Ursula hat eine gute Zeit bei uns am See verbracht: Die Hauswinkelspinne lebt in einem Steinhaufen am Ufer, den ihr meine Entenfreundin Agnes geze ...

Ursula hat eine gute Zeit bei uns am See verbracht: Die Hauswinkelspinne lebt in einem Steinhaufen am Ufer, den ihr meine Entenfreundin Agnes gezeigt hat.

„Dort hast du es schön trocken und kannst dich gut verstecken“, hatte sie gequakt. Ursula war sehr dankbar. Die Spinne hatte zuvor in einem Haus im Dorf gelebt – bis sie in einen Korb geklettert war. „Woher sollte ich auch wissen, dass die Zweibeiner den wenig später zum Picknick mitnehmen würden“, sagte Ursula – und zog in den Steinhaufen. Wir Enten besuchten sie gestern dort. Ursula hockte auf einem Steinbrocken in der Herbstsonne und hob zum Gruß ein Bein. „Schön, dass ihr mich besucht“, sagte sie, klang dabei aber ein wenig traurig. Sie fürchtet sich vor Herbst und Winter. „Ich mag es kühl und feucht. Aber eiskalt muss es auch wieder nicht sein“, sagte sie. „Ich will heim.“ Sie meinte das Haus der Zweibeiner im Dorf. „Viele Spinnen krabbeln im Herbst in Häuser“, quakte Agnes. Sie suchen dann nach einem frostfreien Platz für den Winter – einen Baumstamm, Dachstuhl, Fels- oder Hauswand. Spinnen können das nicht unterscheiden. Ursula ist da eine Ausnahme: „Ich sehne mich nach einer lauschigen, dunklen Ecke, irgendwo im Keller des Zweibeinerhauses“, sagte sie. Eure Paula

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