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Nach Gewalttat in Garmisch-Partenkirchen

Verhaftung auf 2050 Meter Höhe: Wie der Tatverdächtige in den Bergen gefasst wurde

Der junge Mann fuhr mit der Gondel zum Bergrestaurant Alpspitz.
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Der junge Mann fuhr mit der Gondel zum Bergrestaurant Alpspitz.
  • Andreas Seiler
    VonAndreas Seiler
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  • Johannes Welte
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Nach dem versuchten Tötungsdelikt in Garmisch-Partenkirchen, bei dem eine 21-jährige Ukrainerin lebensgefährlich verletzt wurde, konnte der Tatverdächtige gefasst werden. Die Verhaftung fand auf 2050 Meter Höhe statt. Den Fahndungserfolg hat die Polizei dem Personal eines Bergrestaurants zu verdanken.

Garmisch-Partenkirchen – Eine 21- jährige Ukrainerin war am Dienstagmorgen von Nachbarn gefunden worden. Sie lag mit lebensgefährlichen Verletzungen in der Hofeinfahrt eines Mehrfamilienhauses in Garmisch-Partenkirchen (wir berichteten). Der Täter war unerkannt mit seinem silberfarbenen Fahrrad geflüchtet.

Kurz darauf tauchte um 8.45 Uhr an der Bergstation der Alpspitzbahn am Osterfelderkopf ein junger Mann auf. „Er muss mit der ersten Gondel hochgefahren sein und wirkte nervös“, berichtet Gertrud Trieb, die gerade im Restaurant Alpspitz bediente. „Erst wollte er Kaffee und etwas Süßes, dann aber etwas Herzhaftes“, erinnert sie sich. Das fand Trieb seltsam. „Es gab nur Bratwurst und Pommes, damit war er aber zufrieden.“

Der Wirt Andrew Syme berichtet: „Er setzte sich in die letzte Ecke und versuchte, nicht in Richtung anderer Gäste zu schauen.“ Dann verschwand der Unbekannte – bis er gegen 15 Uhr zurückkehrte. „Wieder bestellte er Bratwurst mit Pommes“, erinnert sich Trieb. „Wir fanden das erst komisch, dachten aber, die Bratwurst schmeckt ihm einfach.“ Erneut verschwand der Mann.

„Da sah ich dann im Internet das Fahndungsfoto“

Die Belegschaft machte um 17 Uhr Feierabend und fuhr mit der Gondel ins Tal. „Da sah ich dann im Internet das Fahndungsfoto, mit dem der Mann gesucht wurde“, erzählt Syme. „Ich rief sofort die Polizei an und lotste sie auf den Gipfel.“

Die Beamten flogen mit einem Helikopter auf den Berg, Fahrzeuge folgten. „Schließlich haben sie den Mann gefunden, der sich im Deckenlager unserer Terrasse versteckt und eingewickelt hatte.“ Der Tatverdächtige wurde festgenommen, gestern Nachmittag erging Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Es handelt sich um den Jordanier Shadi B., der mit dem Opfer aus des Ukraine geflohen sein soll. Die junge Frau, die in einer Flüchtlingsunterkunft lebte, wird in einer Klinik behandelt. Sie schwebt noch immer in Lebensgefahr, berichtet ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

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