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Unwetterbilanz von Donnerstag

Auto landet kopfüber in der Loisach – Hagelflieger bewahren Region vor Schlimmerem

Ein Auto landete in der Loisach.
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Ein Auto landete in der Loisach.
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
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Im südlichen Teil Bayerns hat ein heftiges Unwetter für vollgelaufene Keller und viele Polizeieinsätze gesorgt. Besonders betroffen: Das Allgäu und die Region um Garmisch-Partenkirchen. Die Region dagegen kam vergleichsweise glimpflich davon.

Update, 10.07 Uhr - Auto landet in Garmisch in der Loisach

Am Freitagmorgen rutschte ein Auto aus bislang unbekannter Ursache nach dem Unwetter in die Loisach gerutscht. Die Wasserwacht Grainau war im Einsatz. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand.

Update, 9.04 Uhr - Hagelflieger bewahren Region vor Schlimmerem

Nach dem schwierigen Einsatz der Hagelflieger vom Montag (wie berichtet) konnte am Donnerstag (30. Juni) eine mächtige Gewitterzelle erfolgreich bekämpft werden. Am Nachmittag stiegen die beiden Flugzeuge erneut vom Flugplatz in Vogtareuth auf, um bei Lenggries mit der Impfung des Gewitterkomplexes zu beginnen. Zu diesem Zeitpunkt wütete die Zelle mit der höchsten Einstufung etwas westlich des Einsatzgebiets.

Erfolgreich impften die Hagelflieger am Donnerstag eine Unwetterzelle.

Im Bereich Füssen waren bereits erneut Hagelschauer mit Korngrößen um die fünf Zentimeter niedergegangen. Die Piloten fanden im Gegensatz zum Einsatz vom Montag sehr gute Impfbedingungen mit starken Aufwindzonen vor. Sehr schnell nach Beginn der Impfung war eine deutliche Abschwächung der Intensität der Gewitterzelle festzustellen. Bei Erreichen des Inntals war nur noch Starkregen zu verzeichnen. Nach annähernd zwei Stunden konnte der Einsatz ohne nennenswerte Hagelschläge im Einsatzgebiet beendet werden.

Erstmeldung: Erdrutsche, Hagel- und Blitzschäden in Südbayern

Ein Unwetter mit Gewittern, Starkregen und Hagel ist am Donnerstagabend über den bayerischen Alpenraum hinweggezogen (News-Ticker von Donnerstag). In Kempten legte ein Blitzschlag das Stellwerk der Bahn still, auf der Strecke bis Kaufering standen Züge zeitweise. In Oberstdorf gingen Muren ab, mehrere Straßen wurden von Geröll und Wasser blockiert, Keller und Ställe liefen voll Wasser. Außerdem wurde die Loretto-Kapelle überflutet. In der Kirche stand das Wasser knöchelhoch. Über größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Wasser steht nach Regenfällen in der Loretto-Kapelle.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen musste die Feuerwehr am Donnerstagabend zu 47 Einsätzen ausrücken. In Ettal wurde die B23 überschwemmt, die Ortsdurchfahrt glich einem Bach. Die Wassermassen stürzten den Hang hinunter und überfluteten Grundstücke und Garagen.

Superzelle hinterlässt schwere Schäden in Oberbayern

Superzelle hinterlässt schwere Schäden in Oberbayern
Superzelle hinterlässt schwere Schäden in Oberbayern
Superzelle hinterlässt schwere Schäden in Oberbayern
Superzelle hinterlässt schwere Schäden in Oberbayern
Superzelle hinterlässt schwere Schäden in Oberbayern

Im Nachbarort Oberau kam es richtig dicke. Der Großhagel hinterließ einen Ort der Verwüstung. Eine Gärtnerei wurde massiv beschädigt. Viele Dachfester hielten den 5 Zentimeter dicken Eiskugeln nicht stand, Keller liefen voll. Fast jedes Auto im Freien wurde beschädigt. Front- und Heckscheiben barsten, auf dem Blech eine Delle nach der anderen. Bei Aldi in Oberau sei Wasser eingetreten, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Oberland. Die Bundesstraße 2 sei in Oberau kurzzeitig unpassierbar gewesen. Keller seien überflutet worden. Im Landkreis Bad Tölz habe es zwei Unwetter-Einsätze gegeben.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Region vor extremen Gewittern gewarnt und die höchste Warnstufe ausgerufen. Bis 18 Uhr drohten am Alpenrand im Allgäu bis Richtung Garmisch-Partenkirchen Überflutungen, Hagel und Blitzschlag.

Region kommt glimpflich davon

Im Vergleich zum südlichen Teil Bayerns kam die Region vergleichsweise glimpflich davon. Aktuell (Stand 5.30 Uhr) ist lediglich ein Einsatz bekannt. Am Donnerstagabend rückten zahlreiche Rettungs- und Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in die Zeppelinstraße nach Kolbermoor aus. Wie die zuständige Polizeiinspektion (PI) Bad Aibling auf Anfrage von mangfall24.de erklärt, schlug dort während des Unwetters am frühen Abend ein Blitz in das Dach eines Mehrfamilienhauses ein.

Polizeiangaben zufolge entwickelte sich nach dem Blitzeinschlag ein Schwelbrand im Bereich des Dachgeschosses, die alarmierten Feuerwehren konnten allerdings Schlimmeres verhindern. Die Floriansjünger deckten das Dach im betroffenen Bereich ab, um sämtliche Glutnester ablöschen zu können.

mh

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