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Wüstn-Wiesn sorgt weiter für Wirbel

Urteil gefallen: Wiesn-Kopie in Dubai darf nicht mit Münchner Oktoberfest werben

Veranstalter von Dubai-Oktoberfest muss sich heute vor Gericht in München
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Verantstalter vor Gericht: Die Wüstn-Wiesn sorgt weiter für Wirbel.
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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  • Martina Hunger
    Martina Hunger
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Das Münchner Oktoberfest fällt aus, doch in Dubai soll eine gleichnamige Veranstaltung stattfinden. Die Stadt München stört sich an der Werbung dafür und hat ein Verbot durchgesetzt.

Update, 15.02 Uhr - Wiesn-Kopie in Dubai darf nicht mit Münchner Oktoberfest werben

Die Veranstalter des geplanten „Oktoberfests“ in Dubai dürfen nicht mehr mit Anspielungen auf das Münchner Original für ihr Event werben. Mit Formulierungen wie „Oktoberfest goes Dubai“ hätten sie den falschen Eindruck erweckt, das Traditionsfest ziehe in diesem Jahr in das arabische Emirat um, entschied das Landgericht München I am Freitag. Diese Art der Reklame bediene sich am Weltruf der Wiesn in der bayerischen Landeshauptstadt.

Die Richter gaben damit dem Antrag der Stadt München auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Veranstalter statt. Die Klageseite hatte argumentiert, bei der Werbung handle es sich um eine Irreführung, die gegen das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb verstoße. Die Anwälte der Gegenseite bestritten hingegen, dass die Werbung sich explizit auf das Fest in München bezieht. Das Oktoberfest in München fällt wegen der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr zum zweiten Mal aus.

Das Urteil verbietet entsprechende Werbung lediglich in Deutschland. Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden.

Erstmeldung

Die Stadt München geht vor Gericht gegen die Veranstalter eines geplanten „Oktoberfests“ in Dubai vor. Ab diesem Freitag verhandelt das Landgericht München I über eine einstweilige Verfügung der bayerischen Landeshauptstadt, wie eine Sprecherin bestätigte. Die Verfügung gegen die Veranstalter des Festes soll die Werbung für das Event einschränken.

Stadt München geht gegen Veranstalter des geplanten „Oktoberfests“ in Dubai vor

Laut den Plänen der Macher, zu denen der Schausteller Charles Blume und der frühere Münchner Gastronom Dirk Ippen zählen, soll das Wüsten-Oktoberfest am 7. Oktober beginnen, ein halbes Jahr dauern und mit über 30 Festzelten auf 400.000 Quadratmetern aufwarten.

Damit würde es flächenmäßig die in diesem Jahr zum zweiten Mal abgesagte Münchner Wiesn übertreffen. Auf der Website der Veranstalter wird es als das „größte Festival der Welt“ beworben - garniert mit Fotos des Münchner Originals und dem Slogan „Oktoberfest goes Dubai“.

Vor allem dieses Motto erwecke nach Ansicht der Stadt den unzutreffenden Eindruck, die Wiesn ziehe in diesem Jahr nach Dubai um, wie das Gericht mitteilte.

„Erschreckend, guten Ruf des Oktoberfestes auszunutzen“

Die Stadt verlangt von den Organisatoren eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung, in der sie sich bereiterklären, nicht mehr mit dem Oktoberfest München für ihr Event zu werben. Bei der Werbung handle es sich um eine Irreführung, die gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstoße.

Gemischte Reaktionen auf Pläne für Wüsten-Wiesn - „Das Original, das gibt‘s nur bei uns“ (Plus-Artikel)

„Es ist aus Sicht der Landeshauptstadt München erschreckend, dass Dritte die Absage zum Anlass nehmen, sich selbst zu bereichern, indem sie den weltweiten guten Ruf des Oktoberfests ausnutzen und suggerieren, dass eine Verbindung zwischen dem Original und der Veranstaltung in Dubai bestehe“, sagte der Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). „Ziel unseres rechtlichen Vorgehens ist es, den weltweit guten Ruf des Münchner Oktoberfestes zu schützen.“

Die Antragsgegner, die für das geplante Fest eine Firma in Dubai betreiben, sehen ihre Werbung dagegen als gerechtfertigt an. Details zur Verteidigungslinie wollte ein Sprecher vorab nicht nennen. Die Veranstaltung finde großen Zuspruch bei Schaustellern und Brauereien, die am Oktoberfest in dem Emirat teilnehmen wollten

mh/aic/dpa

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