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Masken tragen, bis der Impfstoff kommt? Das sagen Bürger zum Söder-Vorstoß

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Söder Maske Impfstoff
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Ministerpräsident Markus Söder hat in einer Fernsehsendung die Vermutung geäußert, die Maskenpflicht zum Schutz vor einer Corona-Infektion könnte noch gelten, bis ein Impfstoff gefunden ist.

Mühldorf/Waldkraiburg - Schutzmasken gelten als Schutz gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus. Deshalb sind Lockerungen an das Tragen gekoppelt. Ministerpräsident Markus Söder hat angedeutet, die Trage-Pflicht könnte noch gelten, bis ein Impfstoff gefunden ist. Was sagen die Bürger dazu?

Angela Zeilinger, 39, Brannenburg: "Ich halte von den Masken generell nicht viel. Sie bietet nur wenig Schutz. Ich denke, dass das Einhalten des Abstandes viel mehr bringt. Ich merke aber, dass das Tragen von Masken den Leuten mehr Sicherheit gibt. Diejenigen, die eine tragen, halten oft weniger Abstand."

Angela Zeilinger


Elisabeth Soyer, 48, aus Flossing: „Wenn die Maskenpflicht dazu führt, dass andere Lockerungen erfolgen können, nehme ich das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes natürlich gerne in Kauf. Mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt. Wie sich das dann aber anfühlt, wenn wir einen Sommer bekommen mit 30 bis 35 Grad Celsius, weiß ich allerdings nicht. Insgesamt empfinde ich die Maske schon als einschränkend und teilweise auch unangenehm, aber in Zeiten von Corona es ist auszuhalten.“

Elisabeth Soyer

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Das Robert-Koch-Institut gibt eine Einschätzung zum Tragen eines Mundschutzes gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt wissenschaftlich untermauerte Informationen zum richtigen Verhalten in der Corona-Pandemie.

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Helmut Tristl, 54, Großkarolinenfeld: "Ich hoffe, dass sich die Lage irgendwann entspannt und man die Maske nicht mehr tragen muss. Gerade als Brillenträger ist sie störend, da die Brille schnell beschlägt. Manchmal kann ich beim Einkaufen das Geld nicht mehr sehen. Ich wünsche mir eine Maske, die eng am Gesicht anliegt."

Helmut Tristl


Andrea Berger, 21, Riedering: "Ich finde das Tragen der Maske angemessen für die derzeitige Situation. Natürlich ist es anstrengend, damit zu arbeiten. Aber ich finde, beim Einkaufen beispielsweise geht es, da braucht man normalerweise nicht so lange. Draußen darf man sie dann eh abnehmen. Das passt dann schon."

Andrea Berger

Stefan Blucke, 61, aus Polling: „Ich finde es richtig, die Pflicht zum Beispiel in Geschäften aufrecht zu halten. Viele Menschen halten sich nämlich oft nicht an die Abstandsregeln. Auch im öffentlichen Nahverkehr ist es notwendig, auf die Maske zu bestehen. Im Biergarten finde ich es unsinnig, im Restaurant angebracht. Es sollte die Maskenpflicht bestehen bleiben, solange der Virus aktiv ist. Persönlich halte ich das Tragen der Gesichtsmaske aus, auch wenn es sich manchmal wie eine Gesichtssauna anfühlt.“

Stephan Blucke

Wiltrud Stadler, 58, aus Garching: „Ich finde es absolut richtig, die Maskenpflicht beizubehalten. Ich sehe darin die einzige Möglichkeit, in Kombination mit dem Einhalten der Abstandsregeln, die Fallzahlen niedrig zu halten. Für mich persönlich war es sehr gewöhnungsbedürftig, vor allem als Brillenträgerin hat man das Problem, dass diese beschlägt. Allerdings muss ich sie ja nicht dauernd tragen und kann sie auch während der Arbeit immer wieder mal abnehmen. Wie es im Sommer wird, bleibt abzuwarten.“

Wiltrud Stadler

Christine Sitter, 61, Riedering: "Die Maskenpflicht finde ich super. So ist es für Leute, die Vorerkrankungen haben, einfach sicherer. Das Tragen ist nicht angenehm, die Maske stört oft. Ich fühle mich aber auch besser damit. Und das muss jetzt sein, auch wenn es lange dauert. Besser mit Maske als ohne."

Christine Sitter

Erwin Rinner aus Kraiburg: „Wir werden mit der Maskenpflicht leben müssen – egal, wie lange es noch dauert. Täglich bekommen wir neue Anweisungen von EDEKA. Dazu zählt auch, dass wir als Besitzer nicht verpflichtet sind, etwa einen Kunden, der keine Maske trägt, aus dem Laden zu verweisen. Für unser Mitarbeiterteam ist es schon anstrengend, den ganzen Tag die Masken im Gesicht zu haben und hier durch zu schnaufen. Viele klagen über Kopfweh oder Schmerzen an der Nase.“

Erwin Rinner

Reka Molnar, 19, Rosenheim: "Ich gewöhne mich langsam daran. Wir tragen die Maske ja aus gutem Grund: Zum Schutz von allen. Darum wird sie auch noch lange notwendig sein. Wenn wir ältere und vorbelastete Menschen in der Gesellschaft schützen wollen, müssen wir uns solidarisch zeigen und die Maske auflassen."

Reka Molnar

Christina Roß aus Waldkraiburg-Hausing: „Das kann ja noch ewig dauern, bis ein Impfstoff gefunden wird. Ich selbst habe aber eigentlich kein großes Problem mit den Masken – natürlich ist es halt auf Dauer nervig. Zurzeit mache ich grad das Abitur und habe deswegen sehr viel daheim gearbeitet. Da trage ich die Maske nicht, genauso wenig wie am Schultisch. Auf dem Schulgelände und beim Einkaufen muss die Maske sein. Weil meine Mutter für uns selbst Masken näht, haut das aber ganz gut hin!“

Christina Roß

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