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An der Grenze zu den Kreisen Altötting und Mühldorf

Nächster Todesfall: Frau aus Landkreis Rottal-Inn stirbt an Borna-Virus

Die Spitzmaus gilt als Überträger des Borna-Virus. Die veranlassten Studien sollen dazu bald Aufklärung bringen.
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Die Spitzmaus gilt als Überträger des Borna-Virus.
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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Im Sommer infizierte sich im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn eine Frau mit dem Borna-Virus. Lange war ihr Gesundheitszustand unklar, nun die traurige Nachricht: Die Frau verstarb an der tödlichen Krankheit.

Unterdietfurt (Landkreis Rottal-Inn) – Das seltene Borna-Virus hat ein weiteres Todesopfer in Bayern gefordert. Eine infizierte Frau aus der Gemeinde Unterdietfurt im Kreis Rottal-Inn – unweit der Grenze zu den Landkreisen Mühldorf am Inn und Altötting – wurde im Sommer in ein Krankenhaus eingeliefert und dort stationär behandelt.

Auf Anfrage von innsalzach24.de erklärte Mathias Kempf, Pressesprecher des Landratsamts Rottal-Inn, dass die Frau „kurze Zeit nach dem Ausbruch der Krankheit verstorben“ ist. Die Untersuchungen zur Infektionskette würden demnach derzeit noch laufen, weitere Fälle wurden allerdings Angaben des Landratsamts zufolge bislang nicht bekannt.

Junge aus Maitenbeth kurz vorher an Borna-Virus verstorben

Nur wenige Wochen zuvor verstarb ein siebenjähriger Junge aus dem Gemeindegebiet Maitenbeth im Landkreis Mühldorf am Inn an dem tödlichen Virus. Dies war der dritte Fall in dem oberbayerischen Landkreis seit 2019 – alle Betroffenen starben an der Krankheit.

Das Virus wird von Feldspitzmäusen übertragen und ist als Tierseuche bekannt, wurde aber in den vergangenen Jahren auch als Ursache schwerer Gehirnentzündungen beim Menschen identifiziert. Laut des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden 2021 bundesweit insgesamt sieben Erkrankungsfälle bekannt, fünf davon in Bayern.

Meldepflicht erst seit zweieinhalb Jahren

Die Meldepflicht für humanpathogene Borna-Viren sei erst im März 2020 eingeführt worden, teile ein Sprecher der Behörde mit. Ein Teil der bisher bekannten Infektionsfälle, die retrospektiv diagnostiziert wurden und mitunter schon viele Jahre und Jahrzehnte zurückliegen, sei daher nicht an das LGL übermittelt worden.

Durch eine Sensibilisierung für das Thema Borna-Virus-Infektionen bei Ärzten und in der Bevölkerung in Bayern sei künftig gegebenenfalls mit einer vermehrten Diagnostik und Fallfindung – und somit einem Fallzahlanstieg – zu rechnen, so das LGL.

Diverse Studien zu Borna-Virus

Um weitere Erkenntnisse über die lokale Borna-Virus-Situation, mögliche Ansteckungswege, Verlaufsformen einer Infektion, Schutzmöglichkeiten sowie die Anzahl infizierter Feldspitzmäuse vor Ort zu erlangen, wurden seit Juli vom LGL in Kooperation mit der Universität Regensburg (UKR), dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) sowie dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg (BNITM) verschiedene Studien in Maitenbeth durchgeführt.

Experten werden am 29. November im Rahmen einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Studien berichten. Am Vorabend werden die Maitenbether Bürger über die Ergebnisse informiert. innsalzach24.de wird von der Pressekonferenz in einem Extra-Artikel berichten.

aic

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