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Unwetter fegen über Südostbayern und Niederbayern

Der Tag danach: Das große Aufräumen in Bischofswiesen - Neue Warnungen für Region

Unwetter Bischofswiesen 09. Juni Schäden
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In Bischofswiesen verursachte das Unwetter erhebliche Schäden.
  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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Landkreis - Heftige Unwetter haben am Mittwochabend (9. Juni) in Ober- und Niederbayern, darunter teilweise auch in der Region, wieder für Schäden und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt.

Service:

Update, 11.20 Uhr - Aufräumarbeiten in Bischofswiesen laufen

In und um Bischofswiesen hat inzwischen das große Aufräumen begonnen: Bei dem Unwetter am Mittwochabend waren unter anderem auch einige Heizöltanks aufgeschwemmt worden. Zudem wurden auch eine Schreinerei und eine Autowerkstatt ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem wurde eine Baustelle im Bahnhofsbereich erheblich überschwemmt.

Fotos von den Aufräumarbeiten am Tag danach (Plus-Artikel).

Update, 10.15 Uhr - Auch mehrere Einsätze im Raum Neubeuern

Auch im Landkreis Rosenheim gab es am Mittwochabend etliche Unwettereinsätze: Wie die örtliche Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite meldete, wurden die Floriansjünger aus Neubeuern zu zahlreichen Einsätzen im Gemeindegebiet alarmiert. Ergiebiger Starkregen habe für „überflutete Straßen und vollgelaufene Keller in mehreren Ortsteilen“ gesorgt, hieß es. Dutzende Einsatzkräfte waren deswegen stundenlang im Einsatz.

Update, 9.20 Uhr - Neue Wetterwarnung für Region

Nach dem Unwetter ist möglicherweise vor dem Unwetter: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nämlich soeben eine neue (Vor-)Warnung vor schweren Gewittern herausgegeben. Die Warnung gilt für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting - und zwar ab Donnerstag (10. Juni), 12 Uhr bis vorerst um Mitternacht.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Starkregen, der pro Stunde bis zu 30 Liter/Quadratmeter betragen kann. Örtlich ist auch mehrstündiger Starkregen mit bis zu 50 Liter/Quadratmeter möglich. Weitere Begleiterscheinungen der Gewitter können kleinkörniger Hagel und vereinzelte Sturmböen sein. Lokal lassen sich auch extreme Gewitter mit Regenmengen um 40 Liter/Quadratmeter pro Stunde nicht ausschließen. Detaillierte Warninformationen gibt es auch unter www.wettergefahren.de.

Update, 8.55 Uhr - Mure trifft B20 - Auch Bahnstrecke betroffen

Im Gemeindebereich von Bischofswiesen gab es nach Informationen von vor Ort gegen 19.20 Uhr die ersten Notrufe. Unter anderem soll ein Wohnhaus in der Nähe des Aschauer Weihers von einer Schlammlawine getroffen worden sein. Dabei soll das Anwesen vor allem im Erdgeschoss erheblich beschädigt worden sein. Außerdem wurden auch ein Bauernhof im Bereich Böcklweiher sowie ein Autohaus im Ortszentrum von Bischofswiesen von den Wassermassen geflutet.

Auf der B20 ging eine Gerölllawine nieder. Einen Murenabgang gab es auch auf der Bahnstrecke Freilassing - Berchtesgaden, die deswegen kurz vor Bischofswiesen gesperrt werden musste. Die Berchtesgadener Land Bahn (BLB) hat deswegen zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden einen Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Update, 7.45 Uhr - Murenabgang und 70 Einsätze im BGL

Laut Informationen von vor Ort hatten die Feuerwehren im Berchtesgadener Land rund 70 Einsätze wegen des Unwetters abzuarbeiten - hauptsächlich in und um Bischofswiesen. Hauptsächlich ging es um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Außerdem wurde ein Murenabgang gemeldet. Erst gegen 3 Uhr morgens konnten die Einsätze beendet werden.

Update, 7.15 Uhr - Blitz schlägt in Schlechinger Feuerwehrhaus ein

Auch im Landkreis Traunstein waren die Feuerwehren am Mittwochabend in Sachen Unwetter gefordert: Alleine im Gemeindebereich Schleching wurde die Feuerwehr binnen einer halben Stunde zehn Mal alarmiert, wie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein nun mitteilte. Besonders betroffen waren die Ortsteile Ettenhausen und Mühlau sowie der Ortskern von Schleching.

Um 18.44 Uhr ging der erste Alarm bei der Feuerwehr ein und zeitgleich schlug ein Blitz im Gerätehaus ein, der die Telefonanlage lahmlegte. Größerer Sachschaden entstand dort, wie auch an allen Einsatzstellen nicht. So schnell wie er gekommen war, flaute der Starkregen auch wieder ab. Wegen der zahlreichen Alarme wurde von der Feuerwehr kurzerhand eine Einsatzleitung mit Mitgliedern der Kreisbrandinspektion gebildet, um die zahlreichen Unwettereinsätze koordinieren zu können. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Unterwössen mit zusätzlichen Pumpen nachalarmiert und ins Gemeindegebiet Schleching beordert. Dem schnellen Eingreifen der insgesamt rund 50 Einsatzkräften ist zu verdanken, dass ein aufgeschwommener Heizöltank in einem Wohnhaus keinen Umweltschaden verursachte. Gegen 21 Uhr waren alle Unwettereinsätze abgearbeitet.

Die Erstmeldung:

Besonders stark betroffen war unter anderem der Landkreis Berchtesgadener Land. Dort wurden - vor allem im südlichen Teil des Landkreises - laut Kreisbrandinspektor Anton Brandner bis etwa 21 Uhr rund 60 Feuerwehreinsätze registriert. Die Floriansjünger mussten dabei entweder Gebäude gegen eindringendes Wasser sichern, überflutete Keller auspumpen oder sich um überschwemmte Straßen kümmern. In zwei Fällen lief nach Informationen von BGLand24.de Heizöl aus Tanks aus. BGLand24.de hatte bereits darüber berichtet. Über etwaige Verletzte gab es am frühen Donnerstagmorgen (10. Juni) zunächst noch keine Angaben.

Schlimm erwischt hat es auch Stadt und Landkreis Landshut. Die örtliche Feuerwehr sprach auf Facebook von einem „massiven Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und Blitzen.“ Gerade bei den Bildern aus dem gut 70 Zentimeter hoch überfluteten Rosental (Stadtgebiet Landshut), wo mehrere Fahrzeuge fast bis zur Bachsstraße regelrecht weggespült worden seien, könne man von Glück sprechen, dass (bislang) keine Personenschäden bekannt geworden seien, hieß es in dem Beitrag weiter. Zudem fing in der Hagrainer Straße durch einen Blitzschlag ein Dachstuhl Feuer.

Unwetter in der Region: Starkregen in Bischofswiesen

Bei Ainring-MItterfelden hängen noch dicke Wolken am Himmel.
In Bischofswiesen laufen reihenweise Keller voll.
In Bischofswiesen laufen reihenweise Keller voll.
In Bischofswiesen laufen reihenweise Keller voll.
Unwetter in der Region: Starkregen in Bischofswiesen

Am vergangenen Wochenende (5./6. Juni) war ebenfalls ein starkes Unwetter über Südostbayern hinweggefegt. Damals wurde vor allem der Landkreis Altötting und insbesondere die Gemeinden Perach, Reischach und Mehring hart getroffen.

*Nähere Informationen folgen in Kürze!*

mw/mh

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