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Blutgruppe mitentscheidend

„Mücken-Opfer“: Warum manche Menschen besonders oft gestochen werden – und andere nicht?

Mehrere Mücken sind auf dem Arm einer Frau zu sehen.
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Mücken sind derzeit eine echte Plage

Sie sind hierzulande zumeist harmlos, aber unglaublich nervig: Mücken. Einige Menschen werden dabei besonders häufig von den Plagegeistern heimgesucht.

Landkreis - Die Temperaturen der letzten Wochen bieten Mücken derzeit beste Bedingungen. Ob beim Relaxen auf der Terrasse, beim Sport oder abends beim Einschlafen – Mücken stören uns aktuell in vielen Situationen. Was viele Menschen dabei kennen: Während die einen von fiesen Stichen übersät sind, werden andere von Stechmücken selten oder gar nicht heimgesucht. Aber warum ist das eigentlich so? 

Häufige Mückenstiche: Ist das „süße Blut“ schuld?

Ein viel zitierter, vermeintlicher Grund für die Vorliebe der Stechmücke für bestimmte Menschen lautet: Sie haben süßeres Blut. Dem ist aber nicht so – mit der Süße des Blutes hängen häufige Mückenstiche nicht zusammen.

Dennoch hat es auch etwas mit dem Blut zu tun, wenn Menschen besonders oft unter Mückenstichen leiden. Forscher haben herausgefunden, dass Mücken die Blutgruppe 0 bevorzugen. Die Wahrscheinlichkeit, von einer Mücke gestochen werden, ist nach einer japanischen Studie, die im Journal of Medica Entomology erschienen ist, bei Blutgruppe 0 sogar doppelt so hoch wie bei der Blutgruppe A. Blutgruppe B liegt dazwischen.

Besonders interessant dabei: Etwa 85 Prozent aller Menschen zeigen ihre Blutgruppe (egal welche) über ein chemisches Signal auf der Haut an. Die übrigen 15 Prozent werden von Mücken in Ruhe gelassen.

Insektenstiche: Mücken nehmen den menschlichen Atem wahr

Aber auch, wer nicht Blutgruppe 0 hat, kann unter bestimmten Umständen zum Mücken-Opfer werden. Denn in erster Linie nehmen Mücken die Atmung der Menschen wahr – genauer das Kohlendioxid im menschlichen Atem. Dieses können sie auf eine Entfernung von bis zu 50 Metern registrieren.

Wer mehr Kohlendioxid ausatmet, ist also grundsätzlich interessanter für Mücken. Daneben spielen weitere Faktoren eine wesentliche Rolle, um zum Mücken-Magnet zu werden.

Von Mückenstichen übersät – das sind mögliche Gründe

Neben dem Kohlendioxid beim Ausatmen sowie der Blutgruppe, nehmen Mücken auch Körperwärme und -geruch des Menschen wahr. Dabei gilt:

  • Wer eine höhere Körpertemperatur hat, wird eher von Stichen geplagt.
  • Gleiches gilt für Menschen, die häufig schwitzen. Denn auch der Geruch von Schweiß zieht Mücken an.
  • Entscheidend sind dabei auch die Stoffwechselprodukte, die über den Schweiß abgesondert werden, wie Milch- und Harnsäure oder Ammoniak. Jeder Mensch produziert – genetisch bedingt – unterschiedliche Mengen dieser Stoffe.
  • Die Zusammensetzung unserer Hautbakterien ist ebenfalls entscheidend. So haben Forscher von der Universität Wageningen in den Niederlanden in einer Studie herausgefunden, dass Menschen häufiger von Mücken gestochen werden, wenn sie weniger Bakterien auf der Haut haben. Es gebe dabei zugleich bestimmte Hautbakterien, die für Mücken attraktiver sind.
  • Schwangere werden häufiger von Mücken heimgesucht, denn ihre Körpertemperatur ist höher – und sie atmen auch mehr CO2 aus.
  • Ebenso weisen Studien darauf hin, dass Frauen in bestimmten Phasen des Menstruationszyklus mehr Mückenstiche bekommen.
  • Eine entsprechende britische Studie, die 2015 im Journal Plos One erschienen ist, geht zudem davon aus, dass die Genetik grundsätzlich eine größere Rolle spielen könnte. Eineiige Zwillinge wurden in dieser Studie ähnlich oft gestochen. Die Erkenntnis: Unser menschliches Geruchsprofil ist genetisch mitbestimmt. Dieser genetische Unterschied wird von Mücken erkannt – und bestimmte Personen als Wirt bevorzugt.

Fazit: Ständig von Mückenstichen geplagt – diese Menschen sind besonders betroffen

Es stimmt demnach: Einige Menschen sind einfach bereits aufgrund ihrer genetischen Merkmale „Mücken-Lieblinge“. Daneben spielen viele Faktoren eine Rolle, die sich nicht beeinflussen lassen. So die Tatsache, dass Mücken Blutgruppe 0 bevorzugen. Auch der „Bakterienzoo“ auf unserer Haut ist entscheidend.

Aus den Erkenntnissen der Forscher lassen sich darüber hinaus folgende Schlüsse ziehen: Korpulentere Menschen, die oftmals eine höhere Körpertemperatur haben, sowie Schwangere werden häufiger von Mücken geplagt. Auch, wer gerade Sport gemacht hat, ist besonders beliebt bei Mücken. Denn Sportler schwitzen nicht nur, auch ihre Körpertemperatur steigt durch die Aktivität.

Mückenstichen vorbeugen – Mücken vertreiben ist meist das einzige Mittel

Um lästigen Mückenstichen vorzubeugen, hilft also oftmals nur, die „Viecher“ zu vertreiben. Einige Pflanzen wie Weihrauch oder Lavendel gelten beispielsweise als echter Mückenschreck. Ebenfalls soll es helfen, wenn man in einer feuerfesten Schale etwas Kaffeepulver anzündet. Wer frisch geduscht ist und auf Parfüm verzichtet, lockt ebenfalls weniger Mücken an.

Daneben gibt es im Handel zahlreiche Produkte gegen Mücken wie Cremes, Sprays oder Duftkerzen. Wer aufgrund einer der genannten Faktoren zu den Mücken-Magneten zählt, kann auch härtere Geschütze auffahren – wie zum Beispiel elektrische Insektenvernichter.

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