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Spendenbereitschaft enorm

Tragödie in Halsbach: Kinder wachten tagelang neben totem Vater - sie dachten, er schlafe

  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Nach dem überraschenden Tod eines alleinerziehenden Vaters ist die Hilfsbereitschaft für seine drei Töchter in Halsbach enorm. Die Kinder dachten, dass ihr Vater nur schlafe und sie haben noch tagelang an seiner Seite gelebt.

Halsbach - „Es sind bereits erste Spenden eingegangen. Die Hilfsbereitschaft ist enorm! Das tragische Schicksal der Kinder hat die gesamte Gemeinde berührt, hier sind alle etwas im Schockzustand“, berichtet Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Winklbauer gegenüber innsalzach24.de. Hilfswillige können auf das Spendenkonto der Pfarrkirchenstiftung (Sogenanntes Caritas-Konto) einzahlen, die Pfarrei kann Spendenquittungen ausstellen. „Wir sehen es als unsere Christen- und Bürgerpflicht, zu helfen, dass es für die Kindern gut weitergeht.“

Alleinerziehender Vater verstirbt überraschend: Enorme Hilfsbereitschaft für Kinder in Halsbach

Der plötzliche Tod eines erst Mitte-dreißigjährigen alleinerziehenden Vaters hat die Gemeinde Halsbach schockiert. Seine vier, drei und zwei Jahre alten Töchter verbrachten noch drei Tage und Nächte allein neben ihrem an einem Herzinfarkt verstorbenen Vater. Die Kinder dachten, dieser schlafe nur. Die älteste Tochter versorgte die anderen Beiden. Sie wurden schließlich von ihrer Tante gefunden. Bei ihr wohnen die Kinder, in Absprache mit dem Jugendamt, nun. „Ich habe gerade erst mit ihr gesprochen. Den Kindern geht es, den Umständen entsprechend, gut. Sie sind wohlversorgt“, berichtet Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Winklbauer.

Hier könnt ihr spenden:

Spendenkonto: Pfarrkirchenstiftung Halsbach, IBAN DE46711600000001575961, (Kennwort Marco)

„Wir alle in Halsbach sind tief betroffen. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich es erfahren habe. Bei mir hat sich, sobald es ihnen bekannt wurde, der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Burghausen gemeldet“, berichtet Bürgermeister Martin Poschner. Es sei nicht der erste Schicksalsschlag für die Familie. Anfang August 2015 brannte ihr unversichertes Haus komplett ab und die Familie stand mit einem Schlag vor dem Nichts. Schon damals half man in der Gemeinde: Kurz darauf gingen zahlreiche Sachspenden wie Kleidung, Kühlschränke und Geschirr für die Familie ein. Die Gemeinde und Bürgermeister Martin Poschner organisierten in der Folge eine Spendenaktion, zu der auch ein Benefizkonzert und -Fußballspiel gehörten. „Dabei kam genügend Geld für den Wiederaufbau zusammen.“ Doch wenig später verstarb dann der Großvater der Kinder an Krebs.

„Sachspenden sind nicht mehr nötig, da ist schon einiges eingegangen. Die Kinder haben alles, was sie brauchen, wie beispielsweise Kleidung in passender Größe“, berichtet Bürgermeister Poschner. Am Sonntag werde es im Rahmen des Erntedankfestes außerdem noch eine Aktion des Frauenbundes geben. „Alle Erlöse ihres Erntekranz-Verkaufs gehen ebenfalls auf das Spendenkonto.“

hs

Rubriklistenbild: © Lukas Schulze

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