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verdi droht  Streik auf Oberbayerns Seen Schlechte Nachrichten für Ausflügler: Verdi droht für die Sommerferien mit War...

Schlechte Nachrichten für Ausflügler: Verdi droht für die Sommerferien mit Warnstreiks bei der Bayerischen Seenschifffahrt. Betroffen wären Bootsfahrten auf dem Königs-, Ammer-, Starnberger- und Tegernsee.

verdi droht  Streik auf Oberbayerns Seen Schlechte Nachrichten für Ausflügler: Verdi droht für die Sommerferien mit Warnstreiks bei der Bayerischen Seenschifffahrt.

verdi droht 

Streik auf Oberbayerns Seen

Schlechte Nachrichten für Ausflügler: Verdi droht für die Sommerferien mit Warnstreiks bei der Bayerischen Seenschifffahrt. Betroffen wären Bootsfahrten auf dem Königs-, Ammer-, Starnberger- und Tegernsee.

Von Tobias Lill

München – Wer am kommenden Montag eine Bootsfahrt auf einem der großen oberbayerischen Seen plant, muss damit rechnen, dass die Anlegestelle verwaist bleibt. Denn Verdi droht für diesen Tag mit einem Warnstreik bei der landeseigenen Bayerischen Seenschifffahrt GmbH. Die 1997 privatisierte Gesellschaft ist für Bootsfahrten auf dem Ammer-, Starnberger-, Tegern- und Königssee zuständig.

Grund für die anvisierte Arbeitsniederlegung ist das immer wahrscheinlicher werdende Scheitern der Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Freistaat über einen eigenen Tarifvertrag für die Angestellten der Bayerischen Seenschifffahrt. Heute gibt es noch ein Treffen der Kontrahenten. Aber Verdi-Verhandlungsführer Norbert Flach sagte unserer Zeitung: „Ich bin pessimistisch, dass es bei dieser vierten Verhandlungsrunde zu einer Einigung kommt.“ Ein Streik am Montag sei wahrscheinlich. Man wolle aber nochmal „ernsthaft verhandeln“.

Ein anderer hochrangiger Verdi-Vertreter geht sogar davon aus, dass „der Streik am Montag so gut wie sicher ist“. Die Forderungen beider Seiten würden so weit auseinander liegen, dass eine rasche Einigung eigentlich nicht möglich sei. Die Vorbereitungen für mögliche Arbeitsniederlegungen sollen bereits laufen, wie es aus Gewerkschaftskreisen heißt. Sollten die Gespräche scheitern, drohen die Arbeitnehmervertreter für die restlichen Sommerferien mit weiteren Warnstreiks.

Verdi fordert deutlich mehr Lohn sowie kürzere Arbeitszeiten für die Beschäftigten der Seenschifffahrt. „Eigentlich wollten wir die Einführung des Tarifvertrags des öffentlichen Diensts. Aber das hat die Landesregierung abgelehnt“, sagt Flach, der auch Vize-Chef von Verdi Bayern ist. In den Verhandlungen über einen Haustarifvertrag wollen die Arbeitnehmervertreter den Regelungen für Angestellte des öffentlichen Diensts aber möglichst nahe kommen. Noch heute will die Gewerkschaft bekanntgeben, ob sie zu Warnstreiks aufruft.

Die Bayerische Seenschifffahrt hat nach eigenen Angaben etwa 160 Mitarbeiter, Verdi zufolge sind es wegen der vielen Saisonkräfte sogar 180. Mehr als die Hälfte von ihnen sei direkt bei der GmbH angestellt. Die restliche Belegschaft bestehe aus Angestellten, die dort bereits vor der Privatisierung gearbeitet haben, und nun formal vom Freistaat entliehen würden. Für sie gilt nach wie vor der Tarifvertrag des öffentlichen Diensts.

Im Vergleich zu den Kollegen, die direkt beim Staat angestellt sind, verdienen die ausgelagerten Mitarbeiter laut Verdi mehrere hundert Euro weniger im Monat. Zudem sei ihre Wochenarbeitszeit länger. „Den Beschäftigten reicht es. Sie wollen endlich einen Tarifvertrag“, schimpft Flach. Der Organisationsgrad in dem Unternehmen sei „sehr gut“. Davor, dass der Streik durch die direkt beim Freistaat beschäftigten Mitarbeiter ausgehöhlt wird, hat er keine Angst. „Diese Kollegen werden wir gegebenenfalls zum Sympathiestreik aufrufen.“ Verdi glaubt, dass man den Verkehr auf mehreren der vier Seen zum Erliegen bringen könne.

Eine Sprecherin des Finanzministeriums sagte auf Anfrage, ihr Haus äußere sich „prinzipiell nicht zu laufenden Tarifverhandlungen“. Auch zu den Auswirkungen möglicher Streiks wollte sie nichts sagen.

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