr verlassen.

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