Verurteilte Wirtin kämpft gegen Justiz

  • schließen
  • Weitere
    schließen
Kampf ohne Ende? Mit diesem Bild wollte Georgine Schwoshuber 2007 ihre Verzweiflung demonstrieren. Sie kämpft seit zehn Jahren gegen ein Gerichtsurteil. Foto: Jantz
+
Kampf ohne Ende? Mit diesem Bild wollte Georgine Schwoshuber 2007 ihre Verzweiflung demonstrieren. Sie kämpft seit zehn Jahren gegen ein Gerichtsurteil. Foto: Jantz

München/Bayrischzell – Georgine Schwoshuber hat ihren Kampf gegen die bayerische Justiz noch nicht aufgegeben.

Knapp zehn Jahre, nachdem die 72-Jährige aus Bayrischzell (Kreis Miesbach) zu 14 Monaten Haft verurteilt wurde, wehrt sie sich noch immer gegen das Urteil.

Die Wirtin des Silbercafés war vor elf Jahren mit einer Münchnerin aneinandergeraten, weil die Dame das Café zwar betreten, sich aber geweigert hatte, den Eintritt für Schwoshubers Puppenmuseum zu bezahlen. Der Streit eskalierte auf dem Parkplatz. Die Wirtin wurde vom Amtsgericht Miesbach wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Das Landgericht München II und das Oberlandesgericht bestätigten das Urteil. Zwölf Monate hat die Wirtin bereits abgesessen – doch noch immer wehrt sie sich gegen die Strafe. Ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens war im September gescheitert. Gegen diesen Beschluss hat Georgine Schwoshubers Anwältin nun erneut Beschwerde eingelegt.

Bei dem Eintrittsgeld, wegen dem 2005 der Streit ausbrach, handelt es sich um fünf Euro.  dak

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare