Tiere und Pflanzen gehen manchmal Partnerschaften ein – und die können so eng werden, dass der eine nicht mehr ohne den anderen kann.

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Tiere und Pflanzen gehen manchmal Partnerschaften ein – und die können so eng werden, dass der eine nicht mehr ohne den anderen kann.

„So ist das zum Beispiel bei einer Ameisenart in Mexiko, die mit einer Akazie ,befreundet‘ ist“, schnatterte Ente Agnes. Das ist ein Baum, der großen Ameisenkolonien als Heim dient und ihnen zudem Akaziennektar als bietet. „Die Ameisen halten dafür Schädlinge fern und befreien den Baum von Schlingpflanzen.“ Sie haben allerdings auch keine andere Wahl: „Wenn sie nur ein einziges Mal Akaziennektar probieren, können sie nur noch davon leben“, quakte Agnes. In dem Nektar steckt nämlich ein chemischer Stoff, der die Verdauung der Ameisen verändert. Er blockiert ein Enzym – das ist eine Art chemisches Spaltwerkzeug – mit dem Ameisen Haushaltszucker aufspalten und damit verdauen können. Dieser Zucker findet sich in vielen Futterquellen. Die Ameisen hätten also die Wahl und könnten auch anderes Futter verspeisen. Aber: Sobald das Enzym nicht mehr funktioniert, können sie nur noch Akaziennektar trinken, der diesen Zucker nicht enthält. „Sonst müssen sie verhungern“, quakte Agnes.

Mit diesem Trick stellen die Akazien sicher, dass sie immer von einem Sicherheitsdienst bewacht werden: den Ameisen. Eure Paula

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