Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Erneuerbare Energien

Verband: Bayern kann Windkraft bis 2030 verdreifachen

Windräder
+
Windenergieanlagen sind im Sonnenuntergang zu sehen.

Bayern ist bei der Windkraft bisher zurückhaltend. Die sogenannte 10-H-Regel macht den Zubau von Windrädern schwieriger als in anderen Ländern. Dabei hätte der Freistaat nach Expertenansicht durchaus Potenzial.

München - In Bayern könnten nach Einschätzung der Branche deutlich mehr Windräder gebaut werden, als es die Landesregierung bisher vorsieht. Statt der Zahl von rund 500 Windkraftanlagen in den nächsten Jahren geht der Bundesverband Windenergie (BWE) von einem Potenzial von 1200 zusätzlichen Anlagen im Freistaat bis zum Jahr 2030 aus. Bis 2040 wären insgesamt sogar 3000 Windkraftanlagen möglich. Das Konzept will der Verband am Mittwoch vorlegen.

Die von Ministerpräsident Markus Söder genannten 500 neuen Windenergieanlagen entsprächen weder dem Potenzial Bayerns als flächengrößtes Bundesland noch den Herausforderungen, um Klimaneutralität und Versorgungssicherheit für Bayern zu erreichen, sagte der BWE-Landesvorsitzende Bernd Wust. Der Verband rechnet damit, dass die Windenergie bis 2040 einen Anteil von 30 Prozent am bayerischen Strommix haben könne.

2020 lag der Anteil der Windenergie in Bayern nur bei 6,4 Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien insgesamt lag 2020 nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bei 52,3 Prozent, die meiste grüne Energie kommt aus Wasserkraft und Biomasse. Bei der Windenergie hat Bayern mit der „10-H-Regel“ eine Bremse eingebaut, um Unmut von Anwohner vorzubeugen: Windräder müssen per Luftlinie einen Mindestabstand vom Zehnfachen ihrer Höhe zur Wohnbebauung haben.

Der Windenergie-Verband geht anhand seiner Berechnungen und aktueller Energieprognosen davon aus, dass bis 2040 etwa 120 Terawattstunden (TWh) Strom aus Erneuerbaren Energien gespeist werden können - eine Verdreifachung gegenüber dem Status Quo.

Der Staatsregierung warf Wust Konzeptlosigkeit vor. „Eine faktische Blockade der Windenergie und eine Verklärung Bayerns als Sonnenland bieten keine Zukunftsperspektive“, kritisierte der Verbandschef. Bayern sei nicht nur ein Sonnen-, sondern auch ein Windland. Beide regenerativen Energieträger würden sich geradezu ideal ergänzen. dpa

Mehr zum Thema

Kommentare