UNSERE HEIMATKOLUMNE

Unsere Heimatkolumne Immer dieser Weihnachtsstress!

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Immer dieser Weihnachtsstress! Wem dieser Satz fast schon zur lieben Gewohnheit wurde, muss ihn dieses Jahr aus dem Repertoire streichen.

Denn die Adventszeit ist lang – länger geht’s nicht. 2017 gibt’s dann wieder eine Besonderheit: Alle guten Gaben liegen schon am 4. Advent unterm Tannenbaum.

Wir durften gerade die erste Kerze anzünden, 28 Tage vor Heiligabend. Also herrlich viel Zeit, um Geschenke zu kaufen. In aller Ruhe schöne Päckchen packen und Plätzchen backen. Über einen Christkindlmarkt schlendern, den Duft von gebrannten Mandeln, Glühwein und Maroni in der Nase. So viele Kindheitserinnerungen werden wach. Oft sind es nicht die großen, sondern eher die kleinen traditionellen Weihnachtsmärkte, die das Herz erfreuen – jeder hat so seinen Favoriten. Oder auch die Weihnachtsbazare der Kirchen mit allerlei Selbstgemachtem, der Erlös für einen guten Zweck.

Ich bin auch optimistisch und freue mich auf „Weiße Weihnachten“. Die Prophezeiung der Wetterfrösche, dass uns ein „russischer“ Winter bevorsteht, muss sich allerdings nicht unbedingt erfüllen.

Letzte Woche durfte ich mich schon auf den 24. Dezember einstimmen. Denn unsere Bühnenbildner haben das BR-Studio wieder in ein verschneites Wintermärchen verwandelt. In der festlich geschmückten Bauernstube erklangen die schönsten Lieder und Melodien rund um Weihnachten. Natürlich hatte ich großartige Gäste, ob Florian Silbereisen, Rosi und Christian Neureuther, Hansi Hinterseer, Semino Rossi und viele andere. Eine besinnliche Botschaft überbringt dieses Jahr Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg. Weihnachten, ja – weltweit das „erfolgreichste“ Fest. Und alle Religionen feiern mit.

Laut Umfrage feiern mehr als zwei Drittel der Bayern unter einem Christbaum. Bei der Beleuchtung liegen elektrische Kerzen klar vorne. Nur neun Prozent schmücken ihren Baum mit echten Kerzen. Natürlich kann der Tannenbaum auch in südlichen Gefilden stehen. Um die Weihnachtszeit haben Fernreise-Anbieter wieder Hochkonjunktur. Obwohl ich persönlich nicht auf bayerische Traditionen verzichten möchte, so kann ich doch auch jene verstehen, die den mit großen Emotionen beladenen Festtagen entfliehen möchten. Es gibt sicher oft gute Gründe dafür.

„O du fröhliche“ – bei einer Umfrage auf der Beliebtheitsskala der Klassiker auf Platz zwei gelandet – alleine zuhause zu singen: vielleicht keine so gute Idee. Muss man auch nicht. Münchner Singles jeden Alters wird am Heiligabend vieles geboten. Spaziergang im Nymphenburger Schlosspark, besinnliche Gesprächsrunden oder auch fröhliche Christmas-Partys. Bewundernswert fand ich, was mir eine hochbetagte, aber sehr aktive Dame dieser Tage erzählte: „Ich gehe einfach in das Lokal um die Ecke und schaue, wo jemand alleine am Tisch sitzt. Da geselle ich mich dazu. Bisher hat das immer gut geklappt.“

Weihnachten, nicht nur ein Familienfest, sondern das Fest der Nächstenliebe schlechthin. Zwölf Prozent der Bayern laden sich auch dieses Jahr an Heiligabend Menschen ein, die nicht zum Kreis der Verwandten gehören. Einfach in den nächsten Tagen die Augen und Ohren offen halten... heraushören, wer sich vielleicht über eine Einladung freuen würde.

Es wäre nicht nur eine schöne, sondern eine gesegnete Weihnacht.

In diesem Sinn –

herzlich

Ihre Carolin

Weihnachten mit Carolin Reiber

am 24. Dezember 2016, von 15 bis 18 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

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