IM STAFFELSEE

Vater ertrinkt vor den Augen seiner Familie

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Uffing/Unterhaching – Vor den Augen seiner beiden kleinen Söhne ist ein Familienvater beim Baden im Staffelsee ertrunken.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wollte der 48-jährige Urlauber am Samstag zusammen mit seiner Frau vom Strandbad in Uffing (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) zu einer wenige Hundert Meter entfernten Insel schwimmen. Seine beiden neun Jahre alten Zwillingssöhne begleiteten den Mann auf einem Stehpaddelbrett („SUP-Board“). „Auf dem Rückweg hatte der Familienvater plötzlich Probleme und wurde ohnmächtig“, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Ehefrau gelang es zwar, den Mann bis zur Rettung durch die Wasserwacht zusammen mit Ersthelfern über Wasser zu halten. Dennoch schluckte der Mann laut Polizei offensichtlich so viel Wasser, dass er ertrank. Trotz Bemühungen der Ärzte starb er kurze Zeit später im Krankenhaus. Ein Kriseninterventionsteam übernahm die psychologische Betreuung der Familie, die aus Pinneberg in Schleswig-Holstein stammt.

Dramatische Minuten gab es bereits am Freitagabend im Freibad Unterhaching (Kreis München), wo Badegäste und der Schwimmmeister eine 43-jährige Frau bewusstlos aus dem Wasser zogen. Die Frau, die wohl einen Herzschrittmacher hatte, blieb nur mit viel Glück am Leben. Unter den Badegästen war nämlich der 25-jährige Franz Maier, der Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Unterhaching ist. Er hatte an diesem Tag Bereitschaftsdienst und führte daher einen Defibrillator mit sich.

Maier junior und zwei Krankenschwestern waren sofort nach dem Unglück zur Stelle. „Es wurde wirklich blitzartig reagiert“, sagte eine Zeugin unserer Zeitung. Mit Hilfe des Defibrillators konnte die 43-Jährige wiederbelebt werden. Nachdem der Kreislauf stabilisiert war, kam die Frau in eine Klinik. Die Feuerwehr hob in ihrem Bericht ausdrücklich das vorbildliche Verhalten der Ersthelfer und die gute Zusammenarbeit der Rettungskräfte hervor. Die Zeugin lobte besonders den 25-jährigen Feuerwehrmann, der sogar den unbekleideten Körper der Frau mit Badetüchern abdeckte. Weniger erfreulich war, dass sehr viele Schaulustige der Lebensrettung zusahen und selbst nach mehrmaligen Bitten kaum Platz machten.  mm/an

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