Schule in der Coronakrise

Neustart an Bayerns Schulen nach den Sommerferien: Minister Piazolo sieht vier Szenarien

Bayern Schule Corona
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Wie gehte es nach den Ferien in Bayerns Schulen weiter? Ministerpräsident Markus Söder und Kultusminister Michael Piazolo machen sich ein Bild davon, wie Schule zu Coronazeiten funktioniert.
  • Katharina Ober
    vonKatharina Ober
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Durch die Corona-Pandemie hatten viele Schüler über Wochen keinen regulären Unterricht in Bayerns Schulen. Eine Tatsache, die vor allem Eltern beunruhigt. Nun hat Kultusminister Michael Piazolo vier Möglichkeiten für das neue Schuljahr vorgestellt. Welches kommt, hängt von der Zahl der Infektionen ab.

Update 13.30 Uhr

Ziel: Normaler Unterricht für alle Schüler

Der Bayerische Kultusminister Michael Piazolo sieht vier Szenarios für den Unterricht nach den bayerischen Sommerferien. Dabei gelte es immer, Sicherheit und Planbarkeit von Schule gegen die Gefahr einer Infektion gegeneinander abzuwägen. Insgesamt bereite Bayern vier Szenarien vor, wobei Szenario 1 das Ziel sei. So sehen die Szenarios aus:

  • Szenario 1: Bei einem ruhigen Infektionsgeschehen während und nach den Sommerferien soll normaler Unterricht stattfinden. Dabei gelte weiterhin ein hoher Anspruch an die Sicherheit von Schülern und Lehrern, aber auch guter Unterricht. Alle Schüler kommen dann täglich in den Präsenzunterricht in den Schulen. Die Abstandsregelung sei dann nicht mehr einzuhalten. Es solle regelmäßig Testungen für Lehrer geben. 
  • Szenario 2: Bei einem Neuausbruch des Coronavirus nach den Ferien, solle es Schule im Wechsel für kleinere Gruppen geben. Präsenz und Arbeiten Zuhause seien dann die Unterrichtsformen. In diesem Szenario gelte weiterhin die Abstandsregelung. Es werde durch den Wechsel entsprechende Lehrplanvariationen geben.
  • Szenario 3: Bei einer hohen Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus in einzelnen sogenannten Hot-Spots, soll es lokale Schulschließungen geben. Im Rest Bayerns gelte das jedoch nicht. 
  • Szenario 4:  Eine flächendeckende, zweite Welle mit Corona-Infektionen habe zur Folge, dass überall Distanzunterricht stattfinde.

Antworten zu häufig gestellten Fragen im Zusammenhang mit Schule und Corona-Beschränkungen beantwortet Bayerns Kultusministerium auf seiner Website.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise zur Region und Bayern finden Sie in unserem Ticker. +++

Update 13.15 Uhr

Staatskanzlei-Chef sieht keine Entwarnung

Staatskanzleichef Florian Huber ging eingangs auf die allgemeine Situation ein. Er sehe, wie Ministerpräsident Markus Söder die Gefahr einer zweiten Welle mit Coronavirus-Infektionen. Als Beispiel führte er das derzeitige "Infektionsgeschehen in Gütersloh" an. In Nordrhein-Westfalen beginnen bald die Sommerferien. Dass Gütersloh keine Ausreise-Beschränkung sehe er kritisch. So könnten durch Reisen nach und durch Bayern wieder neue Infektionen stattfinden.

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Update 12.57 Uhr

Die Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung

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Erstmeldung

München - Am heutigen Dienstag berät das Bayerische Kabinett, wie der Unterricht für bayerische Schüler nach den Sommerferien aussehen soll. Denn bislang gelten einige Auflagen zum Schutz vor dem Coronavirus. So werden Klassen geteilt, um besser die Abstandsregelungen einhalten zu können. Zuvor hatten Kinder und Jugendliche von zuhause aus gelernt, im sogenannten Homeschooling. Wie es also weitergeht, beschäftigt Eltern, Schülern und Lehrer.

Nach den Beratungen der bayerischen Minister wird es eine Pressekonferenz geben, die Sie hier live verfolgen können. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Staatskanzleichchef Florian Herrmann (CSU) informieren im Anschluss an die Sitzung. Ein weiteres Thema wird die Ferienbetreuung in Bayern sein.

 

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