Verdammt heiße Nummer

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Seltsame Wolke: Eine Frau wundert sich am Marienplatz über das qualmende Etwas, das gerade vorbeifährt. Foto: kniepkamp

Wolken sind derzeit ein eher seltener Anblick, der bayerische Himmel erstrahlt in diesem Hochsommer im reinsten Blau.

Noch ungewohnter war allerdings der Anblick einer Wolke, die in der vergangenen Woche durch die Straßen Münchens radelte. Der Künstler Martin Nothelfer wollte mit der vom Münchner Umweltverein Green City unterstützten Aktion auf die dicke Luft auf Münchens Straßen hinweisen.

Eine Woche lang war Martin Nothelfer Tag für Tag unterwegs – auf wenig belasteten Straßen ließ er Seifenblasen regnen, auf viel befahrenen Wegen stieß seine Radlkonstruktion dagegen dichten weißen Rauch aus. „So will ich auf spielerische Weise die Verschmutzung der Stadtluft durch die Abgase der Autos sichtbar machen“, sagt Nothelfer. Zum Abschluss der Aktion, bei der er im ganzen Stadtgebiet unterwegs war, drehte er gestern noch eine qualmende Runde auf dem Marienplatz – im Beisein von Münchens Umweltreferentin Stephanie Jacobs. „Eine tolle Aktion, die ohne Verbot und Zeigefinger auf das Thema aufmerksam macht“, findet die Referentin.

Für den Wolkenradler selbst ging eine verdammt heiße Zeit zu Ende. „Mir gefiel der Kontrast: Während ich dick eingepackt durch den Englischen Garten geradelt bin, sind die Leute drumherum in den Eisbach gesprungen.“ Immerhin: Das Gefährt – aus zwei Mountain-Bike-Rahmen und einzelnen Versatzstücken zusammengebaut – sei sehr angenehm zu fahren gewesen. Der Tipp des Wolkenradlers für die kommenden heißen Tage: „Viel trinken – und zu Hause eine kalte Dusche.“ marc kniepkamp

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