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Neue Unwetter in der Region – Land unter im Oberland bis nach Feldkirchen-Westerham

Die Feuerwehr musste eine Tankstelle in Feldkirchen-Westerham mit Sandsäcke sichern.
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Die Feuerwehr musste eine Tankstelle in Feldkirchen-Westerham mit Sandsäcke sichern.
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    vonMoritz Kircher
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Nach den Gewittern der Nacht klart das Wetter in Bayern zum Wochenende wieder etwas auf. Der Donnerstag bleibt laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) noch regnerisch mit vor allem im Süden Bayerns teils kräftigen Gewittern.

Upate 3. Juli, 14.08 Uhr

Überschwemmungen in Feldkirchen-Westerham

Heftige Regenfälle haben am Donnerstagabend in Feldkirchen-Westerham zu Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen war der westliche Ortseingang von Feldkirchen. Die Wasserabläufe parallel zur Staatstraße speziell am Feldkirchner Berg konnten diese Mengen des Starkregens nicht mehr aufnehmen.

Das Wasser schoss den Berg herunter und überflutete einen Teilbereich des Pfarrer-Huber-Rings. Auch diese Gullys konnten das viele Regenwasser nicht mehr weiterleiten, es kam zu Rückstaus. Die Gefahr, dass die Flutmengen den Bereich der Tankstelle überfluten und das Wasser möglicherweise zu den Erdtanks vordringt, verhinderte die Feldkirchen-Westerhamer Feuerwehr mit dem Verlegen von Sandsäcken.

Unwetter-Fotos der OVB Heimatfotografen 

Einsatzleiter Franz Weber: “Wir haben einen eigenen Container mit 120 gefüllten Sandsäcke beladen und können deshalb in kurzer Zeit ausrücken“. Bürgermeister Hans Schaberl machte sich ein Bild vor Ort. Erste Reaktion: „Dieses Problem müssen das Straßenbauamt und die Gemeinde gemeinsam lösen“.

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Update 3. Juli, 12.10 Uhr: 

Land unter im Oberland 

Schwere Unwetter haben Donnerstagnacht vor allem im Süden Bayerns für zahlreiche Einsatze der Rettungskräfte gesorgt. In München bleibt der Tierpark Hellabrunn wegen Unwetterschäden zunächst geschlossen. Die Integrierte Leitstelle Oberland berichtete von rund 100 Einsätzen für Feuerwehr und Rettungsdienst in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau. Mancherorts sei so viel Regen gefallen, dass Wasser nicht nur in Keller, sondern auch oberirdisch in Häuser drang. Die ILS ging am Freitagmorgen aber insgesamt von weniger Einsätzen als noch am Vorabend aus.

Ein grandioses, ständig wechselndes Farbspektakel bot sich am 1. Juli über Stunden am Abendhimmel, während Gewitter- und Regenfronten über das Inntal hinwegzogen.

Neben vollgelaufenen Kellern mussten die Rettungskräfte umgestürzte Bäume von Straßen oder aus Stromleitungen entfernen. Teilweise wurden Straßen überschwemmt oder Kanaldeckel durch die Wassermassen angehoben. Bäche seien aber nicht über die Ufer getreten. Auch verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.Laut dem Rosenheimer Kreisbrandrat Richard Schrank gab es bei uns in der Region lediglich im Raum Feldkirchen-Westerham ein paar kleinere Einsätze.

Der Deutsche Wetterdienst kündigte für das Wochenende zunächst ruhigeres Wetter an. Es regnet und schauert vereinzelt, teilweise weht starker, böiger Wind. Weitere Gewitter sollen aber erst mal ausbleiben.

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Update 2. Juli, 14.57 Uhr

DWD-Unwetterwarnung für den Landkreis Mühldorf

Für den Landkreis Mühldorf kündigt der Deutsche Wetterdienst bis 16 Uhr heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen um 30 Liter pro Quadratmeter an. Dazu schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 95 Stundenkilometer. Örtlich kann es auch zu Hagel kommen.

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Die Erstmeldung von 2. Juli, 12 Uhr

Rosenheim/Mühldorf/Traunstein – Auch am Mittwoch (1. Juli) zogen am späten Nachmittag und Abend Gewitter über die Region. Im Gegensatz zum Sonntagabend hielt sich der Schaden in Grenzen. So berichtet Gerhard Jäkel, stellvertretender Leiter der Integrierten Leitstelle in Traunstein lediglich von einem Einsatz im Landkreis Mühldorf.

Doch der Deutsche Wetterdienst kündigt für Süddeutschland bereits neue Unwetter an. So könnes es im Tagesverlauf im Süden Bayerns noch einmal zu heftigen Gewittern kommen.

Feuerwehr erwartet einen Sommer mit vielen Wetter-Einsätzen

Im Landkreis Traunstein waren die Rettungskräfte mehrfach im Einsatz, weil im nordöstlichen Landkreis einige Bäume umgestürzt waren. „Die letzten Tage waren schon sehr intensiv, besonders der Sonntag“, sagt Jäkel. Im Vergleich zum vergangenen Jahr seien die Einsätze deutlich mehr geworden.

Nach Auskunft von Kreisbrandrat Richard Schrank gab es am Mittwoch In Rosenheim keine Einsätze. Aber auch er vermutet, dass dieser Sommer in der Tendenz einsatzanfälliger sei: „Das Wetter wird unberechenbarer und lokal extremer. Von den Einsatzzahlen her können wir aber noch keinen Vergleich anstellen.“

Heftiges Unwetter am Sonntag, 28. Juni über Prien

Der Deutsche Wetterdienst sieht hingegen keine Besonderheit in den Gewittern der letzten Tage. „In München waren Gewitter heuer sogar unterdurchschnittlich im Vergleich zu den Vorjahren“, sagt Christian Ehmann, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in München. Im Sommer sei es ganz normal, dass die Lage wechselhaft sei.

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Zum Teil reiche schon feuchtwarme Luft aus, erst recht zu einem Gewitter komme es wenn diese durch kühle Luft verdrängt wird. So auch am Mittwoch: „Am Nachmittag sind Gewitter in den Alpen entstanden und dann über die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Mühldorf gezogen.“

Reit im Winkl war Spitzenreiter beim Niederschlag

Die Niederschlagsmenge hielt sich jedoch in Grenzen. Spitzenreiter waren Reit in Winkl und Tachterting mit jeweils 18 Litern Niederschlag pro Stunde. Zwar wurden auch starke bis stürmische Böen gemessen, kein Vergleich jedoch zum Unwetter am Sonntag.

+++ Hier finden Sie aktuelle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für die Region. +++

Gute Aussichten gebe es laut Ehmann für die nächsten Tage. Zwar sei es am Freitag noch wolkig, am Wochenende jedoch sonnig und deutlich wärmer. So werden am Samstag 25 Grad in der Region erwartet, am Sonntag 28 Grad. Und die gute Nachricht außerdem: „Mit Gewittern rechnen wir an diesem Wochenende nicht!“

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